September 2019
  • Day19

    Arigatou gozaimasu

    September 20 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute ist Rückflug angesagt. Von Fukuoka über Peking nach Frankfurt.
    Die 8 Stunden Aufenthalt in Peking sind etwas ungünstig, da wir um 18 Uhr ankommen und erst um 02:30 Uhr weiterfliegen. So können wir aber im Flieger relativ viel schlafen und schaffen auch die Autofahrt am Morgen der Ankunft von Frankfurt bis Aachen problemlos.

    Insgesamt war es ein sehr schöner Urlaub, auch wenn uns ein oder zwei Strandtage zwischendurch gut gefallen hätten. Aber für Strandtage sind wir ja nicht nach Japan gekommen... Wir haben viel Neues kennengelernt und eine ganz freundliche Kultur erlebt. Japan ist eindeutig eine Reise wert. Oder mehrere.
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  • Day17

    Hawks

    September 18 in Japan ⋅ ⛅ 26 °C

    Letzte Station ist Fukuoka, eigentlich nur ein Zwischenstopp vor dem morgigen Rückflug. Es gefällt uns aber auf den ersten Blick ganz gut, eine moderne Großstadt am Wasser.
    Hier wird auch Baseball gespielt, heute Heimspiel Hawks gg. Eagles, und wir haben mehr Glück als in Hiroshima. Nach dem Hotel Check-In fahren wir direkt zum Stadion, wo wir 2 Karten ergattern.

    Da das Spiel erst um 18 Uhr startet, verbringen wir den Nachmittag am Strand in der Nähe des Stadions (hier sonnen sich sogar 4 - 5 Menschen) und mit einem letzten Essen in einer kleinen Ramen-Küche in der Stadt.

    Später dann wieder zurück zum Stadion. Auf den japanischen Tickets versuchen wir rauszufinden, wo genau wir sitzen. Es stellt sich raus, dass ein lustiges Trüppchen, bestehend aus einem älteren Herrn und zwei Damen auf unseren Plätzen sitzen. Sie rücken auf Ihre Plätze auf und schenken uns Nüsse und Käse zu unserem Bier. Total nett.
    Insgesamt ist es einfach viel friedlicher hier als in deutschen Stadien. Die eigene Mannschaft wird gefeiert, der Gegner dabei aber niemals ausgebuht.
    Hooligans gibts hier nicht, die Fanclubs machen trotzdem ordentlich Stimmung.
    Vermutlich auch deshalb decken sich vor dem Spiel alle am Supermarkt auf dem Stadiongelände mit Getränken, Knabberzeug und Sushi ein, das dann tütenweise mit ins Stadion genommen werden darf (solange es eine Plastikverpackung hat). Total entspannt.
    Zugegeben, Baseball wird nicht unser Sport (zum Zuschauen), aber eine tolle Erfahrung war es dennoch.
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  • Day16

    Hiroshima Tag 3

    September 17 in Japan ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich sag mal so: Für Hiroshima selbst reicht eigentlich ein Tag. Außer dem Friedenspark gibt es hier nicht so viel zu tun und zu sehen. Ja, die Stadt ist nett, kompakt, grüner als Tokyo. Und ja, vielleicht sind wir am Ende nicht mehr ganz so motiviert, jeden Tempel anzusehen. Ich tue der Stadt also evtl. Unrecht.
    Aber das Highlight hier ist für mich ohnehin das Essen, Okonomiyaki.

    Das kann ich leider nicht den ganzen Tag tun, deshalb fahren wir per Bus zu einer Shopping Mall etwas außerhalb am Hafen, die eigentlich 365 Tage im Jahr geöffnet hat. Eigentlich. Nur heute ist sie geschlossen. Am Eingang hängt ein Schild in japanischer Schrift. Nur die 17 und die 9 können wir lesen. 17.9. vermutlich. Heute also. Geschlossen. So ein Pech.
    Wir fahren also zurück und shoppen in der Innenstadt. Na gut, wir shoppen eigentlich nicht, sondern gucken nur. Und zum Rasten gibt es mal wieder keine Bänke... Außer mitten auf einer Verkehrsinsel. Das muss mit einem Bier gefeiert werden. :)

    Gerne hätten wir auch einfach noch einen Strandtag eingelegt. Obwohl Japan so viel Küste hat - Strandtage sind hier einfach nicht üblich. Trotz spanischem Wetter. Das japanische Freizeitverhalten bleibt uns ein kleines Rätsel.

