• RUEDI - hakuna matata.
  • Margrith von May
  • RUEDI - hakuna matata.
  • Margrith von May

West-BALKAN

Durch Schluchten und Berge des Balkans: Kroatien - Bosnien/Herzegowina - Montenegro - Serbien - Albanien - NordMazedonien - Griechenland. Nicht ganz alleine, falls Allrad und Seilwinde nicht genügen: Eine Tour mit SeaBridge. Read more
  • Trip start
    May 8, 2025

    Vorbereitung & Vorfreude... 😊

    December 6, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 7 °C

    Schon längere Zeit beschäftigen wir uns mit unserer Reise in ein eher unbekanntes Stück Europa: Westbalkan rsp. "Ex Jugoslawien" von Slowenien bis Nordmazedonien.

    Nur Slowenien und Kroatien sind Mitglieder der EU. Die übrigen Länder sind Beitritts-Kandidaten, wobei die Kandidatur von Kosowo infolge "Unklarheiten bezüglich Serbien" noch nicht angenommen werden konnte.
    Wir haben nicht nur Reiseführer gelesen. Dank Tips konnten wir uns auch mittels Literatur ("historische Romane") etwas in die Kultur der Balkanstaaten einlesen:

    o "Das Walnusshaus" (Miljenko Jergovic) lässt uns durch eine alte Dame aus Dubrovnik und ihr ganzes Umfeld in Ex-Jugoslawien eintauchen.
    o In "Chronik in Stein" (Ismail Kadare) erzählt ein Kind aus seiner aus den Fugen geratenen Welt in der südalbanischen Stadt Gjirokastra. Wir erhalten Einblicke in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die durch das italienische Heer angeordneten Massnahmen.
    o "Der zerbrochene April" (Ismail Kadare) spielt im bevölkerungsarmen Hochland Albaniens. Wir erhalten Einblicke in das immer noch bedeutsame Gewohnheitsrecht des "Kanun": Spielregeln der Gastfreundschaft, der Blutrache und ganz allgemein des Zusammenlebens werden auch heute noch beachtet.

    Wir sind jedoch nicht nur auf die politische Situation der Region gespannt, die auch heute noch durch die Scharnierfunktion zwischen Islam und Christentum beeinflusst ist. Wir freuen uns auf unberührte und wenig besiedelte Landschaften, auf unbefestigte Strassen und ein wenig "Offroad" sowie auf offenbar sehr nette Menschen (...je ärmer, desto nett).

    Bis Kroatien sind wir alleine. Bei den Plitvicer-Seen schliessen wir uns der SeaBridge-Gruppe an. Es sind dann im Wesentlichen bis Nord-Griechenland die Standplätze reserviert und gemeinsame Besichtigungen sind organisiert. Offroad fahren wir in kleinen Gruppen während normalerweise die Tagesziele individuell angefahren werden. In Nord-Griechenland haben wir noch einige Tage alleine und werden dann mit der Fähre nach Ancona (I) fahren.

    Den Start haben wir auf morgen festgelegt: Margrith hat noch eine Grippe eingezogen und ist hoffentlich morgen wieder fit. ...und es ist dann bestimmt auch ab morgen für die nächsten 6 Wochen wieder schönes Wetter!
    Read more

  • gschtartet...!

    May 9, 2025 in Italy ⋅ 🌧 8 °C

    Tendenz positiv: nur noch wenig Halsweh und die Versicherung, dass wir notfalls ein gutes Hotel suchen. - Ist aber echt schwierig mit unserem Luxus-Fahrzeug eine bessere Alternative zu finden!

    So oder so: wir starten in Richtung Süd über den Splügenpass ins Veltlin (...das Stilfserjoch ist noch geschlossen!), über den Aprica und den Tonale ins Südtirol.

    Natürlich ein Zwischenhalt im Hospiz Monte Spluga (...hier ist ein (1) Glas "vom Guten Roten" aus historisch gewachsenen Gründen erlaubt).

    Obligatorischer Verfahrer auf der Autobahn Ostufer Comersee: 2 x 19 km (...die Italiener machen einfach nicht gerne Ausfahrten) ermöglicht doch noch ein paar Blicke auf den See.

    Das Veltlin: Da haben Schweizer einst tapfer bei Sondrio gekämpft und auch gewonnen ...und schlussendlich das schöne Tal doch den Italienern überlassen!? - Das müsste KKS doch noch einmal mit Frau Meloni besprechen und als vorbereitende Massnahme Zölle (z Bsp 150 %) auf italienische Waren androhen. ...oder so.

    Wir fahren immer wieder durch kleine Regenschauer. Tendenz und Prognosen aber bessernd ...und schöne Regenbogen 🌈.

    Nun suchen wir langsam einen Übernachtungsplatz und finden einen optimalen Parkplatz am Corredo-See bei Cles im Südtirol: wunderbare Aussicht, ruhig und ganz alleine.

    Wir werden bald gut einschlafen!
    Read more

  • schnell den Weinkeller ergänzen...

    May 10, 2025 in Italy ⋅ 🌙 14 °C

    "Friaul ist eine der renommiertesten Weißweinregionen Europas, bietet aber auch hochwertige Rotweine und eine große Vielfalt an autochthonen und internationalen Rebsorten." ...meint Perplexity!

    autochthon: "altgriechisch αὐτόχθων autóchthōn für „einheimisch, eingeboren, hier entstanden" ...meint Wikipedia.

    Ich meine: wir sind von West in das Friaul gefahren und haben eine schöne Region gefunden: viel Anbau von Früchten und Gemüse - aber Reben halten sich zumindest hier im Norden bei Tarcento in Grenzen. Und wenn, dann sind die Stöcke noch jung und klein. Und degustiert haben wir nur unseren mitgebrachten Malbec (eingeführt über die Schweiz aus Mendoza!), der aber ausserordentlich gut zu den Spaghetti "a la Mode du Chef" gepasst hat ...und das auf einem ganz kleinen und einfachen Campingplatz (man ist Gast eines jungen Paares, das das Anwesen geerbt und noch ganz viel vor hat).

