• San Pedro de Atacama - Valle de la Luna

    25. marts 2024, Chile ⋅ ☀️ 30 °C

    Gleich am nächsten Abend setze ich mich wieder in einen bequemen Bus und fahre über Nacht mitten durch die Atacamawüste. Als am darauffolgenden Morgen das Tageslicht zurückkehrt, bemerke ich, dass ich nicht viel verpasst haben kann. Denn vor dem Fenster zieht eine monotone, lebensfeindliche Landschaft aus Sand und Felsen vorbei. Nach einem Umstieg in Calama und insgesamt 16 Stunden Fahrt erreiche ich schließlich San Pedro de Atacama.
    Die Stadt liegt in etwa 2.500 Metern Höhe und ist eine Oase wie aus dem Bilderbuch, die vom gleichnamigen Fluss am Leben erhalten wird. Sie hat sich zu einem touristischen Zentrum für Ausflüge in die einzigartige Landschaft in ihrer Umgebung entwickelt und profitiert auch von der Lage nahe der argentinischen und bolivianischen Grenzen.

    Um diese so besondere Landschaft besser kennenzulernen, leihe ich mir ein Mountainbike aus und fahre in das etwa 15 Kilometer westlich gelegene Valle de la Luna. Dieses riesige Becken fasziniert mich vom ersten Augenblick an und ist wohl zu einer der beeindruckendsten Orte, die ich je gesehen habe.
    In Folge starker Errosion entstand hier eine Vielzahl bizarrer Felsformationen, die von gewaltigen Dünen begleitet werden. Die einzigartige Schönheit dieses Ort ergibt sich aus der absoluten Stille, der fast vollständigen Abwesenheit von Feuchtigkeit und Leben, dem starken Kontrast zwischen rauem Gestein und weichem Sand sowie dem harmonischen Farbspiel in Ockertönen. An einigen Stellen ist die Oberfläche von einem hellen Film aus Salz überzogen und zudem lassen sich Einschlüsse von Steinsalz entdecken.
    An solch einem Ort Fahrrad zu fahren ist ein unvergessliches Erlebnis und bietet außerdem den Vorteil den kühlenden Fahrtwind genießen zu können. Durch zeitiges Aufbrechen konnte ich die morgendlichen Kühle nutzen, aber nur wenig später brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Durch die sehr geringe Luftfeuchtigkeit von unter 20 % gerät man zwar kaum ins Schwitzen, aber auch durch die Verbindung mit der Höhenlage ist der Ausflug ziemlich anstrengend.
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