• Von Thun bis Bern 💦🌊🏄🏼‍♂️👙🦄🤣

    August 16, 2025 in Switzerland ⋅ 🌙 20 °C

    Von Thun nach Bern – 46 km auf der Aare mit dem SUP

    Der Tag beginnt im Schlüpfer

    05:45 Uhr: Noch im Schlüpfer, mit zerzausten Haaren im Bad, frage ich mich ernsthaft, warum ich mir das antue.

    25 Minuten später kurvt Simone schon auf meinen Hof. Während sie fast startklar ist, kämpfe ich noch mit mir selbst. Irgendwie passt das.

    Kaffeehaus-Atmosphäre in Bad Säckingen

    08:10 Uhr: Wir landen pünktlich bei Volker. Die Jungs sitzen dort wie im Wiener Kaffeehaus und lassen sich Kaffeespezialitäten servieren. Das Abenteuer hat noch nicht begonnen, aber immerhin sind wir vollzählig. Ein gutes Zeichen.

    Thun: mehr Festival als Einstieg

    10:00 Uhr: Menschenmassen am Ufer! Überall Schlauchboote, Gummitiere und improvisierte Flöße. Die Schlange zum Einwassern ist endlos. Schließlich geht es los – und gleich beim Einstieg verabschieden sich mein Essen und mein Wein in die Strömung. Zum Glück kann ich beides retten. Ohne Wein wäre das Abenteuer wohl abrupt beendet gewesen.

    Leroy gegen die Strömung

    Kurz darauf kentert Leroy – mit Rucksack auf dem Rücken. Ein Bild für die Götter, aber auch ein bisschen ernst: die Strömung ist so stark, dass ich ihm nicht helfen kann. Er kämpft sich allein wieder auf sein Board. Da wird uns klar, dass die Aare heute unser Gegner bleibt.

    Nach und nach gehen fast alle mal unfreiwillig baden. Nur ich bleibe trocken – und werde das vermutlich noch Jahre erwähnen.

    Wildwasser und Picknick

    Wildwasser Stufe 1–3 fordert uns ordentlich, aber der Fluss ist ein Traum: glasklar, blau in allen Schattierungen. Zwischen hunderten Booten und Schwimmern fühlt man sich fast wie mitten in einem Sommerfestival.

    Unterwegs packen wir alles aus, was die Rucksäcke hergeben: Würstchen, Kuchen, Snacks. Dazu gibt’s Prosecco von Leroy – eine gute Idee zum Start, eine noch bessere mitten auf dem Wasser.

    Umtragen in Bern

    In Bern müssen wir umtragen. Das dauert, aber mein neu gekaufter Bootswagen entpuppt sich als Geheimwaffe. Danach wechseln die Eindrücke: weniger Boote, dafür jede Menge Schwimmer.

    Frank und die fehlende Finne

    Nach 46 km erreichen wir den Campingplatz. Wir sind platt. Am meisten Frank – er hatte gleich morgens seine Finne verloren und fuhr den Rest des Tages mehr rutschend als paddelnd. Kein Wunder, dass er am häufigsten im Wasser landete.

    SUP-Zelte und Abendmahl

    Abends bauen wir die SUP-Zelte auf, die erstaunlich schnell stehen. Nach 46 km fühlt sich jedes Zelt wie ein Luxushotel an. Zum Essen werfen wir einfach alles zusammen, was die Rucksäcke noch hergeben.

    Fazit

    Ein langer, anstrengender, aber wunderschöner Tag auf der Aare. Morgen beraten wir, ob wir wirklich weiter paddeln – oder ob wir einfach so tun, als hätten wir’s vorgehabt, und die Beine hochlegen.
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