• Zwischenbilanz nach Tag 13

    23. november 2025, Indien ⋅ 🌙 19 °C

    Nach 4 Ländern, 6 Flughäfen, 3 Weltwundern der Neuzeit und 1 Weltwunder der Antike ist es Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen!

    Ehrlicherweise hab ich massig Zeit. Mein Plan mit dem späteren Versuch eines erneuten CheckIn hat geklappt. Keinerlei Probleme mit Einchecken, obwohl es noch fast 6 Stunden bis zum Abflug dauert.
    Sitze nun in der Encalm-Prive Lounge, habe Strom, Essen, Getränke und wie gesagt viel Zeit.
    Ich schreib mal wie's bisher so war.
    Wo fang ich an?
    Flüge!
    Ich fliege mit einem Around-the-World-Ticket der Star Alliance, Kategorie Business Klasse. Nur durch diese Art von Ticket ist der ganze Trip überhaupt bezahlbar. Was ich vorher nicht wusste, aber inzwischen genieße sind die Business Lounges in den Flughäfen. Zutritt nur mit Bordkarte Business Class.

    Lounges:
    Frankfurt ist gut, wenn man die anderen Lounges nicht kennt. Rating: 4

    Rom war eine perfekte Lounge mit allem was das Herz begehrt. Rating: 6

    Istanbul war der Aufenthalt zu kurz für einen Lounge Besuch.

    Amann ist einen Tick besser wie Rom, da luftiger und mehr Platz. Sehr angenehm: Rating: 7

    Kairo: O.k. kann man machen, muss man aber nicht. Rating: 2

    Dehli: Hier sitze ich gerade und bin geflashed. Das Buffett mit warmen Speisen ist locker 30 Meter lang. Hinzu kommen noch 2 Live-Cooking Stationen. Top! Getränkeauswahl unlimitiert. Neben wird Rotwein gesürfelt, Cola, Fanta, Bier getrunken und der Bub bleibt beim Wasser. Wasser gibt's hier in großen Kühlschranken unlimitiert. Gleiches für Kaffe und Tee. Rating: 8

    Fluggesellschaften möchte ich noch nicht bewerten, da mir Air India noch fehlt. Morgen früh weiss ich mehr.

    Internet/Wifi
    Das klappte in allen Ländern gut bis sehr gut. Fahre zweigleisig. Habe zum Einen einen Datenpasse bei T-Mobile, sowie eine globale E-Sim über Gigsky. Falls die eine mal nicht funktioniert (z.B. GigSky in Ägypten) funktioniert die Andere. Wlan gibt es in den Hotels immer. Die Übertragungsrate ist gut bis sehr gut. In Indien hatte sogar mein Fahrzeug mit dem ich chauffiert wurde freies WLan. An den Flughäfen bzw. in den Lounges gibt's ebenfalls freies Wlan.

    Datenschutz bzw. Überwachung
    Kann man getrost vergessen. Die loggen überall alles mit. Der Reisepasse wir immer kopiert und hinterlegt. Am schlimmsten ist es hier in Indien. Neben dem Prozedere am Flughafen (siehe mein Bericht) haben die auch in den Hotels alles abgefragt bis auf die Farbe der Unterwäsche. Sogar in der Lounge ist Wlan zwar frei, aber nur wenn man sich einen Voucher holt. Und diesen gibt es nur, wenn man seinen Reisepasse einscannt. Die Wissen damit ganz genau wer was tut und macht und schaut.

    Hotels
    Alle gut bis sehr gut. Sowohl was die Lage wie auch die Ausstattung anbelangt. Klaro gibt es Unterschiede, aber die sind nicht so, dass es erwähnenswert wäre.
    Rating für Hotels: Rom 8, Jordanien: 5 & 5, Kairo: 7, Dehli: 4, Agra: 6

    Reiseleiter:
    Bisher hatte ich 5 deutschsprachige Reiseleiter
    Rom: Paola / Jordanien: Awad / Kario: Hamdy / Dehli: Name vergessen / Agra: Aditya
    Alle sprachen gutes Deutsch. Auf jeden Fall so gut, dass ich alles verstehen konnte.
    Kurioserweise waren Awad sowie die beiden indischen Reiseführer noch nie in Deutschland. Sie lernten die deutsche Sprache über die Goethe Institute über Youtube und von den Gästen. Echt eine tolle Leistung.
    Fachlich waren alle tip-top. Menschlich waren alle sehr unterschiedlich (wie wir alle). Da ich immer 1:1 mit ihnen unterwegs war haben wir auch sehr viel privates und politisches besprochen. Und über Religion. Das liess sich angesichts der Länder und der besuchten Orte nicht vermeiden. Selbstverständlich waren sich alle einig, dass Frieden der einzige Weg sei, aber ansonsten gab es durchaus kritische Diskussionen. Ich hielt mich dann zurück (vor allem in Jordanien und Ägypten).
    Den Umgang mit dem Handy fand ich etwas problematisch. Alle ausser Paola und den beiden Indern waren sehr oft am Handy. Hamdy (Ägypten) war quasi immer am Handy wann immer es ging.

    Fahrer:
    In Jordanien und in Indien hatte ich aufgrund der Entfernungen und Touren jeweils Auto mit Fahrer. Hervorzuheben sind die beiden Fahrer aus Indien. Super top gepflegte Autos (eines sogar mit Wlan ausgestattet). Die Fahrer ruhig und besonnen, trotz des von außen betrachtet chaotischen Verkehrs. ü
    Einzig der Fahrer in Jordanien (Sharif), da bin ich im Zweifel ob ich mit dem nochmal fahren wollte. Ich denke ich habe mit ihm zu freundschaftlich gesprochen, denn er war gegen Schluß kumpelhaft (schräg) drauf und war ziemlich fordernd (unverschämt) was das Trinkgeld anbelangte.