    3 andere Wohnmobile, total ruhig und privat. Überwältigende Sicht während dem Sonnenuntergang in das Weingebiet "Colli Orientali di Friuli", das wir morgen zu erkunden gedenken 🍷.
    (Montina / Zucco Hill Valley)

    ***

    Und plötzlich mittendrin:

    "baldivino" heisst die Osteria, in der wir inmitten von Weinbergen auf hohem Niveau verwöhnt werden: Perlage Borgo Romanzo (bei uns nennt man so etwas "Prosecco") und Rot(!)wein (...auch sehr gut!)

    Wir kaufen auch grad noch etwas Wein: ein gewisser Notvorrat wird ja heute allgemein empfohlen...

    Rund um uns nur Weinberge! Sprinty schnüffelt noch ein paar kleine Wege ab und dann geben wir ein neues Ziel ins Navi ein: Slowenien, ein kleines Dorf namens Obrov. Alles um uns ist grün, man denkt nicht dran, wie nah die Metropol-Region Triest liegt.

    Wir finden einen guten Stellplatz bei einer Pension mit kleinem Restaurant. Nach dem opulenten Mittagessen wird nicht mehr gross gekocht; ein ruhiger Abend also!
    Read more

  • bei Ljiljana und Ferdo!

    May 12, 2025 in Croatia ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute haben wir bei Ljiljana und Ferdo abgemacht! Wir sind in etwa drei Stunden in Klenovica und haben deshalb gut Zeit zum z'Mörgele, Yoga und auch zur Austestung des Terrabandes: von jetzt an wollen wir möglichst täglich unsere Übungen absolvieren!(?)

    Wir sind bald an der Grenze zu Kroatien, obwohl wir die gut ausgebaute Autobahn nicht nutzen: unser (kleiner) Lastwagen braucht hier einen speziellen Empfänger, der auf Grund der gefahrenen Kilometer die Maut abrechnet. Dieses Gerät mietet man irgendwo und gibt es dann auch wieder irgendwo zurück, was mehr Zeit benötigt, als die ebenfalls gut ausgebaute Hauptstrasse zu benutzen.

    Vor Rijeka wird es richtig steil. Hier fällt auch der Wind ca 500 m zur Adria hinab und wird zum wohlbekannten Starkwind "Bora", der sich dann zwischen den vorgelagerten Inseln zum "Kvarner-Starkwind" verdichtet - eine Herausforderung insbesondere auch für alle Segler!

    Wir schwenken ab nach Bakar. Ein kleines Städtchen, das seit der Auflösung Jugoslawiens in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. Hier wurde einst eine Kokerei betrieben. Die Genossen haben gegeben was sie konnten, aber auch die ganze Umgebung verschmutzt. Sogar einen ca 400 m langen Transport-Tunnel unter dem Hafenbecken wurde erstellt, der aber heute nur noch Industriedenkmal ist. Heute wird hier nur noch Kohle umgeschlagen. Das Städtchen wirkt total verschlafen aber es lässt den politischen Wandel gut fühlen. Ein am Steg vertäutes Motorschiff erinnert an die einstige Marineschule, welche auch die erste Fachhochschule Jugoslawiens war.

    Der Küstenstrasse entlang treffen wir auf immer mehr Tourismus-Infrastruktur. Die Quaianlagen sind schön ausgebaut und die Ortskerne neu aufgemacht. Ca 5 km nach Vinodolsky sind wir am neuen Wohnort von Ferdo, in Klenovica. Sofort finden wir das Haus mit der überwältigenden Sicht auf die Kvarner Bucht und werden von den Beiden herzlichst begrüsst: Slibowitz und selbstgemachter Likör, kalte Platte ...und ganz viel zu erzählen!

    Wir dürfen in der "Präsidentensuite" übernachten im obersten Stockwerk und mit Sicht auf die Insel Krk und die Starkwind-Böen, die hier ziemlich normal sind. Zuerst aber spazieren wir zum neuen Sporthafen und besichtigen Ferdos ganzen Stolz: das neue Motorboot. Leider haben wir keine Zeit zum Auslaufen. Entlang des Quai-Weges zum kleinen Inseli mit Ziel Fischrestaurant: Natürlich Dorade und alles, was wir uns dazu wünschen!

    ***

    Nach ausgiebigem Zmorge-Zmittag ist es schon bald 1200 Uhr und wir müssen wieder los: wir haben heute mit unserer Reisegruppe in Plitvic abgemacht. Ein Muss ist natürlich der Besuch der Plitvicer Seen, ein Naturwunder ganz besonderer Art: kaskadenartig haben sich die Seen über eine Distanz von 5 km in den Kalkfels eingegraben.
    Read more

  • Bosnien und Herzegowina 🇵🇾

    May 15, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 20 °C

    Hier waren wir noch nie: ein neues Land für uns. Und vieles ist anders als bei uns: 3.3 Mio Einwohner haben 51'200 km2 Land zur Verfügung ( CH: 9.1 Mio / 41'000 km2 also fast 4 x mehr Menschen pro km2!). Bosnien und Herzegowina ist eine Geburt des Jugoslawien-Krieges und es ist immer noch nicht allen ganz wohl in diesem Gebilde: Die haben 3 Präsidenten, die alle 8 Monate den Vorsitz als Staatspräsident wechseln. Sie repräsentieren drei Landesteile: einen serbischen (serbisch orthodoxe Christen), einen bosniakischen (bosniakische Muslime) und einen kroatischen (römisch katholische Christen). - ob das wohl gut geht?

    Als Urlaubsziel ist B&H ein Geheimtipp: Abgeschiedene, wenig bevölkerte Berglandschaften, wilde Schluchten ...und das Zusammentreffen von Orient und Okzident.

    Wir starten mit Ziel Jajce und passieren schon bald problemlos und schnell die EU-Aussengrenze. Wir wechseln wenig Landeswährung (Mark) und fahren los in Richtung Ost: Wald und Grün wechseln mit kleinen Dörfern. Wir sind auf ca 1000 müM auf einer Hochebene. Die anfänglich perfekte Strasse wird schmaler und hat dann ca 20 km keinen Asphalt mehr, ist aber gut unterhalten.

