aktuallisiert: 26Wo unterwegs->Fragmente
January 5 in Colombia ⋅ 🌧 21 °C
Wichtig und vereinfachend ist es, ein Konto bei Western Union zu haben, denn „flüssig“ zu sein ist essentiell. Denn dann gibts in Argentinien und Columbien 10% Nachlass b Barzahlung !
Und nichts macht mehr Stress, als das Wissen nur noch bis zum nächsten Tag mit dem vorhandenen Geld zu kommen.
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Nach ein paar Monaten schaut man überhaupt nicht mehr mit deutschen Augen.
Ansprüche werden ganz anders gewichtet.
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Uns fehlt nix, nur das Geld wird nicht mehr. Nicht schlimm.
Es ist durchaus möglich, dass der Tag kommt, an dem man wieder einen geregeltem Alltag nachgehen möchte. Ich würde dafür aber nicht die Hand ins Feuer legen. :) :) :)
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Das Leben unterwegs bedarf Organisation der Quartiere und der Distanzen. (Flüge/Busse)—> das ist eine wichtige Beschäftigung. Geldbeschaffung (Ōffnungszeiten oder Existenz der Auszahlungsstellen) ist auch ein Thema. Sonst kann alles, nix muss
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Flughafenkontrollen sind problemlos, sofern man die kritischen Gegenstände nicht im Handgepäck hat (haben wir auch ausprobiert). Hin und wieder haben wir den Durchgang der Drogenhunde mitgemacht.
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Wir hatten uns im Vorfeld viel mit den bürokratischen Dingen beschäftigen müssen lt. auswärtigem Amt. Dazu gehören Impfungen, internationale Führerscheine, Transport von notwendigen Medikamenten. Nichts dieser Dinge hat bisher irgendjemanden interessiert.
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Nach dieser Reise können wir noch mal aktualisieren beziehungsweise Empfehlungen geben, was man wirklich als Gepäck benötigt.
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Bei der Menge der Eindrücke ist ein Tagebuch dringend notwendig, wenn man ein paar Erinnerungen haben möchte.
Es ist noch ein paar Wochen schon schwierig einfach nur die Wochentage auseinander zu halten. Auch die schon besuchten Ziele. Aber auf einer Kreuzfahrt ists vielleicht noch krasser, denn da ist man jeden Tag woanders, oder?
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Je größer die Distanzen, umso weniger Bewegung hat man, weil man im Bus oder im Flugzeug oder im Taxi sitzt. Ein echter Nachteil.
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Koffer packen, geht immer schneller. Yeah!
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Mich beschleicht der Gedanke, Moskitos vorrangig immer nur auf eine von zwei Personen gehen.
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Man möchte in manchen Ländern um Himmels willen nicht ernsthaft krank werden, wenn man das entsprechende Umfeld jeweils sieht. (Auch in Anbetracht dass die Zustände in Deutschland zunehmend kritischer werden. —->Zuzahlungen und Wartezeiten)
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Es gibt ganz tolle Flecken auf dieser Erde. Paradiese.
Aber nicht immer Internet. Das muss man einplanen, trotz Telefonkarte d Landes. — Internet weg, heisst nämlich z. B. auch UBER weg, den man bestellt hat.
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In Südamerika ist das Essen, wie auch in Spanien, ein ganzes Stück einfacher als in Italien, Österreich, Deutschland.
Es ist ein Jammer, dass sich Burger so massiv verbreiten.
Andererseits:
Zum Glück wird aber die traditionelle Musik in Südamerika gepflegt, gemocht und täglich zelebriert.
