Sillacancha, Valle Sagrado
15. jun.–14. jul. 2024, Peru ⋅ ☀️ 22 °C
Das sogenannte Heilige Tal der Inka liegt unmittelbar nördlich von Cusco und dient bereits seit den Vorinkakulturen als wichtige Versorgungsquelle für Nahrungsmittel. Dank des fruchtbaren Schwemmbodens und dem milderen Klima als in Cusco, gedeiht hier vor allem Mais, aber auch andere Lebensmittel, besonders gut.
Hier finde ich, gemeinsam mit Vívian, ein Volontariat in einem kleinen Dorf namens Sillacancha, unweit der Stadt Urubamba. Vor etwas mehr als einem Jahr hat der Peruaner Giancarlo hier ein Grundstück gekauft und mit der Hilfe von Freiwilligen mehrere kleine Häuser in Lehmbauweise sowie einen Garten errichtet. Die Lage am Hang, oberhalb des Dorfes, bietet Ruhe und einen herrlichen Ausblick auf das Tal des Flusses Urubamba sowie die umliegenden Berge.
Dieses Volontariat stellt eine gänzlich neue Erfahrung für uns dar, denn der Eigentümer ist derzeit nicht vor Ort. Die Kommunikation erfolgt lediglich über gelegentliche WhatsApp Nachrichten und ist ab und zu etwas schwerfällig. Auf diesem Weg vermittelt er uns seine groben Vorstellungen der zu erledigenden Arbeiten und wir sind für alles weitere selbst verantwortlich. Von der detaillierten Planung, über die Materialbeschaffung, bis hin zur Umsetzung liegen die kleineren und größeren Projekte ganz in unserer Hand.
Die damit einhergehende Freiheit und Eigenverantwortung empfinde ich als sehr angenehm und motivierend.
Gabriel, der Brasilianer, den ich während meines vorhergehenden Volontariats in Yanque kennengelernt habe und der auch ein Freund von Vívian ist, gesellt sich etwa eine Woche nach unserer Anreise zu uns.
Gemeinsam können wir das größtes Projekt, die aufwendige Wiederherstellung einer Stufenanlagen aus Beton, angehen und erfolgreich fertigstellen. Zudem erledigen wir kleinere Instandhaltungs- und Pflegemaßnahmen rund ums Grundstück.
In unserer Freizeit unternehmen wir unter anderem eine schöne Wanderung zu den nahegelegenen Wasserfällen von Arin und besuchen die historischen Salzbecken von Maras sowie das hübsche Pisac und Urubamba.
Außerdem kochen und backen wir gemeinsam, machen Lagerfeuer und bereiten dabei Stockbrot und Pizza zu.
Die insgesamt vier Wochen hier vergehen wie im Flug und bescheren mir viele neue Erfahrungen, aus denen ich viel lernen kann. Neben meinen handwerklichen Fähigkeiten profitieren auch meine portugiesisch Kenntnisse vom brasilianisch-deutschen Zusammenleben.Læs mere











