• Fukuoka: Die beste Show, die ich je NICHT sah

    May 6 in Japan ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach all den Tempeln und Schreinen hatte ich Lust auf die moderne Welt mit Menschen-Studium und Food. Dabei erlebte ich wieder einige lustige Sachen. Das Highlight: Die beste Show, die ich je NICHT sah.

    Zuerst lief ich die Kawabata Einkaufsstrasse herunter. Diese traditionelle Passage ist ein Fest für die Sinne. Die Geschäfte quellen über vor Waren, verlockende kleine Restaurants und Essensstände erfüllen die Luft mit köstlichen Aromen und es herrscht eine lebendige, gute Energie. Hier gönnte ich mir endlich das erste Sushi meiner Reise. Ich wollte damit bis Japan warten und wo hätte es besser sein können als in Fukuoka am Meer.

    Dann spazierte ich dem Fluss entlang zur Canal City, einem dynamischen Einkaufs- und Unterhaltungskomplex. Ich hatte gelesen, dass es hier eine faszinierende Springbrunnenshow mit Lichtern, Musik und Wasserartistik gebe. Und der Zufall wollte es, dass ich um 14:55 Uhr dort ankam und um 15 Uhr eine Show startete. Leider ohne mich. Ich war zwar anwesend, aber es hatte dermassen viele Leute, dass ich keine Chance hatte, etwas zu sehen. Ein wenig Springbrunnen schaute zwar mal oben heraus. Aber gemäss Reaktionen der Menschen, war das die Hammer-Show. Leider sah ich sie nicht und verstand auch nicht, was ständig übers Mikrofon geschrieen wurde. Trotzdem war es total lustig.

    Was ist mir sonst noch aufgefallen? Viele alte Taxis, viele neue kleine E-Autos (alle kurz, eckig, hoch), Protzkarren sind aber auch unterwegs. Ungewohnte Modestyles: Anime- und Gothic (Gothic Lolita). Diese Mode ist offenbar tief in der japanischen Kultur verwurzelt und dient als Ausdruck von Individualität gegen gesellschaftlichen Druck. Interessante Seitenstrassen, schmal, sauber, ruhig. Unglaublich viele Einkaufszentren. Überall viel Personal, das schnell und fehlerfrei organisiert (z. B. beim Zoll, an der Hotel-Rezeption, im Restaurant, am Bahnhof, im Einkaufscenter). In den Restaurants hat es Körbe am Boden unter den Tischen für die Handtaschen der Frauen und Mäntel oder Jacken.

    Fukuoka ist eine lässige Stadt, deren Highlights gut zu Fuss erkundet werden können. 1,6 Millionen Einwohnende leben hier. In der Präfektur sind es rund 6 Millionen. Offenbar kommen viele asiatische Touristen nach Fukuoka, da es relaxter zugeht als in Tokio, ein kompaktes Zentrum hat und etwas günstiger ist. Mir hat es sehr gut gefallen. Ich hätte auch noch einen Tag länger hier verbringen können, um die Küste zu erkunden. Aber morgen geht es für mich bereits wieder weiter nach Hiroshima.
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