• Was wissen wir denn schon über die Japaner ?

    March 2 in Japan ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir kennen sie hektisch durch Europa reisend, nicht? Die sind schon komisch, nicht? Aber die Hintergründe kennst man selten. Verstehen will man den Anderen eh nur, wenn man ein Fünkchen Sympathie hegt. So wissen wir z.B. nicht -->
    Warum sind sie Maskenträger? Corona-Maskenpflicht gabs nicht. Auslöser war die spanische Grippe von 1919 und Smoke um die 60iger und 70iger, bis dem Dieselmotor der Kampf b.z.w. der Partikelfilter angesagt war.
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    Auswanderungsquote: kaum messbar
    Kriminalität: vergleichsweise sehr gering
    Arbeitslosigkeit: 2.2%
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    Japan gehört seit Jahrzehnten zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung weltweit.
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    Japan hat
    +5–6 % Fläche mehr gegenüber Deutschland.

    Wichtiger Unterschied:
    Ein großer Teil Japans ist Gebirge (ca. 70–75 %), daher ist die bewohnbare Fläche deutlich kleiner als in Deutschland.

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    Schule: Zusammenfassung chatgpt

    Unterrichtskultur

    🇯🇵
    • Frontales Lernen stärker verbreitet
    • Hohe Standardisierung
    • Klassenkollektiv wichtig
    • Respekt vor Lehrern sehr ausgeprägt
    • Schüler reinigen selbst die Schule (Verantwortungskultur)

    🇩🇪
    • Mehr Diskussion & Gruppenarbeit
    • Lehrerautorität schwächer
    • Mehr pädagogische Vielfalt
    • Mehr Heterogenität in Klassen



    4️⃣ Soziale Durchlässigkeit

    🇯🇵
    • Relativ geringe Leistungsstreuung
    • Weniger extrem schwache Schüler
    • Bildung stark meritokratisch organisiert
    • Herkunft spielt Rolle, aber weniger stark als in Deutschland

    🇩🇪
    • Starker Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg
    • Frühe Aufteilung (Gymnasium / Realschule / etc.)
    • Größere Leistungsunterschiede



    5️⃣ Zeit im System

    Japan:
    • Schuljahr länger
    • Weniger Ferien
    • Mehr Hausaufgaben
    • Hohe Teilnahme an Clubs (Sport, Musik etc.)

    Deutschland:
    • Mehr Ferien
    • Weniger wöchentliche Unterrichtsstunden
    • Freizeit stärker getrennt von Schule

    Japan ist bei PISA führend.

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    Gehaltswerte der Berufsgruppen liegen nicht so weit auseinander wie in Deutschland, die sozialen Unterschiede klaffen weniger suseinander
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    Anderes Thema, was weltweit die Hotels betrifft -->
    Was ungünstig ist in unserer Wohnzivilisation ist: das Schließen, Verschrauben von Fenstern
    zugunsten passiver Belüftung, herabstürzenden Kamikazeturnern und Lebensmüden.
    Nachteil: Wenn Du im Hotel bist, duschst, krank bist und Dich auf die aktive Lüftung, Zug, dreckige Luftsystemfilter usw. verlassen musst, wird Dir nicht besser.
    Ich möchte Euch Aufrufen in Eurer Heimatstadt Petitionen, Demonstrationen, Umzüge zu initiieren, die das dem Fenster in seiner Genetik und Evolution eingeimpfte Öffnen wieder ermöglicht! :)

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    Die Leute sind unheimlich nett, unheimlich rücksichtsvoll, es ist nirgends laut, nicht übergriffig, …. wir fürchten, dass uns die Deutschen regelrecht poltrig vorkommen würden, wenn wir in kürzester Zeit wieder nach Deutschland kämen.

    Wir wurden im Café direkt vom Tresen aus mit Kostproben überrascht.
    Es ist ein Familienbetrieb, wo 6-8 Verwandte zusammenarbeiten.
    Hier geht es nicht um das schnellstmöglich wirtschaftliche Großwerden, sondern um Ästhetik (so macht es überall den Eindruck). So gibt es hier wie überall gutes Material, auf dem Teller und das Geschirr selbst ist in dem Lokal von Wedgewood. Hut ab.
    Es hat Stil. Man kann sich wohl fühlen.
    In dieser Qualitätskategorie ist es auch bei Einbauten im Hotel, Türen, Ausstattungen, Kleiderbügel, man wird äußerst selten mit Mittelmäßigkeit überrascht.
    Das Essen scheint einen hohen Stellenwert zu haben, denn dekoriert ist es immer.

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    Die ältere Generation wird sich bei Konflikten oft weggeduckt (und trotzdem scheint das System irgendwie sozialverträglich zu sein) , so haben wir das recherchiert. Die Hierarchie wird bei den jüngeren Leuten ein Stück weiter aufgelöst. Die Schule soll nicht mehr die absolute Strenge haben, wie zehn Jahre früher.
    Die nachwachsende Generation, der Jugend besteht offensichtlich auch weitgehend aus Einzelkindern.
    Der ArbeitsGeneration folgt eine KonsumGeneration, das ist sehr wahrscheinlich (und beobachtbar)

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    Jazz kam in den 1920ern über Hafenstädte/ausländische Musiker nach Japan und wurde mit „modern“, „kosmopolitisch“ und Stadtleben verbunden – das blieb kulturell hängen.

    Musikmarkt: Japan ist einer der größten Musikmärkte weltweit; das begünstigt Nischen mit zahlungsbereiten, spezialisierten Communities (Sammler, Audiophile, Konzertgänger)

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    Ästhetik:
    Wabi-sabi (侘寂) ist eine japanische Ästhetik/Grundhaltung, die Schönheit im Unperfekten, Vergänglichen und Schlichten sieht.
    • wabi (侘): schlicht, unaufgeregt, „einfach“ – eher zurückgenommen als prunkvoll
    • sabi (寂): Patina, Alter, Spuren der Zeit – das Schöne an Gebrauch, Reife, Vergänglichkeit

    Typische Merkmale:
    • Unregelmäßigkeit statt perfekter Symmetrie (z. B. leicht schief, handgemacht)
    • Natürliche Materialien (Holz, Ton, Papier) und ruhige Farben
    • Patina/Spuren gelten als Charakter, nicht als Makel (Kratzer, matte Stellen)
    • Leere/Raum als Teil des Designs (nicht alles „vollstellen“)

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    Onlineshopping, (übers Fernsehen auch) und Kosmetik scheint ja auch eine große Rolle zu spielen.
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