• Almada - Santuário de Cristo Rei

    April 17 in Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

    Mit dem Uber durch die Stadt zu fahren, erwies sich einmal mehr als die entspannteste und sinnvollste Lösung. Gerade in diesem Fall, denn auf die andere Seite des Tejo zu gelangen, ist zu Fuß nicht ohne Weiteres möglich. Alternativ hätten wir ein Boot nehmen müssen – aber eine Bootstour, vielleicht sogar mit Delfinen, stand ohnehin noch für einen späteren Zeitpunkt auf dem Plan.

    Auf der anderen Seite angekommen, wurden wir direkt bis zum Santuário de Cristo Rei gebracht. Die imposante Statue wurde im Jahr 1959 eingeweiht und thront auf einem rund 75 Meter hohen Sockel, wodurch sie schon von weitem sichtbar ist.

    Aufgrund der starken Ähnlichkeit zum Cristo Redentor wollten wir natürlich wissen, wie es dazu kam: Die Inspiration entstand bereits in den 1930er-Jahren, als der damalige Patriarch von Lissabon Brasilien besuchte und die Christusstatue in Rio sah. Tief beeindruckt von deren Wirkung, entstand die Idee, ein ähnliches Monument auch in Portugal zu errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg – den Portugal unversehrt überstand – wurde das Projekt schließlich als Dank für den Frieden umgesetzt.

    Auch diese Sehenswürdigkeit sollte man definitiv gesehen haben. Die Statue ist beeindruckend, auch wenn sie nicht ganz an das Original in Brasilien heranreicht. Das liegt vermutlich daran, dass man dem Cristo Redentor dort deutlich näher kommen kann, während die Statue in Lissabon auf ihrem hohen Sockel steht. Dennoch hat sie eine ganz eigene Wirkung – ruhig, majestätisch und fast schon beschützend, während sie über die Stadt wacht.

    Der Ausblick von hier oben ist dafür umso spektakulärer: Der Tejo zieht sich weit durch die Landschaft bis hin zum Atlantik, und Lissabon breitet sich in all seinen Facetten vor einem aus. Ein perfekter Ort, um einfach kurz innezuhalten.

    Wir ließen uns auch hier etwas mehr Zeit, genossen das warme Wetter, den Sonnenschein und vor allem diesen besonderen Moment mit Blick über die Stadt.

    Danach ging es weiter – zurück in Richtung Altstadt von Lissabon.
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