    Restaurants sind selten, einen schönen Picknickplatz finden wir aber sofort. Oft fahren wir an Kriegsdenkmälern vorbei mit Soldatenfriedhöfen. Teilweise sind
    ganze Dörfer verlassen. Die Natur aber ist wunderbar und unverbraucht.

    Stopp! Da steht ein total verrosteter Zug wie vergessen in der Landschaft. Die Geleise sind zurückgebaut, da nach dem Krieg nicht mehr gebraucht.

    Landwirtschaftlich genutzte Flächen sehen wir nur wenige: Da liegt noch grosses Potential brach!

    Den von der Gruppenleitung reservierten "Carpark" (=Campingplatz) finden wir sofort, nachdem wir uns erinnert haben, wie man Dezimal-Koordinaten umrechnet.

    Margrith spaziert noch 5 Min zu den nahe liegenden kleinen Wasserfällen mit Mühlen (Mlincici).
    Read more

  • SARAJEVO

    May 17, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einem kurzen Besuch von Jajce (eher touristisch: Wasserfall, Burg und kleine Altstadt) starten wie in Richtung der Hauptstadt von BIH. Weiter durch den "Grünen Balkan" und bald einmal entlang dem längsten Fluss im Lande, der Bosna. Kurz vor Travnik haben wir Hunger. Im angepeilten Cafe gibts nicht zu essen, aber der Chef bringt uns persönlich zu einem Freund, der uns sehr freundlich mit Cevapcici bedient.

    Auf der Hauptstrasse weiter bis Sarajevo, wo für uns auf einem kleinen Stellplatz reserviert ist. Am Abend schauen wir Videos mit Thema Jugoslawien-Krieg. Unglaublich wer da weshalb abwechselnd gegen wen gekämpft hat. Schlussendlich scheint am wahrscheinlichsten, dass die Serben ganz Bosnien-Herzegowina erobern wollten und die dort ansässigen Christen (die sich eher als mit den Kroaten verwandt sehen?) vertreiben wollten. EU, UNO und Nato waren so halbherzig auch immer irgendwo dabei, wollten aber offenbar schlussendlich hauptsächlich verhindern, dass ein rein muslimischer Staat "Gross-Serbien" inmitten Europas entsteht. Furchtbar, was da alles (nicht weit weg von der Schweiz!) passiert ist. - Man kann aber nicht einfach wegsehen...

    ***
    Sa, 17.5.2025
    Per Bus fahren wir mit örtlichem Führer in die Stadt. Er erzählt vieles über die Region. Die schönste Zeit hier wäre vor und nach der Olympiade gewesen. Hier aber hat mit dem Attentat auf den designierten Kaiser von Österreich-Ungarn und der darauf folgenden Kriegserklärung Österreichs an Serbien der Erste Weltkrieg seinen Ursprung gefunden. Und genau hier wurde die Stadt im Jugoslawienkrieg mehr als 3 Jahre von Serben belagert. Die Aggressoren haben sich total verschätzt: Sie gingen davon aus, dass die Stadt in 1-2 Wochen eingenommen ist und dann nach der Idee "Wem die Hauptstadt gehört, dem gehört Bosnien" den Rest des Landes schnell unterjochen werden. Geplant war, alle Nicht-Serben baldmöglichst auszugrenzen, umzustimmen und zu vertreiben. (Ist nicht fast dasselbe aktuell in der Ukraine im Gange?! ...und einst in Finnland mit Teilerfolg passiert?)

    Wir besichtigen zuerst den Tunnel, der von den Bosniaken in kurzer Zeit von Hand unter der Piste des Int. Airport gebaut wurde, um einerseits die eingeschlossene bosnische Armee ausschleusen und nachher die Stadt mit dem Notwendigsten versorgen zu können.

    Nun aber wird es wieder heiterer: Die Stadt ist neu aufgebaut und man meint, positive Energie und Lebensfreude zu spüren: Viele kleine Geschäfte im Zentrum. Schöne Gebäude von der Mosche über die christliche Kirche bis zu Synagogen. Der Führer (Mohamed) erklärt überzeugend, dass hier alle Konfessionen friedlich zusammenleben und alle Feste wie Weihnachten etc miteinander feiern. Man schaut hier nicht auf die Konfession (viele Leute sind nicht praktizierend, sondern nur auf Papier einer bestimmten Konfession angehörend) sondern darauf, ob ein Mensch gut oder schlecht ist.

    Müde kehren wir zurück in unseren Sprinty und müssen erst mal ein Bier trinken und etwas ausruhen. - Gar so intensiv haben wir die Eindrücke nicht erwartet...
    Read more

  • 25 km/h

    May 18, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir müssen uns den Strassenverhältnissen anpassen: heute schaffen wir nicht mehr als 25 km in der Stunde.

    Uns erwartet eine schöne Strecke über die Berge. Wir fahren nach Sarajevo über die vom Militär während der Belagerung zur Versorgung von Sarajevo benutzte Strasse hoch. Vorbei am ehemaligen Olympia Skigebiet, das noch in Betrieb ist, im Gegensatz zur Olympia Schanze, die still vor sich altert.
    Die Strasse schlängelt sich sehr schmal am Abgrund weit oberhalb des Sees Borocko Jezero durch die Berglandschaft und eröffnet immer wieder fantastische Blicke auf die Umgebung. Das Leben der Menschen in dieser Gegend scheint karg.

    Die Fahrt ist beeindruckend und voller Ueberraschungen. Man weiss nie, was uns nach der nächsten Kurve erwartet.
    An frühen Nachmittag treffen wir auf unserem sehr schönen Platz in Mostar ein, direkt am Fluss Neretva.
    Read more

  • Mostar - Lastva

    May 19, 2025 in Bosnia and Herzegovina ⋅ 🌙 12 °C

    Wir besichtigen am Morgen die Stadt Mostar. Bekannt durch die im Krieg zerbombte, danach aber relativ bald und sehr originalgetreu wieder aufgebaute Bogenbrücke. Nicht gewollt, aber dennoch passiert: durch die fotogene Brücke ist die Stadt ziemlich weltberühmt - und auch in das Inventar der UNESCO aufgenommen worden. Die Stadt profitiert nun nachhaltig vom Tourismus, hat aber auch nationale Funktionen: Sie ist Hauptstadt der Region Herzegowina, beherbergt diverse Universitäten und ist informeller Wirtschafts-Schwerpunkt des ganzen Landes.

