• Sauteurs und Grenville

    25. januar 2024, Grenada ⋅ 🌬 28 °C

    Mein heutiger Ausflug hat mich in den Norden und Osten der Insel geführt. Genauer gesagt nach Sauteurs und Grenville.
    Beides eigentlich keine Städte mit besonders vielen Sehenswürdigkeiten. Sauteurs ist aufgrund seiner Geschichte einen Besuch wert. 1651 haben sich die Inselbewohner von einer 40 Meter hohen Klippe ins mehr gestürzt, da sie sich den Franzosen nicht ergeben wollten. Und ich habe heute noch erfahren, dass an dem kleineren Strand, die Menschen als erstes in/auf Grenada an Land gingen.
    Ich hab mir bei einer Straßenverkäuferin ein Chicken Roti und einen lokal juice in der Plastiktüte gekauft. Ich hatte mich so auf den Roti gefreut, aber leider waren da noch viele Knochen drin, dass es keinen Spaß gemacht hat, ihn zu Essen. Nachdem ich ein bisschen durch die Straßen geschlendert bin, kam ich an der Bushaltestelle vorbei. In diesem Moment kam ein Bus und ich wurde gefragt, ob ich nach Grenville möchte. Ohne lange zu überlegen bin ich eingestiegen. Ich dachte, ich sitze in einen Formel 1 Wagen, nicht im Bus. Ich bin ja jetzt schon öfters mit dem Bus gefahren, aber der Fahrer heute war schon krass. Aber auch der Busfahrer von Grenville nach St. George‘s…
    Von Grenville wusste ich gar nichts. Die Stadt hatte ich nur ausgesucht, um in den Osten der Insel zu fahren. Es ist eine kleine, aber sehr lebendige Stadt, hatte ich den Eindruck. Ich bin durch die beiden Hauptstraßen gelaufen und dann auch schon wieder zum Busbahnhof. Ich denke, mit mehr Zeit und dann nicht unbedingt in einer Stadt, ist der Osten, der recht dünn besiedelt ist und kaum Badestrände hat, eine Reise wert.
    Die Rückfahrt ging dann quer über die Insel. Durch den Grand Etang Nationalpark. Eine traumhaft schöne Landschaft mit tollen Ausblicken. Leider konnte ich das nicht wirklich genießen. Durch das Rasen des Busfahrers war ich eher damit beschäftigt, mir nicht ständig meinen Kopf anzuhauen. Die Busse sind so eng, für Personen über 1,80 m eine Zumutung. Wahrscheinlich hab ich morgen ganz blaue Knie. Bequem sitzen ist nicht möglich. Ich hab mir heute auch noch gedacht, ich bin froh, dass ich auf Grenada keinen Standortwechsel habe. Das wäre mit dem großen Rucksack eine Katastrophe geworden.
    Zurück in der Hauptstadt, schnell den Bus gewechselt, hier durfte ich dann den Türöffner und -schließer spielen. Noch was einkaufen und dann zu Fuß nach Hause.
    Heute gibt es zum Abendessen mal zur Abwechslung Brotzeit. Die letzten Tage gab’s immer Nudeln. Aber auch bei der Brotzeit ist die Auswahl sehr gering. Brot, Tomaten, Paprika, Käse (das war auch mein Frühstück die Tage…) und Avocado.
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