Den heutigen Tag widme ich dem Mythos Route 66. Ich fahre noch mal ein Stückchen zurück nach Kingman rein, wo ich unter anderem das Route 66 Museum besichtige.
Die Route 66 hat einige dunkle Flecken in ihrer Geschichte, die im Museum in Kingman nicht verschwiegen werden. Denn die mühsame Expansion der Siedler, Goldsucher und Wirtschaftsflüchtlinge kümmerte sich nicht groß um die hier bereits lebenden Völker. Die „netteren“ Menschen waren für Umsiedlung und/oder kulturelle Angleichung, die Hardliner für Ausrottung. Der ganze Zug nach Westen basierte auf der Ideologie der „Manifest Destiny“: der Überzeugung, dass es Gottes Wille und Auftrag sei, die amerikanische Großartigkeit und Kultur möglichst weit zu verbreiten. Der Glaube an die göttliche Vorherbestimmung führte zur Marginalisierung aller Gruppen, die nicht der Definition des „amerikanischen“ entsprachen. Mir drängt sich der Gedanke auf, dass es da einige Parallelen zur heutigen amerikanischen Politik gibt.Read more