• Lençóis

    11.–13. feb. 2025, Brasilien ⋅ ⛅ 29 °C

    Von Aracaju aus bringt mich eine fünfstündige Mitfahrgelegenheit in den nächsten Bundesstaat namens Bahia und in dessen Hauptstadt Salvador. Dort übernehme ich einen Mietwagen und setze noch am selben Tag meine Reise fort: Sieben Stunden fahre ich gen Westen, begleitet von drei Mitreisenden, die ich ebenfalls über BlaBlaCar gefunden habe. Unser Ziel ist die sehr bekannte Region der Chapada Diamantina.

    Nach einem langen Tag ist mein erster Stopp ist das charmante Städtchen Lençóis, in dem ich einige Nächte verbringe. Die Region verdankt ihren Namen den Diamanten, die hier im 19. Jahrhundert entdeckt wurden und einen regelrechten Boom auslösten. Einst war die Gegend von Goldsuchern und Abenteurern geprägt, die die Landschaft auf der Suche nach Reichtum durchwühlten. Heute bildet der Parque Nacional da Chapada Diamantina einen krassen Kontrast zur damaligen Ausbeutung: 1985 gegründet, schützt er die einzigartige Natur der Region, die von beeindruckenden Felsformationen, tiefen Tälern und unzähligen Wasserfällen geprägt ist.

    Ein besonderes Highlight ist der Besuch der Gruta da Lapa Doce, der zweitgrößten Höhlen Brasiliens mit einer kartierten Länge von etwa 42 Kilometern. Für Besucher sind rund 850 Meter zugänglich, die in geführten Touren erkundet werden können. Die Höhle beeindruckt mit majestätischen Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrtausende entstanden sind. Der größte Saal der Höhle misst beeindruckende 60 Meter in der Breite. Der Zugang erfolgt über einen kurzen Abstieg, gefolgt von einem Spaziergang durch die faszinierende Unterwelt.

    Ein weiteres tolles Erlebnis ist der Ausflug zum Poço do Diabo, einer malerischen Badestelle, die über eine kurze Wanderung entlang des Rio Mucugezinho erreichbar ist. Am Ziel erwartet mich ein erfrischendes Naturbecken mit einem beeindruckenden Wasserfall, der zum Schwimmen und Entspannen einlädt. Da ich erst am späteren Nachmittag ankomme, habe ich die Idylle ganz für mich allein.

    Den krönenden Abschluss bildet der Aufstieg zum Morro do Pai Inácio, einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Chapada Diamantina. Der Aufstieg ist zwar steil, aber in etwa 20 Minuten zu bewältigen. Oben angekommen, werde ich mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panoramablick über die umliegende Landschaft mit majestätischen Tafelbergen belohnt.
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