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  • Day15

    Lessons learned

    July 10, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Rückflug und als letztes mein Resümee, was ich hätte besser machen können.
    Als erstes Dublin: die Unterkunft. Wegen des Fahrrads und der späten Ankunft bei der Anreise hatte ich Hotels gebucht und hierbei nicht aufs Geld geschaut. Das Geld hätte ich mir aber sparen können, denn die Hostels sind super organisiert: 24/7 Rezeptionsbesetzung, sauber und auch auf Radler vorbereitet.
    Die Fahrradtransporttasche, die ich ins Hotel geschickt hatte, war überflüssig. Selbst, wenn ich kein Geschäft gefunden hätte, das mir einen Karton stellt, kann man in Dublin beim Bike Institute o.ä. einen für 20 Euro erwerben, wie mir eine Niederländerin erklärte.
    Tour: Die Küste ist das einzig Wahre zum Radeln. Das Inland ist wegen der Hecken und Büsche, von der Straße aus nicht einsehbar. Wenn man nicht gerade Straßen- oder Heckenfetischist ist, sollte man lieber an der Küste fahren. Zumindest diesen Blick haben die Iren noch nicht mit Hecken abgedichtet.
    Als Flachland würde ich Irland nicht betrachten, wenn die Anstiege auch verhalten sind.
    In Norwegen schaffte ich 80 bis 100km am Tag mit meinen 15kg Zugepäck und keinem leichten Fahrrad. In Irland mit 130km zu planen, war sportlich. Die Etappe über die Beara Halbinsel ist mir irgendwie beim Erstellen des GPX Tracks durchgerutscht, so sparte ich mir ungewollt 120km und kam vermutlich auf nur 1400km statt geplanter 1540km.
    Mit dem Wetter muss ich wohl wirklich Glück gehabt haben, denn ich hatte nicht einen Tag richtig Regen und nur einmal diesiges Wetter. Wie mir jeden Tag auf‘s Neue erzählt wurde, ist das ein Jahrhundertsommer, und eigentlich würde es pro Woche 4-5 Tage regnen. Gut, ich glaube, das ist etwas übertrieben. Aber so oder so wäre ich auf Regen vorbereitet gewesen.
    Campingplätze sind im Gegensatz zu Norwegen etwas rarer und Zelte fristen hier wohl ein Nischendasein. D.h. Wiesen für Zelte sind oftmals klein ausgelegt. In der Urlaubszeit mit mehr Andrang mag es da mal Probleme geben.
    Campingplätze sind, egal wie touristisch der Ort sein mag, immer günstig 9-12 Euro pro Nacht finde ich fair.
    Hostels sind leider auch keine gute Alternative zu Zeltplätzen, da fast ebenso rar.
    Bed and Breakfast wäre da schon eher was. Das Problem als Alleinreisender ist, das die 30Euro, für die man oft an eine Unterkunft bekommt, für Doppelzimmer ausgelegt sind. Ich hatte schließlich einmal die Wahl zwischen einem Doppelzimmerpreis von 60 Euro bei einer älteren Dame und einem professionelleren BnB mit Einzelzimmer für ebenfalls den gleichen Preis.
    Wer Freicampen mag kann das in Connemara tun. Einmal hätte es mich fast gepackt, als ebene Wiesen direkt am Meer auftauchten. Ein paar Kilometer wollte ich aber noch runterreißen und dann war‘s auch schon vorbei mit der Gelegenheit.
    Ansonsten muss man sich bei der Absteckkultur der Iren trauen, in eine abgegrenzte Weide einzudringen und dort heimlich zu campieren.
    Essen ist leider ein Alptraum in Irland. Fish n Chips, Steak, Burger, Pizza, Pommes ist der Standard.
    Mir waren tatsächlich die ständig wiederholenden Nudeln mit Tomatensoße auf meinem Gaskocher unterm Strich lieber.
    Speziell nach 2 Tagen Dublin will ich erstmal kein Fast Food mehr sehen.
    Ok, das war‘s. Good Bye Irland.
    Schönes Land, gutes Wetter, super sympathische Leute. Alles bestens.
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