• Kleines Wunder, großes Unglück

    5 febbraio, Marocco ⋅ 🌧 16 °C

    Nach drei Flügen komme ich völlig fertig in Marrakesch an, am Campingplatz, wo Frieda steht. Ich schlafe 12 Stunden in Frieda und fahre los Richtung Tanger Hafen. Sie springt sofort an und fährt 400 Kilometer.
    Ich hole mir in einem kleinen Dorf einen Cafe, die Frau fragt mich, wo ich hin will. Ich sage Tanger. Sie sagt, die Polizisten haben alles abgesperrt wegen dem Hochwasser,du kommst nicht weiter.
    Ich gehe zu der Blockade, so eine Ueberschwemmung habe ich noch nie gesehen.
    Lese dann im Netz das überall in Nordmarrokko Überschwemmungen sind und über 50.000 Marrokaner evakuiert werden mussten.
    Ich schlafe eine Nacht an der Hauptstraße, laut Polizei soll das Wasser in drei Tagen zurück gehen. Ich muss aber in zwei Tagen an der Fähre sein.
    Ich gehe am Mittag zur Absperrung um zu sehen, ob das Wasser zurück gegangen ist .
    Das komplette Wasser ist verschwunden, die Absperrung aufgehoben. Das ist ein Wunder für mich. Ich fahre los, Frieda bleibt genau vor der Brücke stehen. Eine Marrokanern , die Deutsch spricht organisiert mir einen Mechaniker und beruhigt mich, da weine ich das erste Mal .
    Frieda wird repariert ich fahre 50 Kilometer, bleibt sie mitten auf der Autobahn stehen.
    Ein Marrokaner hält, letztendlich werde ich nach Tanger abgeschleppt .
    Das kostet 450 €.
    Im Hafen sagt ein Polizist, die Fähre nach Gibraltar fährt morgen nicht. Das ist zuviel für meine Nerven, ich Weine nur noch, dann hätte ich mich nicht abschleppen lassen müssen. Später stellt sich heraus, die Fähre fährt doch. Der Marrokaner aus dem Abschleppwagen sagt die ganze Zeit: why are you crying Susan?
    Er weiss nicht, dass ich vorher schon 6 Pannen hatte und Frieda bei Fiat repariert wurde.
    Ich kann nicht mehr, ich möchte nach Indien zurück, zu meinen Freunden, mit meinem Rucksack, der kann nicht kaputt gehen
    Dazu kommt, das in Spanien und Portugal auch Hochwasser ist.
    Ich würde Frieda gerne hier verkaufen, aber ich habe den Brief in Deutschland ...
    Ich bin überfordert, hilflos, traurig und erschöpft!
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