    Am Mittag nehmen wir die Fahrt an die Grenze zu Montenegro in Angriff. Ca 170 km und heute kein "OffRoad", aber ganz schön schmal und auch anspruchsvoll hinsichtlich wilden (...und anderen) Tieren, die plötzlich aus dem Gebüsch springen könnten: Bären, Wölfe, Luchse, etc. - Ist aber nichts passiert, ausser dass eine ganz normale Kuh "plötzlich" auf der Strasse stand ...und sofort wieder im Unterholz verschwunden ist. - Ist aber auch trotz unserem "Kuhfang-Bügel" an der Front des Sprinty ganz unangenehm, wenn man nicht rechtzeitig bremst.

    Zwischenhalt in Pocitelji: Burg, grosse Gartenbeiz, mittelalterliches Dorf - uns hat es gefallen: eine echte Abwechslung in Richtung "schöne Ferien mit Limonade".

    Kurz vor dem Standplatz (wir dürfen Platz und Infrastruktur eines Sportclubs nutzen) tanken wir nochmals; es muss noch das BIH-Geld (2 konvertible Mark = 1 EUR) verbraucht werden. Ab morgen bezahlen wir wieder mit EUR's.

    Nachtessen in der Gruppe; gekocht von Mutter und Tochter wahrscheinlich des Präsidenten: Viel und einheimisch.
    Read more

  • Montenegro 🇲🇪

    May 20, 2025 in Montenegro ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Wetterprognosen sind eher schlecht, drum geniessen wir noch die Sonne und fahren spät ab in Richtung Grenze zu Montenegro (620000 Einwohner / 13'800 km2 => 45 E/km2 (CH: 222 E/km2)). Der Grenzübertritt geht einfach vor sich und der Zöllner hat Zeit, noch eine wenig (es sprechen hier vieleLeute gut englisch) mit Margrith zu schwatzen: "Montenegro ist eine Paradies. Er kennt die Schweiz ein wenig, weil er seinen Sohn in der Schweiz besucht hat, findet die Schweiz zwar schön, aber es gibt ihm viiiel zu viele Gesetze und Vorschriften. Das sei hier besser." - Wir glauben ihm das einfach einmal...

    Auf perfekter Strasse durch schöne Gebirgslamdschaft erreichen wir die Bucht von Kotor. Feriengefühl kommt auf und wir fühlen uns an den Comersee versetzt. Mit der modernen Fähre übersetzen wir problemlos auf die andere "See"-Seite. Hier rechts weg von der Hauptstrasse: Durch eine enge Gasse finden wir ein sehr sympathisches kleines Hotel**** und und sitzen schon bald auf der (...immer noch sonnigen) Terrasse direkt am See (Salzwasser!). Da schmecken uns auch die total fein zubereiteten Crêpes doppelt gut!

    Nun wird es etwas hektischer. Unter Verkehr wird auf viele km lange vierspurige Strasse gebaut, was natürlich zu vielen Staus und Wartezeiten führt. Wir haben den Eindruck, dass die Region stark aufstrebend ist: Hotels und auch diverse Produktionsbetriebe haben sich angesiedelt und werden von dem Infrastruktur-Ausbau profitieren. Wir sind früh dran: Auf schöner Strasse fahren wir zuerst bei Budva auf den ca 900 m hohen Kosma-Pass, um die Aussicht auf die Adria zu geniessen. Wieder am Meer finden wir bei Budva den rekognoszierten, relativ engen aber dennoch guten Stellplatz, auf dem wir zwei Nächte stehen werden.
    *****
    21.5.2025:
    Wir besuchen Kotor: Die geschichtsträchtige Altstadt wurde nach dem Erdbeben von 1979 praktisch vollständig neu aufgebaut. Der Blick von der oberhalb gelegenen Festung zeigt die dreiecksförmige enge Altstadt und die Anlegestelle der grossen Kreuzfahrtschiffe. Klar: ab 1100 Uhr nehmen die Touristen die Stadt in Besitz...

    Wegen der strategisch und nautisch günstigen Lage nutzten verschiedene Herrscher diese Bucht: Nach dem Fall des byzantinischen Reiches betrieb Venedig seinen Stützpunkt, danach das Königreich Serbien und danach auch die Habsburger. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Kotor Teil von Montenegro,

    Der weitere Ausflug führte nach Batva. Im Restaurant Porto haben wir in bester Gesellschaft wunderbar gespiesen, Den Besuch der Altstadt verschieben wir auf morgen - man kann halt nicht alles gleichzeitig haben!

    https://youtube.com/shorts/3YfWm-eBhh0?si=b2Rd-…
    Read more

  • Orthodox...

    May 22, 2025 in Montenegro ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach dem frühmorgendlichen Besuch der Altstadt von Budva geht es los in Richtung Nord. Adieu Mittelmeer; wir sehen dich erst in Griechenland wieder. Der Zwischenhalt beim 1665 in 900 müM in den Fels gebaute Kloster Ostrog veranlasst uns, Perplexity zu fragen, wie sich die orthodoxe Kirche definiert:

    Die katholisch-orthodoxe Kirche definiert sich als eine christliche Glaubensgemeinschaft mit Ursprung im byzantinischen Reich, die sich durch die strenge und wörtliche Auslegung der Heiligen Schrift auszeichnet. Sie versteht sich als die ursprüngliche Kirche Jesu Christi, die die sieben Sakramente bewahrt und an die Dreifaltigkeit glaubt. Im Gegensatz zur katholischen Kirche wird sie nicht vom Papst, sondern von mehreren Patriarchen ohne absolutes Oberhaupt geleitet. Die orthodoxe Kirche legt großen Wert auf die Verehrung von Ikonen und die Verbindung von Kirche und Staat in einer harmonischen Einheit.

