• Ciudad de México Teil 2

    Mar 30–Apr 1, 2025 in Mexico ⋅ ☀️ 28 °C

    Abseits des historischen Zentrums entdecke ich eine ganz andere Seite von Mexiko-Stadt: grüne, ruhige Wohnviertel mit ganz eigenem Charakter. Was mich besonders überrascht, ist der enorme Grünanteil. Kaum eine Großstadt, die ich kenne, wirkt trotz ihrer Größe und Dichte so durchgrünt. Alte Bäume säumen die Straßen, bilden ein schattenspendendes Blätterdach, viele Gehwege sind bepflanzt und durch grüne Streifen von der Straße getrennt. Das schafft nicht nur Raum zum Durchatmen, sondern auch ein Gefühl von Lebensqualität.

    In der Colonia Condesa spaziere ich durch gepflegte Parks, allen voran den Parque México und den Parque España. Besonders gefällt mir die ringförmige Avenida Ámsterdam, die wie ein grüner Boulevard um die alte Pferderennbahn verläuft.

    Direkt daneben liegt Roma Norte, eines der charmantesten Viertel der Stadt. Die Straßen sind gesäumt von Jugendstilfassaden und restaurierten Stadtvillen. Die vielen Cafés, Boutiquen und Galerien fügen sich harmonisch in das grüne Straßenbild ein. Überall alte Bäume, deren Äste wie Bögen über die Gehwege ragen.

    Weiter südlich erreiche ich Coyoacán. Hier lebt die Erinnerung an Frida Kahlo, deren ehemaliges Wohnhaus heute ein vielbesuchtes Museum ist. Doch auch abseits davon hat der Stadtteil viel Flair: kopfsteingepflasterte Gassen, lebendige Plätze und eine fast dörfliche Atmosphäre machen ihn zu einem Ort der Ruhe mitten in der Großstadt.

    Nicht weit entfernt entdecke ich Chimalistac, ein kleines, fast verstecktes Viertel mit alten Villen, engen Gassen und dichten Gärten. Es wirkt wie eine Zeitkapsel aus der Kolonialzeit. Ganz in der Nähe, in San Ángel, besuche ich den Bazar del Sábado, einen Kunst- und Handwerksmarkt mit hochwertigen Arbeiten lokaler Künstler. In den eleganten Innenhöfen und auf den gepflasterten Wegen herrscht samstägliche Gelassenheit.

    Diese Wohnviertel zeigen mir eine andere Seite der Millionenmetropole: lebensnah, ästhetisch, überraschend grün. Und sie lassen mich verstehen, warum viele Menschen hier gerne leben.
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