    Gegessen wird heute wieder Okonomiyaki. Noch besser als vorgestern. Einfach lecker. Hoffentlich gibt es das zu Hause auch irgendwo.
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  • Day15

    Miyajima

    September 16 in Japan ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute ist Nationalfeiertag ("Ehrerbietung vor dem Alter") und wir fahren nach Miyajima, einer Insel vor Hiroshima, die für ihr "schwimmendes Tor" bekannt ist. Das wird voll...
    20 Minuten Zug- und 5 Minuten Fährfahrt dauert es, bis wir mit gefühlt 10.000 anderen Menschen auf der Insel sind.
    Wir setzen uns kurz in den Schatten und essen Süßkartoffelbrot (oder sowas in der Art) und Zimtmuffins (oder sowas in der Art), das wir uns in einer der wenigen kleinen Bäckereien gekauft haben. Falls man es schafft, eine Bäckerei zu finden, dann hat die meistens ziemlich gutes Zeug zu bieten, Herzhaftes sowie (sehr) Süßes.

    Es dauert keine Minute, da schleicht sich von hinten ein Reh an, das gesehen oder gerochen hat, was wir da essen. Aufmerksam und gar nicht scheu ist das Wild, das sich zwischen den Touristen tummelt und Essbares sucht.
    Ein paar depperte Touristen können es natürlich nicht lassen, die Rehe mit irgendwelchen Kram zu füttern. Das gibt bestimmt Bauchschmerzen...

    Der größte Witz ist, dass das "schwimmende Tor" wegen Restaurierungsarbeiten komplett eingehüllt ist. Irgendwie verstehe ich die Aufregung darum ohnehin nicht. Im ganzen Land steht an jeder Ecke ein Tor. Dieses steht eben im Wasser...
    Wir spazieren über die Insel, entspannen in einem Park, trinken Kaffee, schlendern durch eine Marktstraße, probieren Fish Cake (aus Aal) vom Grill.

    Nach ca. 4h fahren wir zurück und suchen uns am Abend ein Sushi-Restaurant. Oktopus mit Wasabi sorgt für Kribbeln im Kopf und das Sushi schmeckt hervorragend. Allerdings muss das deutsche Sushi sich dahinter nicht verstecken.
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  • Day14

    Hiroshima

    September 15 in Japan ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute geht's auf nach Hiroshima, lediglich eine 30-minütige Zugfahrt von Onomichi entfernt. Wir liefern unser Gepäck zur Aufbewahrung im Hotel ab und machen uns direkt auf, den Peace Boulevard entlang zum Friedenspark. Dort sind der A-Bomb Dome und ein Museum zu finden. Da Sonntag ist, ist es sehr voll.
    Der Dome wird als Mahnmal so erhalten, wie er nach der Explosion im August 1945 war. Die Bombe ist 160m von hier entfernt explodiert, in 600m Höhe.
    Das Museum zeigt die Stadt und die Geschichten der Menschen vor, während und nach der Explosion sowie Informationen zu Atomwaffentechnologie und zur Politik der Atommächte in Vergangenheit und Gegenwart.

    An der Menschheit und ihrer Vernunft sind Zweifel eindeutig berechtigt.

    Am späten Nachmittag schwinge ich mich auf ein kostenloses Leihrad des Hotels und fahre zum Baseballstadion der Hiroshima Carp. Heute findet ein Spiel statt, morgen auch. Vielleicht gibt es ja Restkarten... Leider nein. Aber das Stadion war während des laufenden Spiels dennoch schön anzusehen und anzuhören.

    Abends gibt es Hiroshima-typisches Okonomiyaki. Wahnsinnig leckeres Essen irgendwo zwischen Omelett und gebratenen Nudeln.
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  • Day13

    Insel Hopping

    September 14 in Japan ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute klingelt um viertel vor sieben der Wecker. Schnell zum Frühstück und dann zur Leihrad-Station. So der Plan.
    Das Frühstück dauert etwas länger, als gedacht. So schnell bekommen wir Sushi, Reis, frischen Fisch und für uns nicht identifizierbare Meeresfrüchte um die Uhrzeit doch nicht runter. Es ist wirklich hervorragend - aber zum Frühstück für Europäer doch gewöhnungsbedürftig.

