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  • Day5

    Maulwürfe

    September 6, 2019 in Japan ⋅ ☀️ 31 °C

    Jessis Rucksack ist wieder da. So ein Glück. Pünktlich am dritten und letzten Tag in Tokyo. Heute fahren wir wieder viele Kilometer mit der Metro.

    Zuerst geht's nach Hakacho. Dort trainieren regelmäßig Sumo-Kämpfer. Nicht ganz einfach zu finden. Wir sind nicht die einzigen Touristen, die mit Karte und Handy in der Hand etwas verloren herumlaufen. Heute scheint leider kein Training stattzufinden.

    Deshalb weiter nach Tsukiji zum "äußeren Markt". Früher gab es im "inneren Markt" Fischauktionen zu bestaunen. Heute ist hier leider Baustelle und die Auktionen finden woanders statt. Der "äußere Markt" ist aber auch sehr interessant. Es werden viele Lebensmittel verkauft, die ich nicht identifizieren kann. Wir probieren Dumplings, frittierte Sardinen(?), Maiskolben in Teig am Spieß und Matcha Latte. Alles sehr gut.

    Nach einem Kaffee geht's zum Senso-ji, angeblich der berühmteste Tempel in Tokyo. Wirklich beeindruckend, dementsprechend viele Touristen hier. Als Snack gibts Sushi aus dem Supermarkt. Leider gibt es in Tokyo kaum Sitzgelegenheiten. Alle Japaner, die draußen sind, laufen irgendwohin. Niemand scheint einfach mal draußen zu sitzen und zu entspannen. Zumindest in Tokyo... Deshalb setzen wir uns auf eine metallene Parkplatzbegrenzung und futtern unser Sushi.

    Abends fahren wir nochmal nach Shibuya. Im Dunklen ist hier wieder alles hell beleuchtet. Wir suchen uns wieder ein Automaten-Restaurant und essen Ramen.
    Wahnsinn, wie voll es an diesem Freitagabend hier ist. Auf der Shibuya-Kreuzung könnten jetzt durchaus 1000 Leute pro Ampelphase kreuzen. Rolltreppen, Zugänge zur Metro und die Metro selbst platzen aus allen Nähten.

    Die Metro ist das größte Untergrundnetz, dass ich je gesehen habe. Es ist scheinbar auch das am meisten frequentierte. Jeden Tag fahren über 8 Mio. Menschen damit. Nach 10 Tagen also einmal ganz Deutschland. Hui.
    Wie viele Kilometer wir jeden Tag zu Fuß unter der Erde zurücklegen, weiß ich nicht. Aber bei einem Umstieg von einer Linie in die nächste laufen wir teilweise 500m über mehrere Stockwerke hinweg. Faszinierend. Wer Metro fährt, bleibt fit. :)
    Aber auch ein bisschen schade, denn so legen wir insgesamt mehrere Kilometer zurück, ohne zu sehen, was sich über der Erde befindet.
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