• Isla de la Plata

    8. september 2024, Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Nur etwa 40 Kilometer von der Küste entfernt, liegt die kleine Isla de la Plata und ist damit deutlich einfacher und günstiger erreichbar als die mehr als 1.000 Kilometer entfernten Galapagosinseln. In ihrer Artenvielfalt gilt sie als vergleichbar einzigartig und so unternehme ich einen organisierten Bootsausflug dorthin, um das ganze mit eigenen Augen sehen zu können.
    Das eigentliche Highlight des Tages erlebe ich allerdings schon auf dem Hinweg, denn kurz vor dem Erreichen der Insel treffen wir auf eine Gruppe Buckelwale. Drei Erwachsene und ein Jungtier schwimmen in unmittelbarer Nähe zu unserem kleinen Boot und vor allem der neugierige und verspielte Nachwuchs begeistert mit akrobatischen Sprüngen. Die ausgewachsenen Exemplare haben eine Länge von etwa 15 Metern und sind damit deutlich größer als unser Boot. Sie zeigen uns ihren charakteristischen Buckel beim Abtauchen, ihre riesige Schwanzflosse und die Blas genannte Nebelfontäne, die beim Ausatmen entsteht. Innerhalb der nächsten Wochen werden sie sich auf ihren weiten Weg in Richtung Antarktis machen, wo sie den Sommer verbringen werden.
    Als wir wenig später auf der Insel ankommen, erwartet uns ein kurzer Rundgang, begleitet von interessanten Erklärungen. Wir stoßen unter anderem auf die hübschen Blaufußtölpel, deren Füße sich, ähnliche wie bei den Flamingos, in Abhängigkeit von ihrer Nahrung unterschiedlich verfärben.
    Zurück auf dem Boot gibt es eine kleine Stärkung und wir fahren ein paar Meter weiter zu einer ruhigen Bucht der Insel, um dort Schnorcheln zu gehen. Im angenehm milden Wasser kann ich einen unglaublichen Artenreichtum entdecken. Diese reicht von Schildkröten, über Korallen bis zu zahllosen Fischarten wie Moräne, Kofferfisch und Skalar.
    Auf dem Rückweg haben wir noch einmal das Glück auf einen springenden Buckelwalbzu treffen und zum Abschied winkt er uns mit seiner Flosse.
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