    Heute stehen wir ganz abgelegen auf einer weiten Alpwiese, umgeben von Schafen, Kühen und Pferden in der Nähe von Savnik.
    Read more

  • Savnik -> Biogradska Gora Nationalpark

    May 24, 2025 in Montenegro ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir fahren über Zabliak (höchst gelegenen Stadt Montenegros (1450m) und grösstes Wintersportzentrum) Richtung Mojkovac. Nach Zabliak biegen wir auf die kleine R26 ab, die uns an den Stecci und den idyllisch gelegenen Seen entlang führt. Ein Stećci-Feld in Montenegro ist ein mittelalterlicher Friedhof oder eine Ansammlung solcher einzigartiger Grabsteine, die sowohl kulturell als auch historisch von großer Bedeutung sind.

    Wieder eine unglaublich schöne Strecke durch die grüne sehr bergige Landschaft. Strömender Regen und z.T. Nebelschwaden vermiesen uns die tolle Sicht in die weite Umgebung. Vor allem die Bergseen sind bekannt für Ihre schönen Farben, doch dazu braucht es Sonne🥴.

    Die Menschen leben hier von Landwirtschaft, grosse Schafherden überall. Speziell sind auch die spitzigen Häuser, die überall gebaut werden: ursprünglich für Einwohner, heute aber für Touristen, die man sich hier offenbar in viel grösserer Zahl wünscht.

    Gegen Abend reisst es auf. ☀️ Bei Sonne erreichen wir unsern sehr schönen Stellplatz an der Tara, einem der bekannten Flüsse in Montenegro.
    *****
    Am nächsten Morgen wandern wir auf eine Bergalm im Biogradska Nationalpark. Der Nationalpark Cora gehört zu den letzten drei Urwäldern Europas. Bereits 1972 stellte Fürst Nikola das Gebiet unter persönlichen Schutz: Damals als revolutionäre Idee. Nach dem Yellestone Nationalpark war Biogradska Cora das zweite geschützte Naturreservat der Welt. Nahezu 80% der Parkfläche sind bewaldet.

    Das Wetter ist schon besser weil kein Regen, aber sehr kalt. Eine schöne Wanderung durch die Bergwelt, ein urchiges Essen im ganz einfachenBergrestaurant, alles hausgemachte Spezialitäten, vor allem das einheimische warm servierte Brot "Pita" und gefüllte Blätterteigtaschen "Burek". Dann gehts wieder den Berg runter und zurück zu unserm Stellplatz, wo wir den Komfort unseres Autos geniessen (warme Dusche und Heizung).

    übrigens:
    Kalorien sind die ganz kleinen Tierchen, die Nachts im Schrank die Kleider enger nähen!
    Read more

  • Serbien

    May 25, 2025 in Serbia ⋅ ⛅ 8 °C

    Zuerst fahren wir nach Norden und dann nach Bijelo Polie über die Grenze nach Serbien. - Ein neues Land für uns; hier waren wir noch nie! Augenfällig: Vieles wird in kyrillischer Schrift angeschrieben: die Verkehrsschilder, die Läden ...und sogar das Bier!

    "Das serbische kyrillische Alphabet ist eine Variante der kyrillischen Schrift, die speziell für die serbische Sprache entwickelt wurde und ihren Ursprung im mittelalterlichen Serbien hat. Es wurde im 19. Jahrhundert vom Linguisten Vuk Karadžić reformiert und folgt dem Prinzip „Schreibe, wie du sprichst, und lies, wie es geschrieben wird“. Dabei wurden veraltete Buchstaben entfernt und neue für serbische Laute eingefügt, sodass das Alphabet eine genaue Laut-Buchstaben-Zuordnung besitzt.

    Seit 2006 ist die kyrillische Schrift in der Verfassung Serbiens als die offizielle Schrift festgelegt. Im Alltag werden jedoch sowohl kyrillische als auch lateinische Schrift verwendet, wobei offizielle Dokumente überwiegend kyrillisch verfasst sind."

    Bei Prijepolie biegen wir rechts ab Richtung Sjenica. Ab sofort Piste vom Feinsten durch eine bergige Landschaft mit z.T. sehr schöner Aussicht. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt, ab und zu ein paar Kühe und Schafe. Sogar ein Gänsegeier fliegt kurze Zait vor uns her.

    Nach 3 Stunden Fahrt auf ausgewaschener Schotterstrasse fahren wir an Sjenica vorbei an den Uvac Canyon. In einem kleinen, aber gut sortierten Market kaufen wir nochmals Lebensmittel und Wasser. Nun stehen wir auf unserem Stellplatz unmittelbar am Rand des Canyon ...mit wunderbarer Aussicht auf den gestauten Fluss.

    Wir wandern entlang dem Canyon: wunderbare Blumenwiesen und immer wieder neue Blicke in den Canyon.

    https://youtu.be/6wIS71pvufA?si=_YQsXQxkFNqpk5HR
    Read more

  • Uvac Canyon -> bei Kraljevo

    May 27, 2025 in Serbia ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach dem Start heute verlassen wir den schönen Aussichtsplatz, um uns noch einen bessern Blick auf den Uvac Cayon zu suchen.

    Die Aussicht auf die Schlucht ist nur ein paar Kilometer weiter gigantisch. Wir lassen unser Auto stehen und wandern ein kleines Stück durch die schöne Landschaft auf steinigem Weg umgeben von kleinen Föhren und ganz vielen Blumen.

    Von einer Platzform aus bewundern wir den Cayon und halten Ausschau nach Gänsegeiern. Diese riesigen Vögel mit einer Spannweite von 2.80m und den fingerartig ausgefransten Flügeln fliegen ihre Runden über dem Canyon - ein absolutes Schauspiel, dem ich ewig hätte zuschauen können. Wir haben uns Zeit gelassen und auch von einem weiteren Punkt aus die faszinierende Gegend und die Vögel genossen.