    Jedenfalls leihen wir uns dann zwei Räder und nehmen die Fähre um 09:15 Uhr in südliche Richtung, auf eine Insel der Seto Inlandsee. Auf der Fähre ist viel los, das Radfahren hier ist sehr beliebt.
    Räder und Wetter sind perfekt. Wir radeln ca. 50 KM über mehrere Inseln hinweg zurück in Richtung Onomichi. Dee gesamte Weg ist mit einer blauen Markierung und Kilometerangaben gekennzeichnet.
    Die Inseln sind per Brücke miteinander verbunden. Hier gibt es immer eine gesonderte Spur für Radfahrer. Eine eigene Auffahrt für Radfahrer führt auf jede Brücke rauf und auch wieder herunter auf die nächste Insel. Perfekt gelöst und ein Paradies für Rennradfahrer, denke ich.

    Nach Ankunft und Rückgabe der Räder und Frischmachen im Hotel schlendern wir durch die Stadt und landen in einem kleinen Yakitori Restaurant, das für ca. 15 Leute Platz bietet. Wir sitzen an der Theke direkt vorm Koch. Man bestellt hier Tapas-artig kleine Häppchen nacheinander. Glücklicherweise gibt es eine englische Karte...
    Neben uns eine japanische Frau, ca. unser Alter, und ein älterer japanischer Herr.
    Der ältere Herr freut sich darüber, dass wir deutsch sind und reicht uns in einem kleinen Schälchen eine kleine Probierportion von seinem Essen. Der Koch guckt irgendwie nervös... Wir probieren und finden es eigentlich ganz gut. Der Koch erklärt uns, dass es rohe Leber war und ist vermutlich erleichtert, dass die Touristen ihm nicht vor die Theke gebrochen haben... :)
    Zum Schluss versuche ich auf japanisch die Rechnung zu bestellen. Klappt nicht so gut. Alle lachen, als ich Ihnen auf dem Handy zeige, was ich wollte. Gutes Restaurant. Das ist Japan.
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  • Day12

    Der Mann im Biberkostüm

    September 13 in Japan ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einem entspannten Vormittag fährt uns eine Mitarbeiterin des Guest House zum nächsten Bahnhof. Sie kommt aus Frankreich und ist selbst Reisende, arbeitet nur für einen Monat im Guest House und reist dann weiter durch Japan, bis März 2020. Beneidenswert.

    Der Zug in unsere Richtung kommt hier drei mal am Tag vorbei - morgens, mittags, nachmittags.
    Während wir einsam im Nirgendwo auf den Zug warten, kommt aus dem Nichts ein Mann im Biberkostüm an das Bahngleis, gefolgt von einem weiteren Mann, der sich eine Schweinsmaske(?) aufsetzt, und einer Mutter mit Kind. Alle (auch wir) bekommen Fähnchen in die Hand gedrückt, mit denen wir einem herannahenden Ausflugszug winken. Die Touristen im Zug winken zurück und machen Fotos von uns. Als der Zug vorbeigefahren ist, sind die vier genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht sind und wir sind wieder allein am Gleis. Stranger Things.

    Eine kurze Zugfahrt später sind wir in Onomichi, einer etwas trostlosen kleinen Hafenstadt mit viel Industrie. Das ist unser Ausgangspunkt für eine Radtour über einige kleine Inseln.
    Der abendliche Spaziergang durch die Stadt offenbart, dass hier auch am Freitagabend die Bürgersteig um 18 Uhr hochgestellt werden.
    Wir finden dennoch ein nettes kleines Ramen-Restaurant.
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  • Day11

    So weit das Leihrad uns trägt

    September 12 in Japan ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute entscheiden wir uns gegen Rafting und für die Fahrräder. Das Guest House stellt diese für kleines Geld zur Verfügung.

    Glücklicherweise ist es etwas bewölkt und die Luftfeuchtigkeit nicht ganz so hoch wie gestern. Perfektes Radfahr-Wetter.

