Ciudad de Panamá
Sep 13–22, 2025 in Panama ⋅ ⛅ 31 °C
Von El Valle de Antón aus erreichen wir Panamá-Stadt nach einer kurzen, unkomplizierten Busfahrt. Schon auf den letzten Kilometern kündigt sich die Metropole an: zwischen den grünen Hügeln ragen plötzlich gläserne Türme auf, und der Verkehr wird dichter. Der Kontrast zum stillen, von Bergen umgebenen El Valle könnte kaum größer sein.
Panamá-Stadt zählt kbapp 1,5 Millionen Einwohner und ist das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum des Landes. Sie ist ein Ort der Gegensätze, an dem Geschichte und Moderne direkt nebeneinander existieren. Auf der einen Seite stehen mächtige Hochhäuser aus Glas und Stahl entlang der Pazifikküste, auf der anderen die engen Gassen des Casco Viejo mit ihren bunten Fassaden, alten Balkonen und liebevoll restaurierten Kolonialbauten. Dazwischen liegen Plätze voller Leben, Straßenmusik und Händler, die Molas verkaufen, kunstvoll genähte Stoffarbeiten aus der Kultur der indigenen Guna.
Wir verbringen viele Stunden im Casco Viejo, schlendern durch die kopfsteingepflasterten Straßen, genießen den Blick auf die Skyline am Horizont und lassen uns vom Wechselspiel zwischen alt und neu einfangen. Die Cinta Costera, eine lange Uferpromenade, lädt zu Spaziergängen bei Sonnenuntergang ein, während auf der gegenüberliegenden Seite das Meer in warmen Farben schimmert. Ein weiteres Highlight ist die Calzada de Amador, eine aufgeschüttete Landzunge mit kleinen Inseln am Ende, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Eingang des berühmten Panamakanals hat. Wir mieten Fahrräder und erkunden die Strecke gemütlich, begleitet vom Wind des Meeres und dem stetigen Panorama der Skyline.
Ein besonders schöner Aussichtspunkt ist der Cerro Ancón. Vom grünen Hügel aus überblicken wir die gesamte Stadt, die glitzernden Hochhäuser, die Altstadt, den Kanal und die mächtige Puente de las Américas, die sich weit über das Wasser spannt. Hier oben wird mir noch einmal bewusst, welche Bedeutung Panamá als Verbindung zwischen zwei Ozeanen, zwei Kontinenten und zwei Welten hat.
Zwischendurch kehren wir immer wieder im Mercado San Felipe Neri ein, einer modernen, sauberen Markthalle im Herzen der Stadt, wo es köstliche lokale Gerichte und frische Säfte zu kleinen Preisen gibt.
Vívians Freundin Heidy lebt hier und zeigt uns einige ihrer Lieblingsorte. Mit ihr erleben wir die Stadt noch einmal aus einer anderen Perspektive. Eines Abends nimmt sie uns mit zu einer Tanz- und Musikaufführung der Guna, bei der traditionelle Rhythmen, bunte Kleidung und Geschichten aus der Mythologie ihrer Gemeinschaft die Bühne erfüllen. Es ist ein eindrucksvoller Abschluss unserer Zeit in Panamá-Stadt und zugleich ein symbolischer Moment für mich.
Denn hier endet meine Reise durch Lateinamerika. Hinter mir liegen unzählige Kilometer, Begegnungen, Erlebnisse und stille Momente, die sich zu einem großen Ganzen fügen. Jedes Land hat mich auf seine Weise geprägt, jedes hat Spuren hinterlassen. Es ist schwer, all das in Worte zu fassen. Ich fühle Dankbarkeit, etwas Wehmut, aber vor allem Frieden. Denn ich weiß, dass diese Monate mich verändert haben und immer ein Teil von mir bleiben werden.Read more




























Traveler
Danke für die wunderschönen Bilder