• Begegnung mit britischem Zerstörer

    May 3 in England ⋅ 🌙 13 °C

    Eine weitere ereignis- und lehrreiche Segel-Woche geht zu Ende. Wir sind verschiedene Ziele im Solent angelaufen: Portsmouth, Southampton, Cowes, Beaulieu River, Newtown, Yarmouth, Osbourne Bay. Die Tage waren gefüllt mit „drills“: berthing / docking mit und ohne Tidenströmung, „men overboard“ Manöver, Festmachen an Bojen unter Motor und nur unter Segel, mit und ohne Strömung, absegeln ab Bojen in engem Raum, „ferry gliding“ (nutzen der Strömung um die Yacht seitwärts zu bewegen ohne Vorwärts-Fahrt), reffen in allen Windrichtungen, Passage Planning, Pilotages erstellen, Tidenhöhen- und -Ströme berechnen, Navigation ohne Sicht mit Tiefenlinien, etc.

    Korrekte Navigation und entsprechende Berechnungen sind im Solent entscheidend, je nach Tidenstand kann die Wassertiefe weniger als der Tiefgang des eigenen Yacht sein - diverse Beispiele zeugen davon (siehe Video).

    Leider hatte der Coastguard Helikopter, der uns tief überflogen hatte bereits einen Auftrag - ich habe versucht einen „highline drill“ zu organisieren (abseilen Helikopter-Besatzung auf die fahrende Yacht und Bergung eines Crew-Mitgliedes), aber sie hatten keine Zeit.

    Das von der Hamble School of Yachting mitgegebene Essen war ausgezeichnet und hat Crew und Instruktor auch nach 16-Stunden Segeln wieder fit gemacht.

    Neben diversen Begegnungen mit der Grossschifffahrt brauchten wir die Unterstützung eines britischen Warships, um unser Vorsegel in 20kn Wind zu bergen (Furler Problem) - nun gut: es hat uns nicht aktiv unterstützt, aber wenigstens Windschatten gegeben. Morgens um 2 Uhr, kurz vor dem Einlaufen in die Marina von Southampton hat der Furler dann wieder versagt und die ganze Uebung hat von vorne begonnen … . Und zu guter letzt mussten wir auch einmal unseren Motor abstellen wegen Überhitzung. Die Ursache (verstopfter Kühlwasser-Einlass wegen Seegras) konnten wir schnell finden, das Beheben hat dann etwas länger gedauert.
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