    Wir hatten uns gestern Abend noch ein paar Tipps geben lassen und daraus eine kleine Rundtour zusammengestellt. Mit einigen Höhenmetern, die doch an unseren Kräften zehren. Aber es lohnt sich. Wahnsinnsausblicke in die Oboke-Schlucht. Ein Männeken Pis gibt's hier auch.
    Und der Weg zurück führt mindestens eine Stunde lang ausschließlich bergab die Hänge der Schlucht entlang, auf asphaltierter Straße, die wunderbar zu fahren ist. Allein dafür hat sich der Aufstieg gelohnt.

    Am Abend entspannen wir im Guest House und essen dort ein japanisches Curry.
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  • Day10

    Shikoku

    September 11 in Japan ⋅ ⛅ 30 °C

    Shikoku, die kleinste der Hauptinseln, ist unser nächstes Ziel. Raus aus der Stadt, rein in die Natur. Zumindest haben wir das vorher so gelesen - und es bestätigt sich voll und ganz.

    Nachdem wir das Hostel in Kyoto, das uns sehr gut gefallen hat, verlassen haben, steigen wir am Hauptbahnhof in den Zug. Je näher wir dem Ziel kommen, desto kleiner werden die Bahnhöfe und die Orte. Die letzten Kilometer führt die Bahnlinie direkt oberhalb der Oboke-Schlucht entlang,mit schönen Ausblicken auf den Fluss.
    Angekommen in Awa-Kawaguchi werden wir am Bahnhof schon erwartet. Zwei Mitarbeiterinnen des Guest House Momonga, in dem wir 2 Nächte bleiben, holen uns mit dem Auto ab. Sie fahren uns zuerst zum Supermarkt (das hatten sie uns empfohlen) und dann zum Guest House. Das liegt recht einsam oberhalb des Flusses. Wunderschön ruhig und ein totaler Kontrast zu den Städten.

    Den restlichen Tag verbringen wir mit einem kurzen Spaziergang und einem japanischem Abendessen, in der Unterkunft, leckeres Teriyaki Chicken.
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  • Day9

    Schuhe und Affen

    September 10 in Japan ⋅ ⛅ 32 °C

    Kyoto, Tag 2. Wir starten entspannt in den Tag. Erstmal Kaffee.
    Dann zum nahegelegenen Shopping Center. Ich brauche andere Schuhe. Vans sind nicht gemacht für viele Kilometer (zumindest zu Fuß und ohne Skateboard). Ich shoppe erfolgreich ein paar Laufschuhe. Gleich viel besser...

    Weiter gehts zum Bamboo Forest. Natürlich sehr überlaufen. Und die Touristen in Leih-Kimonos überall, die mit ihren Holz-Flip-Flops durch die Gegend "klotschen"... Alle anderen Touristen sind mit Schweißnassen Shirts und Outdoorschuhen (oder neuen Laufschuhen:) ) unterwegs. Eine etwas lustige Mischung.
    Der Bambuswald selbst ist sehr schön, aber kleiner, als wir uns vorgestellt hatten.

    Von dort aus laufen wir zum Arashiyama Affenpark, der auf der anderen Flussseite auf einem Hügel liegt. Wir zögern kurz, weil überall dunkle Wolken auftauchen und Donner in einiger Entfernung zu hören sind. Dann laufen wir aber doch hoch. Auf halbem Weg steht mitten im Wald ein Ventilator, an dem die Touristen sich trocknen können. Oben angekommen sind wir trotzdem wieder komplett nassgeschwitzt.
    Auf dem Hügel leben wilde Affen. Die Besucher dürfen sich in einem begrenzten Bereich zwischen den Tieren bewegen. Ganz nett gemacht.

    Mit dem Bus gehts zurück zum Hotel, kurz frisch machen, dann wieder zum Essen ins Bahnhofsgebäude. Es gibt Soba Nudeln und Sushi.
    Der Bahnhof ist beeindruckend, aber auch verwirrend. Um da wieder an der richtigen Seite rauszufinden, brauchen wir jedes Mal eine Viertelstunde. Ist das so schwierig, oder verstehen wir die Beschilderung einfach nicht? :/
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