Angekommen! W - O abgeschlossen!
14 maggio 2025, Tanzania ⋅ 🌬 21 °C
Es ist vollbracht! Heute Nachmittag gehen 14 Uhr erblickten wir die blauen Weiten des Indischen Ozeans. Rund 6.000 km seit unserem Start in Namibia liegen hinter uns.
Wie war‘s?
Kaum zu fassen! Wie ein Kinofilm, in super HD, und doppelter Geschwindigkeit abgespielt.
Was war besonders?
Alles! Vor allem die Menschen und das Leben an und auf der Straße. Die Vielfältigkeit und im selben Atemzug die Gleichheit der Lebensweise in den unterschiedlichen Ländern: Namibia ist im Gegensatz zu den anderen bereisten Ländern in Sachen Infrastruktur, Tourismus und Lebensmittelversorgung weit vorn. Sambia dafür in Sachen Fahrrad fahren und Holzkohle. Beides in rauen Mengen am Straßenrand und auf der Straße zu finden. Malawi ist führender „Anbieter“ im Bereich Staatsstraßen als Offroad-Parcour. Tansania scheint - bis dato - das umtriebigste Land im Güterumschlag zu sein.
Für mich stehen über allem die Könige der Landstraße. Was diese Männer über alle Grenzen, Berge und Schlaglochpisten hinweg leisten, ist grandios. Jeder von ihnen verdient einen Orden. Unter welchen Bedingungen sie Menschen, Tiere und Unternehmen versorgen, ist bewundernswert; ebenso wie sie in ihren Lkws leben und was sie ertragen müssen. Alleine heute sind wir an einem umgekippten Tanklaster vorbeigefahren. Ein überladener Holzlaster war von der Fahrbahn abgekommen und im Wald gestrandet. Mehrere ausgebrannte Lkw-Ruinen mussten wir umkurven. Lkws in allen Aggregatzuständen: Führer(Fahrer)los, aufgebockt, mit Motorschaden, im Schritttempo fahrend, schleichend und rasend. Die Lkw-Schlange, welche die Berge hochkeucht. stinkt, auf der anderen Seite quietschend und mit glühenden Bremsen runterfährt, muss man gesehen, erlebt und überholt haben. Zwischendrin Motorradtaxis, Kleinlaster, Minibusse und Überlandbusse. Alles in maximal möglicher Geschwindigkeit und im ständigen Überholmodus. Das ist ein echtes Erlebnis!
Heute stand am Ende und quasi als Kirsche auf der Torte die 20-Millionen-Metropole Dar Es Salaam an.
Unser Camp Kipepeo Beach liegt auf der anderen Seite von Dar Es Salaam, direkt am Sandstrand des Indischen Ozeans. Will heißen, wir mussten quer durch diese uns unbekannte afrikanische Metropole. Im Prinzip kein Problem, wenn‘s Navi uns richtig lenkt. Unser Problem war, dass Google Maps und Garmin unterschiedliche Routen zeigten und wir verunsichert waren, welche die richtige sei. Es gibt Brücken, Fähren, Baustellen, neue und alte Wege. Zwei Routen im Blick zu haben und im pulsierenden Verkehr sicher mit zu schwimmen, das war durchaus anspruchsvoll. Irgendwann, irgendwie einigten sich die beiden Systeme auf eine gemeinsame Route. Das entspannte die Situation am Lenkrad. So konnte ich mich wieder aufs Rechtsüberholen, Linksüberholen, Gasgeben, Hupen, Bremsen, Gasgeben, konzentrieren. Irgendwann schimmerte der Indische Ozean vor uns.
Ziel erreicht!
Morgen haben wir einen Tag zum Verschnaufen. Übermorgen erfülle ich mir einen Kindheitstraum: Ngorogoro Krater und Serengeti!
Zwei Traumziele aus Kinderzeiten, als Prof. Grizmek mit seinen Sendungen „Ein Herz für Tiere“ und „Die Serengeti darf nicht sterben!“ die bundesdeutschen Wohnstuben in seinen Bann zog.
Deshalb: Es bleibt spannend! 😄Leggi altro














