Ciudad de México Teil 1
27–29 Mac 2025, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C
Von San Miguel de Allende reise ich per Mitfahrgelegenheit weiter in die mexikanische Hauptstadt. Der Umstieg in Santiago de Querétaro klappt reibungslos, nach etwa fünf Stunden Fahrt erreiche ich die riesige Metropole. Mexiko-Stadt liegt auf rund 2.250 Metern Höhe und zählt über 20 Millionen Einwohner in der Metropolregion – eine der größten Städte der Welt.
Der erste Eindruck ist überwältigend. Besonders eindrucksvoll finde ich den Palacio de Bellas Artes mit seiner opulenten Architektur und der markanten Kuppel aus gelb-orangefarbenen Kacheln. Direkt daneben lädt die grüne Alameda Central zum Durchatmen ein: breite Wege unter alten Bäumen, zahlreiche Fontänen und Straßencafés, in denen sich das Leben der Stadt spiegelt.
Ein paar Blocks weiter öffnet sich plötzlich ein riesiger, steinener Platz – die Plaza de la Constitución, besser bekannt als Zócalo. Er gehört zu den größten Stadtplätzen der Welt und wirkt mit seiner weiten Fläche fast surreal. Die gewaltige Kathedrale am Rand ist ein Symbol der spanischen Kolonialmacht. Dazwischen entdecke ich eine kleine Gruppe von Maya, die traditionelle Reinigungszeremonien an Touristen durchführen. Mit duftendem Rauch, Federn und rituellen Gesten schaffen sie Momente der Stille mitten im Trubel.
Gleich neben dem Platz stoße ich auf die Überreste des Templo Mayor, einst eines der wichtigsten religiösen Zentren des Aztekenreichs. Hier wird greifbar, wie sehr sich Geschichte und Gegenwart überlagern: Mexiko-Stadt wurde buchstäblich auf den Ruinen von Tenochtitlán erbaut, der einstigen Hauptstadt der Azteken.
Etwas weiter nördlich liegt die futuristische Biblioteca Vasconcelos, eine riesige, moderne Bibliothek mit schwebenden Bücherregalen, Pflanzenwänden und beeindruckender Raumwirkung – ein Paradies für Architektur- und Buchliebhaber.
Ein schöner Kontrast zur Monumentalität der Innenstadt ist die Alameda de Santa María la Ribera. Hier steht nicht nur der prachtvolle Kiosko Morisco, ein filigraner Pavillon aus gusseisernem Ornament, sondern es wird auch getanzt: Jeden Sonntag verwandelt sich der Park in eine große Tanzfläche. Alt und jung, elegant gekleidet oder spontan dazugestoßen – sie alle feiern gemeinsam das Leben mit Cumbia, Salsa und viel Gefühl.Baca lagi





















