• Meteora Monasteries

    9. juni 2025, Hellas ⋅ ☀️ 31 °C

    Gestern haben wir Albanien, das uns sehr gut gefallen hat, verlassen und sind in Griechenland eingereist. Auf der Fahrt haben unendlich viele Ginsterbüsche gelb geleuchtet. Wir haben das Glück, dass diese jetzt grad blühen.
    Unser erster Halt in Griechenland ist die Stadt Ioannina, Hauptstadt von Epirus gelegen am Ufer des Pamvotida-Sees. Die Altstadt ist auch heute noch von den gewaltigen Mauern einer Stadt-Festung rsp Zitadelle umgeben. Im südöstlichen Bereich befindet sich das Palast Areal mit der pittoresken Fetiyuie Moschee, das Mausoleum von Ali Pascha.
    Unser Ziel heute ist Kalampaka. Schon von weitem beeindrucken die speziellen Felsformationen. Von den METEORA-KLÖSTERN ist aus dem Tal nichts zu sehen, was wahrscheinlich so gewollt war.
    Erst am andern Morgen, als wir mit dem Bus hochfahren, sehen wir die einzigartige Szenerie stalagmitförmigen, dunklen Felsen, wohl er ideale Platz um Klöster zwischen Himmel und Erde zu bauen. Während sich bis ins erste Drittel des 20. Jh. die Mönche mit Körben und Netzen zu ihren Behausungen hinaufgehievt wurden, ist heute alles erschlossen mit grossen Steintreppen.
    Die schwindelerregenden Felsen entstanden durch eine tenktonische Verschiebung der Erdkruste, die vor 25 Mio Jahren stattfand. Vor 10 Mio Jahren drückte eine vertikale Krustenverschiebung die Gebirgsflanken aufeinander.Wind und Rinnsale von Regenwasser taten ein übriges, um die dramatische Kulisse herauszumodellieren.
    Im 14. Jh. begründete der Mönch Meteoritis auf dem 630m hohen Fels Meteora, was so viel bedeutet wie in der Luft zwischen Himmel und Erde zu schweben. In den folgenden 200 Jahren enstandenweitere 23 Klöster. Im 17. Jh. begann der Zerfall des Klosterwesens. Die Forderungen der Türken wurden immer höher, die Klöster stritten sich um die Ländereien in der Ebene. Die Mönche verliessen eine Anlage nach der andern, anlässlich der Besucherströme in den 1960er Jahren zogen nochmals ein grosser Teil von ihnen auf den Berg Athos, zu dem Touristen keinen Zutritt haben. Heute können lediglich noch 6 Klöster besucht werden. Wir besuchen die beiden Klöster Varlaam (Mönchkloster) und Rousanou (Nonnenkloster), also beide noch bewohnt. Die wunderbaren Fresken in den Gebäuden, vor allem in den Kirchen,
    haben uns begeistert, aber auch die vielen Blumen in Tontöpfen lassen alles sehr bewohnt aussehen.

    PS: Das Kloster "Agria Triada" diente 1981 als Kulisse für den James Bond Film "For your Eyes only".
    Les mer