• Markus M.
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Let’s try: RYA Yachtmaster

Meine Reise geht in den Süden von England. In Hamble findet an der Hamble School of Yachting der erste Ausbildungsteil zum RYA Yachtmaster Offshore statt. Fünf Wochen voll gepackt mit Segelausbildung, Mororenkunde, Survival Training, u.s.w Read more
  • Trip start
    April 11, 2026

    „ Ich bin dann mal weg“

    April 9 in Switzerland ⋅ ☁️ 21 °C

    In weniger als 40 Stunden geht es los. Material für 5 Wochen Segeln und Schule muss verstaut werden, wenn möglich alles in EINEM EINZIGEN soft-bag, der höchstens 23 kg wiegen darf. Schau ob es gelingt …Read more

  • En route to Southampton

    April 11 in Switzerland ⋅ ☁️ 10 °C

    Von Zürich geht es via Amsterdam nach Southampton. Die im 1. Jahrhundert von den Römern gegründete Stadt erlebte im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung durch Schiffbau und intensiven transatlantischen Handel und wurde zu einem bedeutenden Industrie- und Verkehrszentrum.

    1912 hat sie zweifelhafte Berühmtheit erlangt als „home port“ der Titanic und als Ausgangspunkt ihrer ersten und einzigen Fahrt. Dazu ein späterer Bericht.

    Der Mercury Yacht Harbour in Hamble-le-Rice empfängt mich am frühen Abend mit schönem, aber kaltem und windigen Wetter. Übernachten im AirBnB in der nähe. Die Besitzerin, eine Französin und Regatta-Seglerin meint „wer hier segeln kann, der kann es auf der ganzen Welt“.
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  • MAYDAY in der Poole Bay

    April 15 in England ⋅ 🌬 12 °C

    Eine erste, intensive und lehrreiche Ausbildungswoche liegt hinter mir. 5 Tage, 155sm mit Übernachtungs-Stops in Portsmouth, Poole, Southampton/Ocean Village, Cowes und Hamble. Begegnungen mit schnellen Fähren, Kriegsschiffen, Öltankern, aufpassen auf Gezeitenstrom und Untiefen, durchführen aller Segelmanäver, identifizieren und interpretieren von Seezeichen, einhalten von vorgeschriebenen Wasserstrassen und das manchmal alles gleichzeitig. Am Abend individuelle Debriefings mit Rich, unserem Instruktor und pensionierten Airforce Piloten mit Special Force Ausbildung, lernen auf die kommende VHF Prüfung, kochen, … um dann todmüde in die Koje zu fallen.

    Das Wetter war typisch für England, jeden Tag sonnig, dsnn bewölkt und manchmal auch Regen. Der Proviant, den uns die Hamble School of Yachting zur Verfügung gestellt hat war exzellent und hätte locker auch für für 2 Wochen gereicht. Das Schiff, eine kleine Jeanneau 37 war sehr gut ausgerüstet mit Garmin Navi-System, AIS und Radar der neusten Generation.

    Die Ausbildung ist sehr professionell, die Engländer legen viel Wert auf „drill“, Standard-Prozeduren und -Abläufe und Sicherheit (Risiko-Minimierung). Akronyme wie VMT ind IWOBBLEI helfen, die Abläufe zu verinnerlichen und unter Druck keine Fehler zu machen.

    Am Tag 2, auf dem Törn von Portsmouth nach Poole ist dann der Ernstfall eingetreten. Wir empfangen ein MAYDAY. Unser Instruktor identifiziert die Position in nur 2.5 sm westlich von unserem Standort - wir nehmen Kurs auf das Schiff in Seenot und kommen nach 20 min dort an. Es ist bereits eine andere Segelyacht dort und das „life boat“ ist unterwegs von der Küste zur Rettung. Ein Schiff ist gekentert, die Besatzung (nur eine Person) konnte sich auf den treibenden Rumpf retten und durch winken eine Segelyacht in der nähe auf sich aufmerksam machen, welche dann MAYDAY ausgelöst hat.

    Bereits morgen Samstag geht es weiter: einen ganzen Tag „Sea Survival Training“. Und am Sonntag Funk-Ausbildung und Prüfung für das SRC (short-range certificate).
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  • Wie überlebt man auf See?

    April 19 in England ⋅ ☁️ 15 °C

    Am Samstag stand das ganztägige „Sea Survival Training“ auf dem Programm. Theorie über Sicherheitsausrüstung, Notsignale, „cold water shock“, „secondary drowning“, pre-rescue collapse, hydrostatic squeeze, Helikopter Bergung, Benutzung von life rafts und vieles mehr. Hochinteressante Erkenntnisse, vor allem wenn in Gebieten gesegelt wird, wo die Wassertemperatur unter 15 Grad ist. Wichtige Erkenntnis: Eine Person, die über Bord gegangen ist, ist unmittelbar in Lebensgefahr, auch nachdem sie geborgen werden konnte. Wie sagte noch unser Instruktor: „when have you survived a MOB [man overboard]? when you have left the hospital!“. Im Pool (ohne Wellen, Wind und mit 22 Grad) haben wir dann die Praxis geübt: Rettungsinsel „deployen“, etc (siehe Video).

