(Un-)Wichtigkeiten und Gepäck
December 19, 2025 in Argentina ⋅ 🌬 19 °C
Eine Freundin reist (zwar jeweils mit kürzerer Dauer, aber jeweils über mehrere Wochen) und gefühlt schon ihr ganzes Leben. Und ich habe mich schon manchmal gefragt, wie sie das macht, finanziell, organisatorisch, heute mit zwei Kindern, mit dem Urlaub, Einholen der entsprechenden Informationen und so weiter. Zugegeben, sie hat den Vorteil, gut Englisch französisch und Spanisch zu sprechen. Aber: spricht man Brocken der Sprache des Gastlandes und kann heute auf entsprechende SprachApps zurückgreifen, besteht der intensivste Teil der Vorbereitung aus der Planung der Route (Wer die ersten Male länger unterwegs ist, sollte natürlich auch Impfungen und sowas berücksichtigen).
Fakt ist, es geht alles, mit einem bisschen Mut.
Unterkünfte
Formel: Je größer der Komfort, umso teurer. Und bugetgerecht kann man über das Internet die Quartiere suchen finden. Um sich wohl zu fühlen und die entsprechenden Freiheiten zu haben, bietet sich ein Tagesbudget pro Person von 60- 120€ an für Lowbudget (sehr bescheiden vorrangig mit Bus und billigsten Unterkünften) bis Komfort deutscher 3*** - Level und dies mit gelegentlichem Mietwagen. Alles drüber kann man als luxeriös bezeichnen. (im Sinne der Reisetätigkeit, natürlich nicht im Vergleich von deutschen Hotelkategorien)
Zeit der Vorplanung bei uns: (+Impfung, Kreditkarten, usw) geschätzt 80 h und mehr —> für 5 Monate; zzgl Reisevideos gucken wegen Reisezeit, Klimazone, Sicherheitsaspekten, Medikamenteneinfuhr, Reisezubehöre aussuchen und bestellen, usw.
Planung unterwegs : aller 5 Tage 5 h (für Einzel-Ziele, Quartiere, Mietwagen, Tagestouren usw)
Wer unterwegs Tagebuch führen will: zwischen 1 und 3 h pro Tag mit Fotoselektion usw.
Zeit ist der Faktor Nr. 1. Wenn man den Mut hat einfach loszumachen heisst es zu Hause ein paar Zelte abzubrechen. Ich will damit sagen: Es bleibt einiges zu Hause auf der Strecke, z. B. verschiedene Kontakte, und natürlich auch die Zeit für den finanziellen Erwerb zur Begleichung der heimischen Wohnkosten usw.
Noch etwas. :). Ich fühle mich jetzt einmal in die heimische Weihnachtsstimmung hinein… …Gerüche, Kerz‘l, Dunkelheit ab 16:00 Uhr, Temperaturen….. aber tauschen wollen wir grad nicht
Noch was: unschlagbar für Bekleidungsoberteile auf Touren sofern es nicht heiß ist: Merinowolle.
Wenn es kalt ist —> Babyalpaka oder Merino.
Was schwierig einzuschätzen ist, sind die Regenjacken, denn es gibt welche, in denen schwitzt man total und es gibt welche, in denen man nicht innen gleich dampft. Sicher nicht schlecht ist ein hoher Kragen, gerade für die Regionen, wo der Regen nicht senkrecht herab fällt. ;)
Dünne einfache platzsparende Windjacken sind schnell verschlissen. Habe mehrere bei eBay Kleinanzeigen billig (unter 20€) gekauft die 2 praktischsten mitgenommen, das reicht.
Für Hosen gilt: schnell trocknend aus funktionellem Stoff mit weiteren Taschen auf Oberschenkelhöhe und mit Zip für die Hosenbeine. Viele Modelle haben überhaupt keinen Schnitt, dann sehen Sie einfach plump aus, die Hosenbeine schlappern und schleifen aufgrund der Weite am Schuh auf dem Boden. Somit sind diese Sackhosen ein Dreckfänger. Also ruhig die Zeit nehmen und nach Hosen schauen, wo Schnitt und Funktionalität vereinbart sind.