    Doch wir mussten weiter. Auf dem Rückweg zum Auto haben wir den naheliegenden Bauerhof besucht und Frischkäse und Honig gekauft. Wir sind überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen.

    Auf der weiteren Fahrt über Ivanjica nach Kraljevo erwischen wir „aus Versehen“ wieder eine kleine Naturstrasse, die uns über die Hügel vorbei an den wenigen Behausungen schlussendlich wieder auf die Hauptstrasse zu unserm Zielort führt. Einmal mehr sind wir froh um unsern Sprinty - mit den grossen Autos unserer Kollegen wäre hier kein Durchkommen gewesen.

    Schlussendlich landen wir wieder auf der 181, die uns zum unserm Zielort führt, durch eine Furt zu einer idylischen Waldlichtung neben einem kleinen Fluss. Wegen unserm Umweg haben wir keine Zeit mehr, das Kloster Zica zu besuchen. Wir werden das morgen nachholen.

    Gefahren sind wir heute durch das Himbeerland - überall Himbeerplantagen, die leider noch nicht reif sind. - Immer wieder mit gewaltiger Aussicht in die grüne Umgebung.
    Read more

  • Klostertour ⛪️🕍🕌

    May 29, 2025 in Serbia ⋅ ☁️ 9 °C

    Vom Bovanskosee fahren wir heute zuerst östlich und dann gegen Süden an den Vlasinskosee. Wieder durch dünn besiedeltes Gebiet nahe von Bulgarien. Eine ärmliche Gegend laut Susi, unserer Reiseführerin. Die Siedlungen beeindrucken durch ein riesiges Puff, alles steht und liegt herum, kaputte Rolläden vor den Fenstern, Autos, Traktoren und andere Geräte rosten vor sich hin, viele Bruchbuden, zerfallene Gebäude, daneben die klerikalen Bauten in Prunk und Schönheit. - Arm gleich gläubig?
    Die Serben kümmert es nicht.
    Read more

  • Der Südosten Serbiens

    May 30, 2025 in Serbia ⋅ 🌙 12 °C

    Fr, 30.05.2025 Vlasino -> Vranje
    Von unserm Stellplatz am See fahren wir über die Ortschaften Vlasina und Bisilegrad. Nach Bosilegrad biegen wir auf die 442, unsere heutige Offroadstrecke ab, Richtung Nesvrta und weiter über eine Bergstrecke. Leider wird das Wetter auf unserer 30km langen Offroad-Strecke immer schlechter, Regen und vor allen Nebel. Die schöne Weitsicht müssen wir uns vorstellen, z.T. sieht man kaum von einem Schlagloch zum andern.
    Sehr schade. Am Ende sind wir fast überrascht, dass es wieder eine normale Strasse gibt und der Nebel sich allmählich lichtet.
    Ein schöner Platz zum Uebernachten lässt uns die Strapazen des Tages vergessen.
    Wir werden morgen Serbien verlassen, das uns sehr arm vorgekommen ist. Dies immer im Bewusstsein, dass wir in einem der ärmsten Teile von Serbien unterwegs sind.

    Sa, 31.05.2025 Vranje -> Mavrovo (NMK)
    Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach Nordmazedonien. Davor besuchen wir das Kloster Pcinjski. Dieses stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist das zweit grösste Kloster der serbisch-orthodoxen Kirche.
    Nach dem Grenzübertritt und vor der Umfahrung von Skopie gibt es einen Abstecher zum Matka Cayon. Dieser ist ein beliebtes Ausflugsziel in reizvoller Landschaft. Er zieht sich zwischen den dicht mit Laubbäumen überwachsenen Ufern schier unendlich durch das schmale Tal. Wir haben bald gemerkt, dass die Erforschung zu Fuss über den schmalen Uferweg sehr mühsam ist und uns entschlossen, uns per Boot in den Cayon führen zu lassen.
    Danach fahren wir in den Nationalpark Mavrovo und stehen für die Nacht auf dem Parkplatz des gleichnamigen Skigebiets, behütet durch freilaufende Hunde, die sich wie Jano vor unser Auto legen und hoffen, etwas zu bekommen.
    Read more

  • Nordmazedonien (NMK) 🇲🇰

    June 1, 2025 in North Macedonia ⋅ ☀️ 13 °C

    Gestern sind wir in Nordmazedonien eingereist .. und es war sofort alles viel schöner und angenehmer. 😊

    Nordmazedonien ist etwa halb so gross wie die Schweiz (25'700km2) und hat gut 2 Mio Einwohner. Die Bevölkerungsdichte ist also ca 3 mal kleiner als in CH.
    NMK ist EU-Beitrittskandidat und auf Grund des EU-Landes Griechenland wurde hinsichtlich seines Bundeslandes Mazedonien das "Nord" dem ehemaligen "Makedonien (MK)" vorgeschaltet.

    Von Makedonien aus hat Alexander der Grosse 350 Jahre v. Chr. Griechenland und weite Zeile der Türkei erobert und seine Streifzüge von Ägypten (...dort die (Verwaltungs-)Stadt Alexandria gegründet) bis in das Kaukasus-Gebirge durchgeführt. ...und seine Nachfahren haben fast alles wieder verloren und auch einen guten Teil Makedoniens den Griechen überlassen müssen... - dumm gelaufen!

    Nordmazedonien war in den Jugoslawienkriegen weitgehend nicht direkt militärisch beteiligt. Es erklärte 1991 seine Unabhängigkeit friedlich. 2001 kam es jedoch zu innerstaatlichen Konflikten zwischen der mazedonischen Armee und albanischen Separatisten, der UCK, die für mehr Autonomie der albanischen Minderheit kämpfte. Das Rahmenabkommen von Ohrid beendete dann diese Auseinandersetzungen.

