Teotihuacán
31. marts 2025, Mexico ⋅ ☀️ 29 °C
Den Abschluss meines Aufenthalts in Mexiko-Stadt bildet die Ruinenstadt Teotihuacán. Sie liegt etwas außerhalb der Stadtgrenzen und ist eine der bedeutendste präkolumbische Ruinen Mesoamerikas.
Teotihuacán war einst eine der größten Städte der Welt. Auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit, zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert, lebten hier vermutlich bis zu 200.000 Menschen. Wer die Stadt erbaut hat, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Sicher ist nur: Die Azteken, die Jahrhunderte später hierher kamen, hielten den Ort für heilig und gaben ihm seinen heutigen Namen: Ort, an dem die Menschen zu Göttern werden.
Ich beginne meinen Rundgang auf der Calzada de los Muertos, der zentralen Achse, die schnurgerade durch das weite Areal verläuft. Links und rechts säumen die Überreste einstiger Paläste, Tempel und Wohnkomplexe meinen Weg. Die Dimensionen sind gewaltig.
Am nördlichen Ende der Straße erhebt sich die Pyramide des Mondes, in ihrer Form etwas kompakter, aber fast genauso hoch wie die Sonnenpyramide, die etwas weiter südlich den Mittelpunkt des Geländes bildet. Leider darf man heute nicht mehr auf die Pyramiden hinaufsteigen, zu groß ist die Gefahr, dass der Andrang sie beschädigt. Dennoch lässt sich von unten die monumentale Größe spüren: über 200 Meter Kantenlänge und fast 65 Meter hoch.
Noch beeindruckender ist für mich der Tempel des Quetzalcóatl, eines der kunstvollsten Bauwerke der Anlage. Reich verziert mit steinernen Schlangenköpfen, Masken und Symbolen, strahlt er eine fast mystische Energie aus. Wie viele andere Gebäude in Teotihuacán wurde auch dieser Tempel im Laufe der Zeit teilweise überbaut. Spätere Generationen errichteten neue Strukturen direkt auf den alten Fundamenten. Das macht die Stadt zu einem vielschichtigen archäologischen Puzzle.
Auf dem Gelände entdecke ich farbige Wandmalereien, restaurierte Mosaike und Überreste religiöser Symbole. Zeichen einer hochentwickelten Kultur, deren Geschichte noch immer viele Rätsel birgt. Vieles, was ich hier sehe, finde ich in Erinnerung wieder in den Ausstellungen des Anthropologischen Museums. Theorie und Praxis verbinden sich, Geschichte wird greifbar.Læs mere









