Tag 2: Angola hautnah
5 novembre 2024, Angola ⋅ ☀️ 19 °C
5 Uhr war die Nacht rum. Es war wunderbar! Die Temperaturen angenehm, der morgendliche Sonnenaufgang ein Gedicht. Früh morgen wurden schon Ziegen durch unser Lager getrieben und die einige der Einheimischen statten uns schon einen „Lass-uns-Weiße-gucken“ Besuch ab.
Als auch wir in Richtung Frühstück steuerten kamen immer mehr von den Einheimischen. Es wurde Brennholz gegen Essen getauscht (wir bekamen Brennholz gegen Essen) und frisches Obst eingekauft. Wir wurden bestaunt wie im Zoo, nur dass wir die Anschauungsobjekte waren.
Nach dem Frühstück ging‘s los. 8 Stunden pures Offroad fahren durch‘s angolanische Hinterland. Anspruchsvoll aber dennoch sehr schon. Obwohl wir wirklich abseits aller Pfade unterwegs waren sahen wir keine wilden Tiere (Antilopen o.ä.). Alles wie leergefegt. Warum? Martha meinte, dass alle wilden Tiere von den Einheimischen gejagt und erlegt wurden.
Abend im 16 Uhr trafen wie in einer kleinen Ortschaft ein und mussten uns erstmal bei der Polizei anmelden. Der Empfang war freundlich und nett. Es wurde alles geprüft und von uns und unseren Autos Fotos gemacht. Wofür? Keine Ahnung!
Nachdem wir offiziell Willkommen geheißen wurden ging‘s auf den lokalen Markt. Hier war das wirkliche Afrika. Nichts aufgehübscht und vorbereitet für Touris, sondern der Markt für die lokalen Menschen. Fünf verschieden Stämme treffen sich hier um Güter auszutauschen. Martha nannte uns die Namen, aber die waren mir zu kompliziert bzw. hab sie gleich wieder vergessen.
In einer Bar (Hütte) tranken wir unser erstes angolanisches Bier „N‘Gola“. Nicht schlecht. Da war auch ein Fernseher. Was lief? Fussball! Barcelona gegen Bayern München! Mitten im angolanischen Nirgendwo.
Auf dem Markt waren wir natürlich DIE Attraktion. Trauben von Kindern und Frauen hängten sich an unsere Fersen. Das war zwar spannend und interessant und ich hätte gern tausende von Fotos geschossen, aber es fühlte sich nicht richtig an. Ausserdem -so Martha- müssten wir für Fotos einen Obulus an die Fotografierten entrichten (50 cent pro Foto). Schräg? Klaro! Aber die haben nicht viel und sind um jede Einkommensquelle dankbar.
Abend dann wieder Buschcamp ohne Dusche, ohne Toilette, dafür mit Spagetti Bolognese und Quizrunde am Lagerfeuer.Leggi altro




















