Machu Picchu. Teil 2 v. 3
5 de diciembre de 2025, Perú ⋅ ☁️ 22 °C
Machu Picchu heisst übersetzt "Alter Berg".
Namensgeber der Siedlung ist der Berg im Hintergrund mit Namen Machu Picchu.
Was macht Machu Picchu so besonders? Klaro, die Lage!
Oben auf einem Felsplateau in 2.430 m Höhe. Umgeben von den Bergen der Anden.
Gleich mal was geschichtliches. Gemäß der letzten Datierung wurde Machu Picchu ungefähr 1430 gebaut. Und nun das spannende: Die Spanier waren nie da und kannten Machu Picchu nicht! Das heisst, im Jahr 1533 als Pizarro in Cusco eintraf und die Eroberung des Inka Reiches begann, war Machu Picchu bereits verlassen bzw. in Auflösung begriffen. Berücksichtigend, dass die Bauzeit von Machu Picchu ca. 80 Jahre war, bedeutet das, dass Machu Picchu maximal 30-50 Jahre bewohnt war.
Häh?! Dieser ganze Aufwand für die läppische Zeitspanne von 30-50 Jahre?
Die Antwort darauf folgt später.
Die Inkas haben Machu Picchu aus mehren Gründen ausgesucht. Zum einen gab es -anscheinend- schon so eine Art Plateau. Dieses Plateau war aufgrund der umliegenden Berge und des umfließenden Flusses relativ sicher und gut zu verteidigen. Zum anderen war es den Inkas wichtig das Plateau in Richtung Osten ausrichten zu können. Osten = aufgehende Sonne. Der oberste Gott war der Sonnengott und die Inkas die Söhne der Sonne. Die ersten Sonnenstrahlen waren die heiligsten. Und jetzt kommt's: Das gesamte Plateau Machu Picchus wurde von den Inkas so angelegt, dass es sich leicht in Richtung Osten neigt. Die Morgensonne sollte das gesamte Plateau erfassen. Deshalb ist die Westseite auch ziemlich vernachlässigt, da keine Bedeutung. Die Straßen in Machu Picchu sind alles Nord-Süd ausgerichtet. Der höchste Punkt auf dem Plateau liegt auf der westlichen Seite und ist als Pyramide gebaut. Auf ihr thront die Sonnenuhr der Inkas. Anhand dem Sonnenstein und dem Lichteinfall konnten die Inkas die Jahreszeiten bestimmen. Es gibt dort einen Stein, der die geometrische Form eines Drachen hat. Es ist die exakte Nachbildung des Sternenbildes "Stern des Südens" und genau so ausgerichtet. Phänomenal!
Hinter dem Plateau, geht es nochmals steil, sehr steil, nach oben zu Wayna Picchu (= junger Berg). Ganz dort oben, in schwindelerregender Höhe hatten die Inkas ebenfalls Gebäude errichtet. Es führt eine super Wanderung entlang des Grates dort hoch. Von dort muss man einen spektakulären Blick auf Machu Picchu und die umliegenden Berge haben. Ich kann's nur vermuten, da der Wanderweg um 12 Uhr mittags geschlossen wird. Geschlossen deshalb, damit vermieden wird, dass Menschen in der Dunkelheit runter kommen müssen. Bryann war schon mehrfach oben und meinte, dass man teilweise auf allen Vieren hochklettern müsste.
Gut genug für tolle Fotos war Wayna Picchu auf alle Fälle.
Bryann nannte Wayna Picchu das "Oberservatorium". Der Name ist fiktiv, da niemand weiss weshalb da oben gebaut wurde und für welchen Zweck. Da aber -so Bryann- der Sternenhimmel dort oben so klar und so nah sei, bestünde durchaus die Möglichkeit, dass dort das Observatorium war.
Unklar ist auch, weshalb Machu Picchu überhaupt gebaut wurde. Weshalb nahmen die Inkas diesen Wahnwitz auf sich dort oben eine Siedlung zu bauen? Keiner weiß es! Von den Spaniern ist nichts zu Machu Picchu bekannt, da es den Spaniern nicht bekannt war. Es war kein Königs- oder Kaisersitz. Man geht davon aus, dass der Inka aus Cusco durchaus Machu Picchu besuchte. Ob als Sommerresidenz oder für rituelle, spirituelle Feiern. Keiner weiß es und wir werden es voraussichtlich auch nie erfahren.
Zwischenbericht: Ich sitze ja im Zug und tippe. Neben mir geht der Punk ab. Es wird soeben eine Alpaka Modeschau vom Zugpersonal durchgeführt. Begleitet von Anden Musik werden verschieden Pullover, Schals und Jacken präsentiert. Sehr schön! Ich mach mal eine Tipppause!
Hach war das herzig. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, der Sinn von Machu Picchu. Wie gesagt, nix genaues weiss man nicht.
Als der Amerikaner Hiram Bingham 1911 Machu Picchu (wieder)entdeckte was es vom Dschungel verschluckt. Es lies sich nur mit viel Vorstellungskraft erahnen was sich unter dem grünen Geflecht verbarg. Die späteren Ausgrabungen ergaben keinen Hinweis auf Sinn oder Unsinn von Machu Picchu.
Bleibt das Leben und der Untergang von Machu Picchu ein Rätsel?
Nein! Die Beantwortung dieser Fragen lauert in Teil 3Leer más





























