Hakone: Superstar Mount Fuji
May 18 in Japan ⋅ ☀️ 25 °C
Ehrlich, ich habe das Getue um den Mount Fuji bisher nicht so verstanden. Als Schweizerin sind mir Berge ja nicht wirklich fremd … Aber das ist seit heute anders. Erstens habe ich den Mount Fuji klar und deutlich gesehen, das war ein seltenes Geschenk der Natur. Zweitens konnte ich das Glück, die Ehrfurcht und die Faszination in den Gesichtern der JapanerInnen beobachten und habe realisiert, dass Mount Fuji für sie viel mehr ist als nur ein Vulkan oder ein Berg.
Mount Fuji ist DAS Symbol Japans, ein heiliger Ort, vielleicht sogar die visuelle Seele. Er steht im Shintoismus und Buddhismus für Reinheit, Ewigkeit, Übergang und Verbindung zwischen Himmel und Erde. Er ist Kunstmotiv, Pilgerziel, kommt vor in Büchern, Filmen, Werbung . Mount Fuji ist ein Superstar – aber eben auch ein aktiver Vulkan. Der letzte Ausbruch war 1707.
Ein weiterer Ausbruch könnte sein Aussehen stark verändern. Dazu kommt, dass der Fuji aufgrund des Wetters nur an durchschnittlich 80 bis 120 Tagen pro Jahr sichtbar ist. Man weiss also nicht, wie lange der grosse Schlingel noch so steht und ob er gerade Lust hat, sich zu zeigen. Deshalb fühlt man sich privilegiert, ihn gesehen zu haben. Und ich verstehe nun die Liebe der Japaner zu ihrem Berg.
Ich habe den Mount Fuji vom wunderschön gelegenen Ashi See aus auf einem Piratenschiff erblickt. Erst kam das im Wasser stehende Torii «Tor des Friedens» des Hakone-Schreins ins Blickfeld und gleich danach der Fuji. Zusammen bilden sie eines der ikonischsten Motive Japans. Hinreissend.
Doch in der Tiefe lauert die Gefahr. In dieser Gegend gibt es Magmabewegungen und regelmässig kleine Erdbeben. Japan überwacht den Mount Fuji permanent. Wie ein Vulkan auch aussehen kann, habe ich mit der Gondel über dem Hakone Vulkan sehen können: Die Erde lebt. Dampf, Schwefel, Hitze, Gestank. Höllisch. Da wird einem ein bisschen anders.
Zum Glück nicht für lange. Denn schon wenig später konnte ich von der lebenden Erde direkt profitieren. Ich war in Hakone in ein Onsen mitten im Wald gegangen und durfte im heissen Quellwasser wunderbar entspannen. Einfach so im Wasser liegen, die grossen Bäume anschauen, das Spiel von Licht und Schatten beobachten, den Geschichten des Windes und des Wassers lauschen, mit den Gedanken in einen Flow geraten. Das hatte etwas Hypnotisches.
Die Onsen in Japan sind in der Regel geschlechtergetrennt, da nackt gebadet wird. Deshalb darf man nicht fotografieren. Ich habe ein Föteli aus dem Web hochgeladen.Read more
























Traveler
So schön 🤩. Du bist eben ein Glückspilz!
TravelerLiebe Petra. Jaaaaaaaa!
Traveler
Ich wusste gar nicht, dass Ninja nebst Mixern auch Boote baut 😂
Traveler🤣