Schuhe.
Wenn man nicht besonders viel wandern geht oder steigen muss, genügen gut profilierte feste Schuhe, wobei ich keine Sportschuhe bevorzugen würde.
Zusätzlich Flipflops und leichte ,sportliche, wenig im Platz im Gepäck einnehmende Schuhe fürs lange Laufen in der Stadt.
Dazu auch hohe Socken, denn Abends pfeift der Wind, auch durch manches Restaurant. DAS STICHWORT „MÜCKEN“ IST AUCH NICHT UNBEGRÜNDET. BEI DER BETROFFENEN ZIELGRUPPE.
Eine Regenfeste Tasche oder Gürtel in Reisepassbreite ist sehr sinnvoll. Empfehlung : Pacsafe und sogenannte Laufgürtel. (Und eine wasserdichte Hülle für die Dokumente/Pass)
Mützen und Hüte gibts überall.
Rucksack: Da muss jeder selber seine Präferenzen setzen, aber versteckte Reißverschlüsse oder durch Karabiner sicherbare Reißverschlüsse sind sinnvoll.
Den perfekten habe ich nicht gefunden. Ich habe Wert auf geringes Gewicht gelegt, muss aber die Reißverschlüsse dafür gegen selbstständiges Öffnen mit Karabiner sichern. Damit kann ich aber gut umgehen. Wichtig ist, dass nicht ohne weiteres ein Fremder unterwegs die Reißverschlüsse öffnen kann.
Für Recherchen, Dokumenteübermittlungen, Tagebucherstellung ist, wenn auch nur 13 Zoll, ein richtiges Notebook zu empfehlen. Versiert mit einem iPad oder ähnlich umgehen kann, ist möglicherweise auch gut beraten, sofern alle Funktionen der heimischen Programme über VPN damit bedienbar sind.
Vorteilhaft: Cloud + VPN -Zugang!!--> Sonst holt man sich Probleme ins Haus. Z.B. bei Bestellungen (weil man ja aus dem Ausland bestellt) und dann wird ggf. das Konto gesperrt bei Amazon oder Deine Kreditkarte usw. usf. --> VPN bedeutet: Deinem Online -Dienstleister wird vorgegaukelt der Rechner wäre wie immer zu hause und nicht im Ausland.
Telefonkarten in dem jeweiligen Land zu holen ist wohl am günstigsten... teils 10 € für 20 #GB (Internettelefonie). Es gibt auch WiFi-Boxen für "weltweit", kostet aber mehr und ist nicht in jedem Land nutzbar.
Allerdings gibts in jedem Land andere Regeln wo die Telefonkarten erhältlich sind. In Brasilien z.B: bei der Post. —Mitzunehmen beim Kauf: Paß und Handy , damit der Dienstleister das Tel gleich einrichtet.
Wichtig auch bezüglich Akkus:
Strom muss nicht überall immer verfügbar sein und Powerbanks mögen die Fluggesellschaften nicht.
Eine weitere Überlegung: ein TomTom, weil Telefonnetz-, Akku-, und Handyunabhängig sofern man sich selbst öfter mit Mietwagen o. ä. auf den Weg macht.
Für Geldtransfer ein Western Union Konto.
2 Visakarten und Debit - bezahlfunktion auf dem Handy. Funktioniert auch in Übersee und offensichtlich auch in Asien.
Zur WLAN -Telefonie eignet sich eine Nummer vom Anbieter Satellite (5 € / Monat) , oder man nutzt die Telefonie über Messangerdienste.
Hier oben stehen nur Dinge, die sich wirklich bewährt haben.Read more


TravelerIch wünsche Euch Frohe Weihnachtstage.
TravelerDas ist lieb. Vielen lieben Dank. Dir auch.