• Kleinere Polarlichter

    March 20 in Iceland ⋅ ❄️ -3 °C

    Gerade hatten wir es uns gemütlich gemacht, als plötzlich die Polarlicht-App Alarm schlug. Sofort war klar: Jetzt oder nie.

    Also hieß es – raus aus dem Warmen, rein in die Kälte und ab ins Auto. Mit einem Ziel vor Augen: den Himmel zum Leuchten bringen sehen.

    Wir entschieden uns, wieder ein Stück ins Landesinnere zu fahren, da wir dort zuvor etwas mehr Glück mit dem Wetter gehabt hatten. Doch schon nach kurzer Zeit wurde klar: Das wird kein einfacher Trip.

    Die Sichtverhältnisse waren teilweise extrem schlecht. Stellenweise konnten wir kaum mehr als ein bis zwei Meter weit sehen. Schneetreiben, Dunkelheit und Wind machten die Fahrt zu einer echten Herausforderung. Also ging es nur langsam, aber konzentriert voran.

    Irgendwann mussten wir uns eingestehen, dass es im Landesinneren eher noch schlimmer wurde. Kurz hinter einem Lavakrater entschieden wir uns daher umzudrehen und wieder zurück in Richtung Selfoss zu fahren.

    Und genau diese Entscheidung sollte sich lohnen.

    Auf dem Rückweg hielten wir an einem Aussichtspunkt an – eher aus einem Gefühl heraus. Und dann passierte es: Über uns begann der Himmel leicht zu tanzen.

    Die Polarlichter waren tatsächlich da.

    Natürlich haben wir sofort versucht, diesen Augenblick festzuhalten. Und ich denke, die Fotos sind uns ganz gut gelungen. Aber wie so oft gilt: In echt ist es noch einmal beeindruckender.

    Trotzdem bleibt die Hoffnung – vielleicht zeigt sich der Himmel morgen noch spektakulärer.

    Für heute aber reicht es. Müde, aber glücklich geht es jetzt ins Bett, um morgen wieder voller Energie in den nächsten Tag zu starten.
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