• Machu Picchu. Teil 3 v. 3

    6. december 2025, Peru ⋅ ☁️ 13 °C

    Machu Picchu Teil 3!
    Finaler Text und Abschied von meinem 6. Weltwunder.

    Bei Ausgrabungen in Machu Picchu wurden menschliche Skelette gefunden. Nur Skelette von erwachsenen Menschen. Wo aber waren die Kinder? Gab es keine Kinder in Machu Picchu?
    Nun ein paar Antworten, die ich gemäß Bryann wiedergebe.
    Machu Picchu war eine Inka Siedlung die hauptsächlich zur Erforschung von Sonne, Mond und Sterne diente. Sozusagen eine Wissenschaftsstadt. Die maximal Bevölkerung dürfte bei 500 Menschen gelegen haben. Machu Picchu war im hohen Maß von Lieferungen an Lebensmitteln, Werkzeugen, Textilien und täglichen Produkten aller Art angewiesen. Aufgrund seiner abgelegenen Lage und limitiertem Zugang war eine funktionierende Logistik unerlässlich.
    Diese unerlässliche Versorgung mit Produkten aller Art kam ins Stocken, als die Spanier anfingen die Inkas zu bekriegen. Die Lieferketten brachen zusammen. Machu Picchu wurde langsam aber sicher von der Außenwelt abgeschnitten. Die Menschen mussten Machu Picchu aufgeben, da schlichtweg zu wenig zum Leben da war. Ergo, Schuld waren die Spanier mit ihrer Liebe zu Gold und ihrem dringenden Wunsch "Zur Ehre des Königs und zum Heil unseres Herrn Jesus Christus" die Inkas aus zu plündern und das Land zu erobern. Frage eins ist somit geklärt.
    Dass keine Kinderskelette in Machu Picchu gefunden wurde erklärt sich wahrscheinlich daraus, dass zuerst die Frauen mit Kindern die Stadt verließen. Davon ausgehend, dass Machu Picchu eine Wissenschaftsstadt war, gab es evtl. auch keine Sozialgemeinschaft wie in einem üblichen Dorf. Auch kann sein, dass Frauen aufgrund der besseren medizinischen Versorgung in andere Inka Städte wie z.B. Cusco gingen. Die echte Wahrheit werden wir nie erfahren, aber eine Erklärung die der Wahrheit nahe kommt ist es allemal.

    Was bleibt noch zu Machu Picchu zu sagen. Es ist DER Touristenmagnet in Peru. Der Touristenstrom ist sehr gut organisiert. Die Ruinenstadt ist gepflegt und in Schuß.

    Die Welt in Machu Picchu ist im Griff von Facebook, Instagram und WhatsApp. Während wir uns fragen wie die Inkas das alles machen konnten, steht als Krone der Technik ein Funkmast auf einem Gipfel, so dass via 4G nun auch die Welt auf Machu Picchu Zuhause ist. Und die Welt kommt nach Machu Picchu. Die gesamte uns bekannte Welt! Wobei ich feststelle, dass die deutsche Reisefraktion (ich schließ hier A und CH ein) kaum vertreten war. Die Masse der Menschen mit Handys und unbedingtem Posing-Willen entstammen dem amerikanischen Kontinent, in Mehrheit Spanisch sprechend. Fehlen dürfen selbstverständlich nicht die VertreterInnen des asiatischen Kulturkreises. Keine Ahnung ob Koreaner, Japaner oder Chinesen. Menschen aus diesen Regionen waren jedenfalls ausreichend vertreten.

    Das war: Machu Picchu! Absolut eine Reise wert!
    Mein Weltwunder Nummer 6 ist nun Teil meiner Erinnerung.
    Auf geht's zum Grande Finale und Nummer 7 auf der Liste.

    Ab jetzt bin ich fast zwei Tage im Transit. Heute Abend übernachte ich nochmal in Cusco. Morgen früh besteige ich den Anden Condor mit Namen Airbus 300 und fliege von Cusco nach Santiago de Chile und von dort nach Rio de Janeiro.
    Die Copa Cabana ruft!

    Der nächste Bericht wird deshalb unter brasilianischer Sonne verfasst.
    "Até mais!"
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