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Kirche wird auch viel inniger gepflegt und ist viel freundlicher, ich würde sagen fröhlicher. In Deutschland hat sie schon etwas leicht muffiges, altbackenes, erhaben-ehrwürdiges, angestaubtes, konservativ-altmodisches im Vergleich. D.h. nicht, dass die Menschen und Gläubige, die damit zu tun haben, weniger humanistisch, religiös oder…..sind, sondern es ist einfach der Gesamteindruck. (Auf diesem Wege neue Jünger zu werben ist dann auch schwieriger. )
Vielleicht ist es das typisch Deutsche, das Bewahren, wie im Denkmalschutz. Genau das lässt Neuerungen nicht ohne Weiteres zu. Und bremst Entwicklungen. Wird die Vergänglichkeit in Deutschland vielleicht nicht so akzeptiert, wie in anderen Nationen oder Regionen der Erde (wo sie im Alltag viel öfter der wahr genommen wird)?
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So eine Reise in nichteuropäische Länder ist für die Personen nicht einfach, die sich von dieser Ordnung und Sicherheit in Deutschland nie zu lösen wagten und nie über den Tellerrand schauen wollten.
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Kurze Spiegelung jeweils zu den besuchten Ländern: (sind natürlich alles nur Momentaufnahmen, denn wir waren nirgends eine wirklich repräsentative Zeit.)
- Frankreich: Lebensfroh, vielseitige Regionen , machmal im ländlichen einfach. Aber meist unkompliziert, mit einem großen Stück Kultur und freundlichem Umgang. Zudem mit einem erheblichen Vorsprung und Raffinesse in dem Bereich der Kulinarik.
- Spanien: wenn man es aus historischer Sicht betrachtet, hat sich das Land selbst abgehängt (nach dem kurzen und intensiven Wohlstand durch die importierten Goldschätze vom amerikanischen Kontinent)
Zu viel Wohlstand in kurzer Zeit im 16. und 17. Jahrhundert (heut sagt man Blase dazu) –-> Industrialisierung verschlafen; das wirkt lange nach und ist nicht aufzuholen.
- Brasilien (nur der Eindruck von Rio reflektiert):
Die wirtschafltlich größte und innovativste Zeit scheint dort vorüber zu sein. Für uns Europäer hat es einen Hauch Exotik und getrübt wird das Bild von manch' sichtbarer Armut und rumliegenden Müll.
- Peru: das Land hat durch die Indigenen Folgegenerationen ein ganz eigenen Charm. Die Traditionen und die Verbindung zu den Inkas ist schön zu sehen und wirklich beeindruckend. Leider ziemlich arm......
- Bolivien: (mein Eindruck) Eine Hauptstadt ist doch irgendwie auch das Aushängeschild einer Nation, gerade auch wenn sie positive wie negative Facetten vereint aufzeigt. Die von uns wahrgenommen Infrastruktur in La Paz fand ich erschreckend. In keinem Land hatte ich so stark das Gefühl auf die eigene Person und das Gepäck aufpassen zu
müssen. (aufgrund fehlender Erfahrung ist es vielleicht überzogen, aber ich darf diesen Eindruck schildern)
Ich fürchte in wenigen Ländern in Südamerika ist das Überleben so schwierig wie dort. Katastrophale Straßen, alles irgendwie oder im Besonderen "abgenifffelt "(wie Antje gel. zu sagen pflegt). Das Land ist seit dem Salpeter-Krieg leider von vielen Entwicklungen abgeschnitten. ob das irgendwann wieder aufzuholen ist?
- Argentinien: am europäischsten, irgendwie immer im politischen Taumel, mit den entsprechenden Auswirkungen. Schad'. Möge die Zukünftige Politik dem Land gut tun.
Das Land war wirtschaftlich lange die stärkste Kraft auf dem Kontinent . Deshalb die vielen französisch anmutenden Bauten und dieser Hauch der Pariser Kultur.
- Kolumbien: eine wirklich eigene Kultur, mit den wohl fröhlichsten Menschen (?) auf dem Kontinent in einer wunderbaren, farbenfrohen Umwelt mit viel Exotik in Fauna und Flora.
Es ist durchaus möglich, dass man in den Supermarkt geht und alles Nötige findet. Auch Bier, alkoholische Getränke, Obst und Gemüse. Aber Wasser gibt es nicht. 😳
Die Sicherheit könne wir nicht so richtig einschätzen, aber Einheimische nutzen auch meist ausgetretene Pfade.Read more

