• Piep-piep-piep alle haben die Fälle lieb

    10. juni 2025, Zambia ⋅ 🌙 15 °C

    „Oh Mann, schon wieder ein Footprint!
    Hat der Langeweile?!“

    So werden einige denken, wenn sie sehen, dass ich schon wieder was poste. Das ist ja schon inflationär!

    Ja ich gebe zu, ich hab‘ Zeit. Und Nein, mir ist nicht langweilig. Es ist auch nichts aussergewöhnliches passiert, dennoch schreibe ich nun diese Zeilen.

    Zum Einen weil wir heute Morgen die Seiten gewechselt haben. Die Seiten der Viktoria Fälle. Gestern Sambia, heute Zimbabwe.

    Yes! Wir hatten einen Grenzübertritt. Einen Grenzübertritt über die millionenfach fotografierte Victoria Falls Bridge.
    Seit 1905 überspannt dieses tolle Bauwerk den Sambesi direkt bei den Viktoria Fällen und verbindet die Länder Sambia und Zimbabwe.
    Na ja, nicht ganz, denn der eigentliche Grenzübertritt, d.h. die Schlagbäume kommen nach der Brücke.
    Dennoch, ohne diese Brücke gäb‘s diesen Grenzposten nicht und die Welt wäre um einen der originellsten und schönsten Grenzübergänge ärmer.

    Schon Paulchen Graetz, der bekannte und beliebte kaiserliche Autopionier setzte über diese Brücke seine vier Räder von Sambia nach Zimbabwe. Es gibt sogar eine Quittung über von Paul bezahlte Grenzgebühren, auf der vermerkt ist, dass Paulchens Höllenmaschine das erste Automobil sei, welches die Brücke und die Grenze passierte.
    Da reiht sich doch unser Landy und seine zwei Prinzen wunderbar in die Reihe der Höllenmaschinen ein.
    Allerdings wurden wir nicht so ausserordentlich höflich und hervorgehoben behandelt wie Paul mit seinem Auto.
    Wir sind Daily Business für die Grenzer und maximal einen Augenaufschlag wert, weil wir so furchtbar nett sind.
    Ruck zuck waren war wir abgefertigt und mit allen vier Reifen (plus zwei Ersatzreifen) in Zimbabwe.
    Zimbabwe hat keine eigene Währung. Die Landeswährung ist der US-Dollar. Kein Witz! Soweit führt Korruption und Misswirtschaft, dass es keine eigenständige Währung und somit kein Vertrauen in die eigene Wirtschaft gibt. Traurig, traurig!

    Hier in Victoria Falls (so heißt die Stadt) ist alles auf Tourismus fokussiert. Vic Falls ist auch nicht Zimbabwe, sondern wie eine wirtschaftliche Perle in dem ansonsten dahin siechenden Land (Korrupte Politiker und falsche Politik).

    Hier trifft sich die touristische Welt. Menschen aus allen Ländern dieser Erde geben diesem „Dorf“ ein kosmopolitisches Flair. Und das nur, weil es da eine Felsspalte gibt, über die sich der Sambesi in die Tiefe stürzt. Zugegeben, das macht er sehr schön und sehr gewaltig.
    Mann/Frau/Divers sollte die Victoria Fälle schon mal gesehen haben. Sie sind wirklich beeindruckend.

    Gestern und Heute steht/stand ein besonderen Highlight an.
    Der lunare Regenbogen!
    Das Mondlicht bricht sich in der klaren Vollmondnacht im Gischt des Wasserfalles. Es entsteht ein Regenbogen, der nicht Sonnenlicht sondern aus Mondlicht resultiert.
    Nur bei Vollmond!
    Und wir Glückspilze sind hier just zu diesem Vollmond. Dieser jetzige Vollmond ist so nah an der Erde und so deutlich zu sehen wie nur alle paar Jahrzehnte. Carsten meinte, dass die nächste „Nahsicht“ erst in 43 Jahren sein wird. Wir sind so nah dran am Mond, wie niemand mehr in den nächsten 43 Jahren.
    Wenn das nicht spektakulär ist!
    Die Fotos des lunaren Regenbogens haben zwei aus unserer Truppe gestern Abend gemacht. Mal schauen was heute zu sehen sein wird.

    Wir werden jedenfalls gleich (um 17.30 Uhr) in unserer Unterkunft abgeholt. Im altehrwürdigen und geschichtsträchtigen Victoria Falls Hotel werden wir zum Buffett erwartet. Eine postkoloniale Schlacht am kalt-warmen Buffett.
    Wie die Schlacht ausging werde ich anschließend berichten.

    S‘ war sehr schön! …siehe Fotos 😄
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