• Parque Nacional Natural Tayrona

    30. nov.–1. dec. 2024, Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir reisen weiter in Richtung Nordosten bis nach Santa Marta. Die Großstadt selbst ist nicht sonderlich sehenswert, aber der Nationalpark Tayrona liegt ganz in ihrer Nähe.
    Eingeklemmt zwischen dem karibischen Meer und der Bergkette Sierra Nevada de Santa Marta, die als höchstes Küstengebirge der Welt gilt, zählt er zu den bedeutendsten des Landes und weist sowohl im Wasser als auch an Land eine große Artenvielfalt auf.
    Wir lassen den Großteil unseres Gepäcks in Santa Marta und unternehme eine kurze Busfahrt vom bis zum westlichen Parkeingang in der Gemeinde Calabazo. Von hier aus wandern wir knapp acht Kilometer durch dichten Dschungel bis zur Playa Brava. Wir sind beinahe allein auf diesem Weg unterwegs und erst am Strand treffen wir auf andere Wanderer, die gemeinsam mit uns die Nacht in der Ecolode Teyumakke verbringen wollen. Neben hübschen Bungalows gibt es hier auch die Möglichkeit, unter einem Dach aus Palmenwedeln in der Hängematte mit Blick aufs Meer zu übernachten. Wir nutzen diese preiswerte Alternative und lassen uns von Wellenrauschen und Gewitter in den Schlaf begleiten.
    Dieser Strand ist einer der am wenigsten besuchten im Nationalpark und so können wir die traumhafte Kulisse und das Bad im knapp 30° C warmen Wasser in Ruhe genießen.
    Nach einer erholsamen Nacht steht am nächsten Morgen die mit 17 Kilometern deutlich längere und anstrengendere Etappe in Richtung Osten an. Der Weg führt uns erst ein Stück zurück ins Landesinnere und später immer entlang der Küste. Unterwegs können wir nicht nur eine abwechslungsreiche Fauna, sondern auch verschiedene Tierarten wie Agutis, Affen und Amphibien beobachten. Wir kommen an zahlreichen wunderschönen Stränden vorbei, die allerdings deutlich stärker besucht und weniger ruhig sind.
    Durch den intensiven Einsatz von Pferden als Transportmittel sind die Wege in diesem Bereich teilweise in sehr schlechtem Zustand. Andere Abschnitts sind dafür umso schöner und werden von Kokospalmen gesäumt oder bieten tolle Ausblicke auf die vom Dschungel umrahmte Küste.
    Erschöpft von der Hitze und dem langen Marsch kommen wir am späten Nachmittag am östlichen Parkeingang an und machen uns auf den Rückweg nach Santa Marta.
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