    Auf dem Weg zum Ohridsee besuchen wir das sehr grosse Kloster Sveti Jovan Bigorski. Es ist eines der wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten des Landes und wurde im Jahr 1020 gegründet. Das Kloster wird immer noch von Mönchen bewohnt, die mehr oder weniger geschäftig umherlaufen. Die beeindruckende Anlage ist sehr gepflegt mit grossen holzgerahmten Ikonen und schönen biblischen Motive an der Fassade der Kirche. Der Innenraum der Kirche ist extrem reich gestaltet und lässt den Betrachter verwundert und überfordert stehen.

    Kurz nach dem Kloster wandern wir über einen schmalen steinigen Weg zum Duf-Wasserfall, der sich zwischen zwei Felsen unter einem grossen Stein hindurch zwängt.

    Weiter gehts an den Ohridsee mit der gleichnamigen Stadt Ohrid. Der Ohridsee ist einer der ältesten und tiefsten Seen der Welt ohne Zufluss, nur gespiesen durch unterirdische Quellen, entstanden durch tektonische Verschiebungen. Wir werden die nächsten 3 Nächte direkt am See übernachten und natürlich die Stadt Ohrid besuchen. Byzantinische Bauwerke und archäologische Kostbarkeiten begeistern uns beim Bummel durch die Gassen. Leider ist die Festung des Zaren Samuil auf der Anhöhe geschlossen.
    Read more

  • OffRoad am Ohrid-See

    June 3, 2025 in North Macedonia ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir haben heute eine wunderbare Tour in die Berge am Ohridsee gemacht: Richtig OffRoad!
    Eine sehr kurvenreiche Strasse führte uns sehr schnell auf 1600 müM, immer mit traumhafter Sicht auf die Stadt Ohrid und den See. Oben angekommen sind wir über eine Hochebene mit sehr alpigem Charakter gefahren, bevor es über eine ruppige Strasse (Druck um 1 atü reduziert auf 3.5 / 2.5 bar) z.T. stark eingewachsen wieder runter ins Tal ging. Die rund 5-stündige Fahrt mit unglaublichen Aussichten ist ein unvergessliches Erlebnis. Unser Sprinty hat gezeigt, was er kann!

    Der Ohridsee ist ein wichtiges Oekosystem mit einer hohen Artenvielfalt und beherbergt neben den Schlangen auch viele andere einzigartigen Lebewesen wie zb die Ohridforelle - die übrigens super schmeckt. Der Ohridsee gehört zu den wenigen Seen in Europa, in denen sich diese Tiere noch in grösserer Anzahl aufhalten.
    Read more

  • Berat

    June 4, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir verlassen den Ohridsee und fahren über die Grenze nach Albanien bis nach Berat. Am Anfang kam uns alles sehr ärmlich vor. Doch wir begeistern uns immer mehr für die Landschaft, die uns an die Toskana erinnert. Olivenhaine wechseln sich mit Reben und den gelben Kornfelder. Dass die Landwirtschaft eine grosse Rolle spielt, bestätigt uns auch der Führer, der uns die Stadt Berat und vor allem die Festung auf der Anhöhe näher bringt. Von der Burg aus sehen unten in der Altstadt die ehemalige Universität und eine grosse Moschee. Leider braucht es die Universität nicht mehr, weil die jungen Albaner es vorziehen, im Ausland zu studieren. Ueberhaupt leben sehr viele Albaner im Ausland. Die Bevölkerung zählt ca. 2.5 Mio Einwohner, das dreifache lebt jedoch in Kosovo und andern umliegenden Ländern bis Amerika.
    Albanien gilt als aufstrebendes Land, die über 2000 Jahre alte Stadt Berat hat wegen den vielen schönen Altstadtgebäuden, deren Fenster alle zum Fluss blicken, auch den Beinamen „die Stadt der 1000 Fenster“ und wurde 1961 offiziell zur Museumsstadt ernannt. Dank seiner drei kompakten Altstadtquartieren Mangalem, Gorica (wie die bekannte Brücke) und Kalaja und der vielen Museen und Kirchen gilt Berst als eine der schönsten Städte des Landes.
    Bei der Fahrt übers Land sind und Ölpumpen aufgefallen. Anscheinend gibt es reiche Ölvorkommen, die aber von den Kanadiern abgebaut werden, wie uns ein Einheimischer erzählt.

    übrigens:
    Albaner lieben (deutsche) Autos: Wenn der Albaner zu wenig Geld hat, verkauft er zuerst sein Haus und dann sein Auto: Im Auto kann man auch schlafen; mit dem Haus kann man aber nicht fahren...
    Read more

  • Skrapar und Permet...

    June 5, 2025 in Albania ⋅ 🌙 22 °C

    Heute haben sind wir eine besonders schöne aber auch abspruchsvolle Offroadstrecke gefahren. Entlang dem Osuni Canyon, eine der schönsten Landschaften Albaniens, fahren wir hoch in die Berge. Vor dem winzigen Ort auf den Bergkamm gibt es ein kleines Restaurant. Wir geniessen bei der Krapfen Oma in ihrem kleinen Paradies unsere Mittagspause, bevor es wieder auf unwegsamen Strassen aber mit wunderbarer Aussicht ins Tal geht.
    Eine unvergessliche Fahrt. Unser Stellplatz liegt am Fluss Lumi Lengarices, an einem Parkplatz der zu den gleichnamigen Thermen gehört.
    Read more

  • Panoramastrasse!

