• Bergdörfer und Schluchten

    July 22, 2024 in France ⋅ 🌬 24 °C

    ≈Mourèze - ≈Arboras

    Nach einem Frühstückskaffee und ein paar Keksen bei Läetitia und Cayou radel ich etwas spät los. Erstes Ziel, das Dörfchen Mourèze (Die Gegend hier war übrigens eine Empfehlung von Claas, der hier letztes Jahr mit dem Camper unterwegs war. Das Dorf ist klein, sehr schön in einer Sandsteinlandschaft gelegen und scheint Ausgangspunkt für viele Wanderungen zu sein. Dementsprechend sind auch viele Touristen mit ihren Autos hier. Von einer deutschen Touristenfamilie schnappe ich auf, wie die Größere auf den Boden zeigt und der kleineren Schwester das Angebot „Wenn du diesen Wurm hier isst, bekommst du 20 Euro“ macht. Ach ja, Kinder sind wohl immer gleich, ich glaube, das habe ich früher auch gemacht und muss schmunzeln …

    Als Nächstes steuere ich zur Abkühlung den Stausee Lac du Salagou an. Fels und Boden verfärben sich plötzlich zu einem dunklen Braunrot und die Hügel sind von etlichen aus hellen Steinchen geschriebenen Zeichen und Wörtern gesprenkelt. Einer der erloschenen Vulkane, der diese Landschaft mitprägte, lässt sich auch noch gut erkennen..
    Nach der Abkühlung im See werde ich ausnahmsweise mit Rückenwind vorwärtsgeschoben (30+ km/h) und muss fast nicht treten. An einem Straßenobststand ergänze ich mein Mittagessen (ein richtiges Frühstück hatte ich noch nicht) mit einer Wassermelone, auf die ich mich schon riesig freue. Kurz vor dem Pont du Diable, wo ich meine Pause machen möchte, bemerke ich, dass sich die Wassermelone, ohne ein Wörtchen zu sagen, verabschiedet hat. Ich fahre geschätzte drei Kilometer zurück und suche die Strecke ab, doch wie soll man in einer Hügellandschaft eine Wassermelone wiederfinden? Wer weiß, wo sie es sich schon gemütlich gemacht hat und meinem hungrigen Mund entkommen ist. Schade, also keine Wassermelone 😓

    Der Blick auf die Pont du Diable mit See und Schlucht entschädigt aber ganz gut. Genauso wie das Dörfchen Saint-Guilhem-le-Désert (HIGHLIGHT!!!). Wirklich ausnahmslos schön, insbesondere bei abendlichen Lichtverhältnissen! Hier möchte ich unbedingt irgendwann nochmal hin, um die Berge drumherum zu bewandern oder zu beklettern.

    Durch meine heutigen See- und Dorfaufenthalte sowie unglaublichen Windböen am Ende des Tages, schaffe ich den letzten Anstieg zum kostenlosen Camping nicht ganz und schlage mein Zelt im nächstbesten Waldweg auf.
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