    Heute Sonntag Ausbildung und Prüfung für das SRC (short-range certificate; Funk).
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  • Beeindruckend schönes Südengland

    April 25 in England ⋅ ☀️ 13 °C

    An unserem ersten freien Tag seit 2 Wochen, haben Alex, ein Crew Mate und ich beschlossen, die Südküste von England zu erkunden. An einem wolkenlosen sonnigen Tag fiel unsere Wahl auf 3 Sehenswürdigkeiten: Durdle Door, ein natürlicher Kalksteinbogen im Meer nahe Lulworth in der Grafschaft Dorset (England), der sich im Privatbesitz einer reichen Familie Weld befindet. Corfe Castle, eine Burg, die oberhalb des gleichnamigen Dorfes auf der Halbinsel Isle of Purbeck liegt. Die Burg wurde von Wilhelm dem Eroberer errichtet und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie hat auch schon bessere Zeiten gesehen, aber sie hat ja auch schon 1‘000 Jahre auf dem Buckel. Und zu guter letzt New Forest National Park, eines der größten verbliebenen Gebiete von unerschlossenen Heideflächen und Wäldern im Süden Englands, das sich über den Südwesten von Hampshire und den Südosten von Wiltshire erstreckt. Es wurde von Wilhelm dem Eroberer zum königlichen Wald erklärt.
    Und wer hat schon Hunde gesehen, denen ein Gelati vergönnt wird?
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  • Von Bucklers Hard nach Beaulieu River

    April 30 in England ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser heutige Törn hat uns den Gezeitenfluss Beaulieu River hinaufgeführt nach Bucklers Hard. Bedingt durch ein Gezeitenfenster mit dem für uns notwendigen Wasserstand sind wir bereits um 14:30 in die Marina eingelaufen. Die Marina liegt in einem sehenswerten Naturschutzgebiet mit Fluss, Wäldern und Ländereien im Besitz der Familie von Lord Montague.

    Bucklers Hard ist ein kleines historisches Dorf in welchem im 18. Jahrhundert über 50 Kriegsschiffe für die Royal Navy gebaut (u. a. auch Horatio Nelsons Lieblingsschiff, die HMS Agamemnon) - die lokalen Bewohner versäumen keine Gelegenheit, dies zu erwähnen, obwohl das Schiff vor fast 250 Jahren vom Stapel gelaufen ist.

    Es blieb also Zeit, die Gegend per Fuss zu erkunden - und diese ist wunderschön. Meine kleine Wanderung führt mich dem Fluss entlang ins kleine Dorf Beaulieu River.
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  • Begegnung mit britischem Zerstörer

    May 3 in England ⋅ 🌙 13 °C

    Eine weitere ereignis- und lehrreiche Segel-Woche geht zu Ende. Wir sind verschiedene Ziele im Solent angelaufen: Portsmouth, Southampton, Cowes, Beaulieu River, Newtown, Yarmouth, Osbourne Bay. Die Tage waren gefüllt mit „drills“: berthing / docking mit und ohne Tidenströmung, „men overboard“ Manöver, Festmachen an Bojen unter Motor und nur unter Segel, mit und ohne Strömung, absegeln ab Bojen in engem Raum, „ferry gliding“ (nutzen der Strömung um die Yacht seitwärts zu bewegen ohne Vorwärts-Fahrt), reffen in allen Windrichtungen, Passage Planning, Pilotages erstellen, Tidenhöhen- und -Ströme berechnen, Navigation ohne Sicht mit Tiefenlinien, etc.

    Korrekte Navigation und entsprechende Berechnungen sind im Solent entscheidend, je nach Tidenstand kann die Wassertiefe weniger als der Tiefgang des eigenen Yacht sein - diverse Beispiele zeugen davon (siehe Video).

    Leider hatte der Coastguard Helikopter, der uns tief überflogen hatte bereits einen Auftrag - ich habe versucht einen „highline drill“ zu organisieren (abseilen Helikopter-Besatzung auf die fahrende Yacht und Bergung eines Crew-Mitgliedes), aber sie hatten keine Zeit.

    Das von der Hamble School of Yachting mitgegebene Essen war ausgezeichnet und hat Crew und Instruktor auch nach 16-Stunden Segeln wieder fit gemacht.

