Tag 1 in Angola
4 novembre 2024, Angola ⋅ ☁️ 35 °C
Der heutige Tag stand im Zeichen der Grenzformalitäten zur Einfahrt in Angola.
Unsere angolanische Führerin Martha meinte, dass es maximal 2 Stunden dauern würde. In der Realität waren es denn doch über 4 Stunden bis alle Formalitäten geklärt waren. Es ist halt Afrika. Man weiss nie was alles so gewollt (wird). Uns fehlten in dem Fall Fotokopien unsere Autopapiere und Führerschein. Das klingt einfach, aber an einem Grenzübergang ohne Computer (alles wird von Hand in Listen eingetragen) ist das Finden eines Kopiergerätes (elektrisch 21. Jahrhundert) eine echte Herausforderung. Letztendlich müssten wir zurück zum namibischen Zoll, um dort Kopien zu bekommen. Danach war alles easy. Leider, leider darf man keine Fotos in diesen staatlichen Gebäuden machen (sonst gibt‘s Haue). Hätte gern welche gemacht. Da war z.B. der Grenzer am Schlagbaum. Stramme Uniform am Körper und an einem Fuß ein Kampfstiefel und am anderen Fuß eine Flip-Flop-Sandale. Das war durchaus lustig an zuschauen. Bei der Inspektion der Autos war Cola die Währung. Eine kalte Cola und der Zöllner war ruck zuck fertig.
Dann endlich, nach 4 Stunden ging‘s in unser eigentliches Ziel Angola.
Nach kurzer Fahrt auf der „Haupstraße“ haben wir unser erstes Camp im Busch gemacht. Martha ging zum lokalen Dorfchief und hat um Erlaubnis gefragt. Alles kein Problem. Wir waren denn auch die Attraktion und so hatten wir reichlich Besuch aus den umliegenden Hütten. Die Menschen hier leben ihr Stammesleben abseits der Zivilisation. Keine Schule. Kühe bzw. Ziegen ist
die Währungseinheit. Martha erzählte uns nach dem Abendessen einiges über Angola und die hiesigen Stämme. Ein Mann kann so viele Frauen habe wie er sich leisten kann (=je mehr Kühe desto mehr Frauen). Martha hat beispielsweise 28 Geschwister. Mädchen werden mit 13 in einer Zeremonie vom Mädchen in den Frauenstatus gehoben. Ab dem Moment können/werden sie verheiratet (= s‘ kostet Kühe). Jungs werden im Alter von 9 Jahren einem Ritus (Beschneidung) unterzogen und gehen dann für 1 Monat in den Busch. So lange bis die Operation verheilt ist.
Beim Besuch der Einheimischen wurden unsere Zelte bestaunt. Für die waren unsere Zelte Häuser. Ein Mädchen wollte, dass wir hierbleiben und Häuser bauen.
Und das Wetter? Heiß mit tagsüber hoch in den 30ßigern und Nachts Mitte der 20ziger. Ergo = schön warm 😁.
Morgen geht‘s weiter auf den Hauptstraßen Angolas. Alles Rumpelpisten mit hohen Offroad Anteil. 10 km = 1 Stunde. Mal schauen wie weit wir kommen.Leggi altro









Viaggiatore
5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