Potosi, die Silberstadt...
19 marzo 2022, Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C
Nach zwei "Ferientagen" auf dem Privatplatz von Monika und Mario in Tupiza fahren wir über das Altiplano Boliviens immer auf +- 3000 müm durch beeindruckende Landschaft und schlussendlich über den 4361 müm (!!) hohen Pass nach Potosi. Unser Ländy gibt sein Bestes und wir helfen mit: Klimaanlage aus, Schlaglöcher meiden und unvermeidliche Überholmanöver ohne Blinker!
Das Silberreichtum der am Fusse des Cerro Rico und auf 4000 müm liegenden Stadt machte Potosi im 17. Jahrhundert zur grössten Stadt der Welt ...und wurde von den Spaniern arg ausgebeutet.
Der Haupteinkommenszweig ist heute noch der Bergbau. Abgebaut werden hauptsächlich Zinn, Kupfer und Silber.
Die Arbeitsbedingungen der Mineros sind absolut bedenklich und auf einem sehr niedrigen Sicherheitsstandard. Es wird vor allem von Hand gearbeitet, wobei die Frauen ausserhalb der Minen auf mühsamste Art die Ausbeuten sortieren.
Durch eine beeindruckende Führung in einer Mine, anlässlich derer wir den Mineros Kokablätter, die sie bei Ihrer beschwerlichen Arbeit unter Tag immer kauen, mitgebracht haben, waren wir entrüstet über die überaus harte Arbeit der sehr jungen Männer und die absolut mangelhaften Arbeitsbedingungen...
Begeistert hat uns hingegen ein Rundgang durch die Stadt, dies entgegen dem ersten Eindruck von gestern, der bei uns eine unheimliches Durcheinander von Verkehr, engen Strassen und ärmlichen Menschen hinterlassen hatte: Um den Hauptplatz 10 Noviembre gibt es viele schöne Gebäude aus den Blüte- und Kolonialzeiten des 16. und 17. Jahrhundert.
Auch die anschliessenden sehr schmalen Gassen wirken sehr einladend. Die Kathedrale war leider geschlossen, wichtig war aber das in der Nähe liegende casa real de moneda. Mit den Bau der casa real de moneda, der königliche Münze, wurde 1572 begonnen. Die spanischen Kolonisatoren holten riesige Edelmetallmengen aus der Mine und finanzierten damit ihre weltweiten Feldzüge.
Mit vielen Eindrücken fahren wir im kaum fahrbaren, klapprigen Taxi zurück ins Hotel "Estancia Cayara", eine der ältesten Haziendas von Südamerika, die heute ein Hotel und ein Museum beherbergt und nach wie vor Landwirtschaft betreibt. Hier lassen wir uns verwöhnen und versuchen, am wärmenden Chemine die Welt neu zu ordnen...Leggi altro




















Viaggiatorebeeindruckender bericht und tolle bilder. die arbeitsbedingungen entsprechen definitiv nicht den suva vorschriften! wir sind schon unglaublich verwöhnt....
RUEDI - hakuna matata.Da werden Menschen seit Jahrhunderten unglaublich ausgenützt ...und können/ wollen? sich nicht wehren. - Wir wissen gar nicht, wie gut wir es haben!
Viaggiatore
Sieht nicht gerade vertrauenswürdig aus... 🙃