    Neben diversen Begegnungen mit der Grossschifffahrt brauchten wir die Unterstützung eines britischen Warships, um unser Vorsegel in 20kn Wind zu bergen (Furler Problem) - nun gut: es hat uns nicht aktiv unterstützt, aber wenigstens Windschatten gegeben. Morgens um 2 Uhr, kurz vor dem Einlaufen in die Marina von Southampton hat der Furler dann wieder versagt und die ganze Uebung hat von vorne begonnen … . Und zu guter letzt mussten wir auch einmal unseren Motor abstellen wegen Überhitzung. Die Ursache (verstopfter Kühlwasser-Einlass wegen Seegras) konnten wir schnell finden, das Beheben hat dann etwas länger gedauert.
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  • Wie repariere ich eine Yacht? 🤔

    May 4 in England ⋅ ⛅ 18 °C

    Die vergangene Woche haben wir uns mit Yacht-Unterhalt, -Service und -Reparaturen beschäftigt. Wir haben gelernt, wie ein Rig (Mast, Wanten, Leinen, etc.) auf Probleme hin geprüft wird, wie Dieselmotoren auseinandergenommen und (erfolgreich 🙈) wieder zusammengesetzt werden, wie Segel repariert und Leinen gespleisst werden, wie die gesamten elektrischen Installationen funktionieren und wieder zum laufen gebracht werden können. Und zu guter letzt auch (das dürfte meine Crew vor allem interessieren 😅), wie Marine-WC demontiert und wieder montiert werden können, wenn sie verstopft sind 🤢
    (🙈🙈🙈 ich kann euch jetzt anleiten)

    Heute Samstag erster freier Tag seit 2 Wochen, morgen geht es wieder aufs Schiff für einen 7-tägigen Törn über 400sm.
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  • Umzingelt von Kriegsschiffen

    May 10 in England ⋅ ☁️ 13 °C

    Sonntag Abend haben wir unser Schiff verproviantiert für 7 Tage „distance sail“. Erste Etappe von Hamble nach Falmouth, in der Südwestecke von England, 165sm und 36 erlebnisreiche Stunden.

    Toller Sonnenuntergang südlich von Weymouth, starker Wind bis 25kn und hohe Wellen nachts, Crewmitglied seekrank - schlafen während der 3-stündigen Ruhepause schwierig, Gang auf die Toilette nur mit Akrobatik möglich.

    Am frühen Morgen dann aber ruhige Verhältnisse mit wenig Wind. Mindestens 20 Delfine sind uns gefolgt s oder haben unseren Kurs gekreuzt.

    Überhitzer Motor hat uns gezwungen, unsere theoretischen Kenntnisse aus dem Yacht-Wartungs Kurs in der Praxis anzuwenden.

    Später auf dem Weg Richtung Falmouth sind wir einem britischen Flugzeugträger begegnet. Weitere drei Kriegsschiffe waren unterwegs auf U-Boot Mission. Die Töne, die sie Aussenden um U-boote zu finden konnten wir unter Deck hören. Die 3 Zerstörerer haben uns umzingelt, mit etwa 1.5-3sm Distanz. Unser Instruktor, ein ehemaliger Navy Officer hat gemeint wir sollen auf Bugwellen im Wasser achten, erzeugt durch ein ausgefahrenes Teleskop eines abgetauchten U-Bootes.

    Gegen Abend sind wir mit starkem Wind eingelaufen im Hafen von Falmouth.
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  • Abschluss des 1. Moduls: 7 Tage Segeln

    May 14, Ärmelkanal ⋅ 🌬 11 °C

    Zum Abschluss des ersten 5-wöchigen Ausbilungsteils folgte ein 7-tägiger Törn mit 4 Etappen, total 465sm, 30 Stunden Nachtwache im Cockpit und sehr wenig Schlaf. Die Passage von Falmouth nach Dartmouth bleibt vor allem wegen der starken Winde (über 30kn, Windstärke 7) in Erinnerung und die wunderschöne Einfahrt in den River Dart mit seinen alten Burgen und Festungen.
    Die anschliessende Überquerung des englischen Kanals wegen des schlechten Wetters (im Cockpit waren wir mehrheitlich nass und klamm, Wind hatte es aber nicht …). Der Besuch von St Helier in Jersey war sehr lohnenswert. Tidenhub in Jersey mit bis zu 12 Metern gehört zu den weltweit höchsten. Die Rückfahrt nach Hamble wurde in vielerlei Hinsicht spannend: Durchfahrt des Alderney Race erforderte genaue Planung, wenn man zur falschen Zeit ankommt kann die Tiden-Strömung über 7kn betragen (mit einer Segelyacht kaum zu bewältigen), die Nachtpassage über den Kanal mit seinem dichten Verkehr und dann die nächtliche Einfahrt in den Solent über die berühmt berüchtigte „The Needles“. Exaktes Navigieren entlang der vielen Befeuerungen ist zwingend erforderlich (viele Untiefen und starke Strömung) - und dies zu zweit im Cockpit unter Segel - für Lucas und mich, beide bereits ziemlich ausgelaugt, eine echte Herausforderung.
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    Trip end
    May 18, 2026