    Essen:
    Bis jetzt ist alles verdaut und drin geblieben. Rom war gut, aber nicht wunderbare italienische Küche. War in Touri-Etabilissements essen.
    Überrascht war ich von dem überaus leckeren und vielfältigen Essen in Jordanien. Es gab meist Buffett. Die Auswahl war riesig und wirklich sehr, sehr gut.
    Ägypten war ich ja auf dem Boot. Das Essen hatte ich beschrieben als o.k. aber muss man nicht haben.
    Indien. Na was soll über indische Küche sagen. Es heisst zwar aufgepasst bei der Schärfe, aber bis jetzt ging alles gut. Auswahl wie auch Qualität sehr gut.

    Umwelt/Verschmutzung
    Rom war eine Überraschung. Alles sauber und gepflegt trotz der täglichen Massen. Gleiches gilt für Jordanien und Ägypten soweit der ewige Sand und der Wind zuliessen. Indien ist da schon ein bisschen schmuddeliger, wenn man genauer hinschaut (aber dafür grüner).
    Leidiges Thema sind die Plastikfalschen. Wir in Deutschland noch soviel trennen, machen und tun, hier in den Ländern in denen ich bis jetzt war (Jordanien, Ägypten, Indien) sind Plastikflaschen so alltäglich wie die Luft zum Atmen. Massen über Massen an diesen Wasserflaschen. Und die Mentalitäten sind nicht so trenn- und sammelfreudig wie bei uns Deutschen.
    Also nach den zwei Megacities Kairo und Dehli, darf ich alle deutschen echauffier wütigen Umweltaktivisten einladen mal wirklich hin zu schauen wo es in der Welt was aktivistisch zu unternehmen gilt. Diese Flut (Sinflut) an Autos, schier unglaublich. Tag für Tag, 24 Stunden. Und diese Städte wachsen. Und hier das häufigst genannte Wunsch ein Auto zu besitzen. Wir -Deutschen- werden die Welt nicht retten in dem wir uns reduzieren. Wir können wenn wir wollen, aber retten werden wir das Klima nicht. Wer das immer noch glaubt darf gerne in die Hotspots reisen. Und ich habe Peking, Mexiko City und Buenos Aires noch vor mir.
    Ich war allerdings überrascht wie viele Elektroautos ich in Jordanien gesehen habe. Tatsächlich ist dort das Elektroauto stark im kommen bzw. schon etabliert. Es gibt ähnliche Förderregeln wie in Deutschland. Auch das Ladenetz soll gut sein.
    In Indien hab ich von Elektromobilität nichts gespürt. Heute, auf dem Weg zum Flughafen, ich schätze acht Spuren auf jeder Seite, Stoßstange an Stoßstange plus Motorroller und Tuk-Tuks.

    Die Weltwunder
    Na die, darf ich nicht vergessen in meiner Zwischenbilanz. Allesamt herausragend! Allesamt zu 100% besuchenswert. Allesamt haben gemein, dass man beim Besuch Menschenmassen erwarten kann.
    Aussergewöhnlich war Petra bzw. die Wanderung von Klein Petra über's Kloster nach Petra. Ganz toll! Faszinierend Alt Dehli mit dem riesigen Gewirr an Geschäften in den engen Gassen.
    Es sind natürlich nicht nur die Weltwunder, die anfixen. Ich hätte z.B. nie gedacht, das s mich die Dinge wie Berg Nebo (Moses), die Taufe Jesu (Jordan), der Unterschlupf Jesu (Kairo) so "gefangen" nehmen. War echt spannend.
    Es ist echt unglaublich was Glauben -egal an wen oder was- mit glaubenden Menschen macht. Die Grenzen des Machbaren gibt es nicht für Menschen die glauben. All die Fresken und Gemälde in Rom, Petra, die Pyramiden, die Kirchen im Jordantal, Taj Mahal, all dieses Wunder sind von Menschen gemacht aus Glauben und Liebe.
    Na sagen wir's mal so: In Auftrag gegeben haben es die Mächtigen im Glauben und in der Liebe, gemacht/hergestellt haben es unzählige arme Schweine, die wahrscheinlich eher schlecht als recht dafür bezahlt wurden.

    So, gibt' sonst noch was zu bilanzieren?
    Hmmh, würde sagen es reicht für heute.

    Die Zeit verfliegt. Es ist schon 18.40 h. Nur noch etwas über vier Stunden bis zum Boarding nach China

    Inshallah! Namaste! Ciao!

    ERGÄNZUNG:
    Dankenswerter Weise hat mich Charlotte mit ihrer Frage „Wie geht‘s denn Dir dabei?“darauf aufmerksam gemacht, dass ich nichts über mich geschrieben hab (ausser über meine Verdauung).
    Mir geht‘s gut! Die Informationsflut ist überwältigend. Es ist -natürlich- viel zu viel an Info. Ich will und kann mir nicht alle Namen von Pharaos merken oder ähnliche Details.
    D‘rum schreib ich ja so viel, damit wenigstens einiges hängen bleibt 😅.
    Die Begegnungen mit den Menschen sind für mich fast genauso wichtig wie die Weltwunder. Ich reise ja wegen der Menschen, die ich in so einer Dichte -verschiedenen Mentalitäten- und in ihrer Heimat wahrscheinlich nicht wieder erleben werde.
    Erschlagen fühle ich mich nicht. Es sind tatsächlich genügend Pausen drin.
    Danke für‘s Nachfragen!

    …so sitze ich gerade bei nem Cafe Americano und drei leckeren Törtchen! 😁. Passt scho!
    Læs mere