• Identität als Deutscher im Ausland

    February 19 in Brazil ⋅ ⛅ 21 °C

    Es schmeichelt sicher manchem in einigen Ländern als Deutscher erkannt zu werden. Mir ist es eher unangenehm. So viel Vorschußloorbeeren, nur weil man da geboren ist.
    Wahrscheinlich ist es das gleiche Gefühl wie das eines BRD-Bürgers in der DDR.
    Natürlich hat in D viel vorbildhafte Entwicklung stattgefunden. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt und die Überhöhung im Ausland hat Folgen.
    Und bei so manchem Deutschen auch. So hatte ich Kollegen, die sich regelrecht in dem Wohlstandsgefühl suhlten, wenn in Übersee die Getränke an den Strand gebracht wurden.

    Die Geschichte von Europa ist Südamerikanern fremd und umgedreht. Trotz Internet. Nur gezielte Informationssuche bringt einen weiter.
    Deutschland ist also bekannt durch Mercedes, Fussball, Schumacher, aber darüber hinaus wissen sie genauso wenig wie wir von der Halbinsel Valdes, Montevideo, Andenhochland und Patagonien. Das ist normal, denke ich, fällt aber erst unterwegs auf, wenn man mit den Leuten ins Gespräch kommt.
    oder ähnlich lt. Medien und die Sprachbarriere erzeugen Distanz zu dem zu bereisenden Land, …. Um es ggf. sogar abzulehnen.
    Yeah, speziell kann es schon unweit von zu hause sein. Was kann man tun?
    Torismusrouten nehmen. Offen, freundlich, selbstbewusst laufen und mit erklärender Gestik kommunizieren. Läuft schon.
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