Moremi… …wenn die Hyäne auf Besuch kommt
28 April 2025, Botswana ⋅ ☁️ 27 °C
…es ist der 29.04., kurz nach 7 Uhr. Sitze im Landy und lasse mich von Udo durch die Schlaglöcher schaukeln… …schaukeln ist untertrieben… …das Eintauchen in die Löcher und über die Bodenwellen haut voll in die Gedärme… …Durchschnittsgeschwindigkeit 20 km/h (man will ja vorwärts kommen!)
Die heutige Etappe ist eine heftige. Vom Moremi North Gate über Savuti nach Ihaha. Das sind 4 - 7 Stunden je nach Beschaffenheit der Straße. Fast alles -vor allem Savuti- ist tiefer Sand. Den Reifendruck haben wir heute morgen auf 1,5-1,8 bar runtergenommen. Niedriger Reifendruck ist eine Voraussetzung, um durch tiefen Sand zu kommen ohne festzufahren. Garantie ist es allerdings keine.
Der gestrige Tag war ein Rasttag, d.h. wir blieben eine zweite Nacht im North Gate Camp. Für viele war‘s ein Tag de Waschens und des Entspannens nach der ersten Woche WOW. Und natürlich ein Tag für Gamedrives. Udo und ich waren morgens für zwei und nachmittags für fast vier Stunden unterwegs. Kreuz und quer durch den Moremi und entlang des Khwai Flusses. Wunderbare Landschaft! Tierwelt satt! Allerdings keine Raubkatzen. Ich hänge diesem Footprint einige Fotos an, die Markus mit einem Teleobjektiv aufgenommen hat. Meine sind mit dem Handy gemacht. Sie sind gut, aber kein Vergleich zu Martins‘.
Gestern Abend war schon 18 Uhr Abendessen. Christoph hatte wieder suuper gekocht. Es gab Rinderdfulet. Mieli Pap und Shakalaka (scharfes Gemüseallerei). Leeeecker!
Kurz nach 21 Uhr ging‘s ins Bettchen. Um halb Eins wurde ich wach da auf dem Nachbarcamp plötzlich remmi-demmi war. Geklapper, Geschepper, aufgeregte Stimmen (Südafrikaner). Klare Sache, Hyänen! Da es uns nicht betraf war unsererseits keine Action notwendig. Irgendwann war Ruhe bei den Südafrikanern. Und irgendwann wache ich auf und höre tapsen beim Zelt. Tapsen und Schnaufen. Und das wir nicht Udo‘s tapsen und schnaufen! Gemäß der altbewährten Vogel-Strauß—Politik, klappte ich Ohren und Augen zu und dachte „dieser Kelch wird an mir vorbeigehehen“. Nutzte nix. Das Tapsen und Schnauben blieb. Hinzu kamen Leckgeräusche und das Knarren der Scharniere unseres Tisches. Wie hatten nichts essbares draussen. Es stand unser Tisch und unsere Campingstühle. Da macht sich jemand an unserer Campingausrüstung zu schaffen. Das konnte ja so nicht weitergehen. Also hab ich meine Lampe geschnappt, auf maximal gestellt und rausgeleuchtet. Und wessen Gesicht traf mein Strahl? Klaro, Herr oder Frau Hyäne. In bestem Hochdeutsch brüllte ich „Hey! Hau ab!“ und hielt den Lampenstrahl direkt in die Augen der Hyäne gerichtet. Mein einwandfreies Hochdeutsch und die Kraft des Strahls zeigten Wirkung und die Hyäne zog ab. Fast gleichzeitig zog im Hintergrund ein Schatten vorbei. Die Körperform passte nicht zu einer Hyäne. Ich schenkte der schemenhaften Erscheinung keine weitere Bedeutung, bis Udo -den mein Brüller aufgeweckt hatte- meinte, dass das eine Löwin gewesen sei. Er sei aufgewacht und leuchtete aus dem Zelt. Und was sahen des Apothekers‘ Augen: Eine Löwin! Na das war eine schöner -unerwarteter- Besuch. Die restliche Nacht verlief ruhig.
Halb sechs war die Nacht rum. Alles aufgerödelt, einen Kaffee und einen Zwick und hieß‘ es „Hit the sand, Landy“Baca selengkapnya















wie spannend ,da haben wir ja bislang ja nur ‚Kindergartenreisen‘ gemacht 😬 [Reggin]