Limón - Las Aguas Risas
4. aug.–1. sep. 2024, Ecuador ⋅ ☀️ 23 °C
Nach drei intensiven Wochen des Reisens, steht jetzt wieder eine etwas ruhigere Zeit an. Circa 100 Kilometer östlich von Cuneca, im Übergangsbereich vom andinen Hochland zum tropischen Tiefland, haben wir ein weiteres Volontariat gefunden.
Das us-amerikanische Ehepaar Terry (64) und Micheal (58) haben hier vor zwei Jahren rund 100 Hektar Land gekauft und sind nun dabei, es in ein Naturreservat umzuwandeln. Ihr größter Gegner ist ein invasives Gras, das sich unkontrolliert auf dem Grundstück ausbreitet. Wir verbringen viel Zeit damit, dieses zu schneiden, heraus zu reißen und zu schreddern. Dadurch erschließen wir neue Flächen für spätere Baumpflanzungen oder halten grundstückseigene Wanderwege frei. Außerdem reinigen wir zwei der zahlreichen Teiche und erneuern ihre Frischwasserzufuhr.
Auf dem Grundstück verlaufen zudem ein Bach und ein Fluss. Der Bach bildet unweit des Haupthauses, in dem wir untergebracht sind, einen kleinen natürlichen Pool. Nach getaner Arbeit, suchen wir beinahe täglich diese idyllische Badestelle auf, um uns zu erfrischen. Es braucht knapp eine Stunde Wanderung bergauf, verbunden mit mehreren Flussdurchquerungen, um zu einem wunderschönen Wasserfall mitten im Regenwald zu gelangen. Diesen haben wir ganz für uns allein und können dort eine herrliche Dusche genießen.
Überall und jederzeit gibt es unendlich viel zu entdecken. Die Bandbreite reicht von spannender Flora, über einzigartige Insekten, bis hin zu farbenfrohen Vögeln mit auffälligen Gesängen. Und auch nachts können wir mit Hilfe des Teleskops, aber auch mit bloßem Auge, einen beeindruckenden Sternenhimmel beobachten.
Die beiden leben schon seit mehreren Jahrzehnten vegan und Terry verwöhnt uns täglich mit leckerem Essen, bei dem es uns an nichts fehlt. Abgesehen vom Frühstück, teilen wir alle Mahlzeiten miteinander und wir können viel von ihnen und ihrer Geschichte lernen.
Ihr Anwesen ist ziemlich abgelegen und etwa 45 Minuten Autofahrt von der nächsten Kleinstadt Limón entfernt. So kommt es, dass wir in den vier Wochen, die wir hier verbringen, das Grundstück kein einziges Mal verlassen.Læs mere