    June 7, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir fahren immer entlang dem Fluss Vjosa Richtung Tepelene. Die Strecke ist von Anfang einfach wunderbar immer mit Blick ins Tal auf das riesige Flussdelta. Dich bald wird sie wieder anspruchsvoll weil steinig und recht holprig. Dchvdie einzigartige Aussicht lässt uns alle Strapazen vergessen, Eigentlich hatten wir keine Strapazen, sassen wir doch in gekühlten Auto und haben nur bemerkt, wie heiss es ist bei den verschiedenen Stops wegen Autos mit Steinen in der Doppelbereifung oder Ivecos mit andern Problemen. Doch schlussendlich kommen alle wieder von Berg herunter und springen bei dem tollen Standplatz am Fluss ins kühle Nass. Wiederum eine unvergessliche Fahrt.Read more

  • Gjirokaster

    June 7, 2025 in Albania ⋅ 🌙 22 °C

    Heute lassen wir uns Zeit am Morgen, laufen noch über die Hängebrücke und baden nochmals im klaren Wasser des Flusses. Unser heutiges Ziel ist Gjirokaster. Bei Kuc verlassen wir das Tal und fahren über den Pass ins nächste Tal zum Fluss Dhrin. Erneut eine sehr schöne Strecke in den Bergen. Viele Tierbegegnungen erfreuen uns auf der Fahrt. Wir erreichen Gjirokaster am frühen Nachmittag. Gegen Abend besichtigen wir die Stadt, uns bekannt durch den Roman „Kronik in Stein“ von Ismail Kadare. Laut unserer Führerin ist Gjirokaster die Stadt der Steine. Sogar die Pflastersteine auf den sternförmigen Strassen ab dem Zentrumsplatz sind im alten Teppichmuszer verlegt.
    In ganz Südeuropa ist kaum eine osmanische Stadt so gut erhalten. Hoch über der Stadt trohnt die Festung, darunter befindet sich die Stadt und das Bazarviertel (5 Gassen mit ganz vielen Restaurants und Geschäften).
    Die Festung stanmt aus den 12. Jahrhundert und besticht durch ihre Grösse und die vielen Kreuzgänge.
    Read more

  • Meteora Monasteries

    June 9, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 31 °C

    Gestern haben wir Albanien, das uns sehr gut gefallen hat, verlassen und sind in Griechenland eingereist. Auf der Fahrt haben unendlich viele Ginsterbüsche gelb geleuchtet. Wir haben das Glück, dass diese jetzt grad blühen.
    Unser erster Halt in Griechenland ist die Stadt Ioannina, Hauptstadt von Epirus gelegen am Ufer des Pamvotida-Sees. Die Altstadt ist auch heute noch von den gewaltigen Mauern einer Stadt-Festung rsp Zitadelle umgeben. Im südöstlichen Bereich befindet sich das Palast Areal mit der pittoresken Fetiyuie Moschee, das Mausoleum von Ali Pascha.
    Unser Ziel heute ist Kalampaka. Schon von weitem beeindrucken die speziellen Felsformationen. Von den METEORA-KLÖSTERN ist aus dem Tal nichts zu sehen, was wahrscheinlich so gewollt war.
    Erst am andern Morgen, als wir mit dem Bus hochfahren, sehen wir die einzigartige Szenerie stalagmitförmigen, dunklen Felsen, wohl er ideale Platz um Klöster zwischen Himmel und Erde zu bauen. Während sich bis ins erste Drittel des 20. Jh. die Mönche mit Körben und Netzen zu ihren Behausungen hinaufgehievt wurden, ist heute alles erschlossen mit grossen Steintreppen.
    Die schwindelerregenden Felsen entstanden durch eine tenktonische Verschiebung der Erdkruste, die vor 25 Mio Jahren stattfand. Vor 10 Mio Jahren drückte eine vertikale Krustenverschiebung die Gebirgsflanken aufeinander.Wind und Rinnsale von Regenwasser taten ein übriges, um die dramatische Kulisse herauszumodellieren.
    Im 14. Jh. begründete der Mönch Meteoritis auf dem 630m hohen Fels Meteora, was so viel bedeutet wie in der Luft zwischen Himmel und Erde zu schweben. In den folgenden 200 Jahren enstandenweitere 23 Klöster. Im 17. Jh. begann der Zerfall des Klosterwesens. Die Forderungen der Türken wurden immer höher, die Klöster stritten sich um die Ländereien in der Ebene. Die Mönche verliessen eine Anlage nach der andern, anlässlich der Besucherströme in den 1960er Jahren zogen nochmals ein grosser Teil von ihnen auf den Berg Athos, zu dem Touristen keinen Zutritt haben. Heute können lediglich noch 6 Klöster besucht werden. Wir besuchen die beiden Klöster Varlaam (Mönchkloster) und Rousanou (Nonnenkloster), also beide noch bewohnt. Die wunderbaren Fresken in den Gebäuden, vor allem in den Kirchen,
    haben uns begeistert, aber auch die vielen Blumen in Tontöpfen lassen alles sehr bewohnt aussehen.

    PS: Das Kloster "Agria Triada" diente 1981 als Kulisse für den James Bond Film "For your Eyes only".
    Read more

  • zum ACHERON-Fluss

    June 11, 2025 in Greece ⋅ ⛅ 31 °C

    Kastraki/Meteora - Glyki

    Wir starten zur letzten Etappe in unserer Tour durch die Schluchten des wilden Balkan mit Abenteuerreisen und entscheiden uns, für die Bergroute.

    Kurvenreiche Strassen, wie wir sie ja nun zur Genüge kennen, führen uns über verschiedene Pässe nach Glyki, direkt am Fluss Acharon beim schönen Acharon Canyon.
    Immer wieder am Strassenrand viele Bienenstöcke. Tierherden kündigen sich meist schon vorher durch Kot auf der Strasse an. Wir wissen oft nicht, wo diese plötzlich herkommen. Dass alle möglichen Geräte und Maschinen herumstehen, sind wir uns gewohnt - nur der Schneepflug hat uns etwas erstaunt 🥴. Nicht schlecht gestaunt haben wir auch über die grosse Staumauer und haben gerätselt, nach welcher Seite wohl gestaut wird, weil nirgends sehen wir so richtig Wasser. Wir haben später erfahren, dass der Staudamm wegen Einsprachen nie in Betrieb genommen werden konnte!

    Knorrige Olivenbäume und Oleander begleiten uns. Angekommen am Fluss Acharon sofort ins sehr kühle Nass - und die Müdigkeit der langen anstrengenden Fahrt ist vergessen. Wir freuen uns auf das letzte gemeinsame Essen im nahen Restaurant direkt am Fluss. Wir werden total verwöhnt mit griechischen Köstlichkeiten.
    Read more

  • Λευκάδα (Lefkada)

    June 12, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 27 °C

    χωρίς λόγια...