• Sarah Bohlender
  • Sarah Bohlender

Caminho Português 2.0

Et 17-dagers eventyr av Sarah Les mer
  • Pilgerblues ?

    15. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 18 °C

    Die zweite Etappe der Variante Küste ging heute nach Póvoa de Varzim , hier angekommen fand ich mich in einer Touristischen Stadt wieder der ich einfach nichts abgewinnen kann. Dachte erst mich hat der Pilgerblues erwischt 🤷🏼‍♀️ wäre ja auch nicht schlimm, doch auf den Punkt gebracht gefällt es mir hier überhaupt nicht. An der Strandpromenade reiht sich ein Café dem nächsten und Souvenirläden & Bar s wechseln sich ab , nix für mich.
    Hab mich entschieden morgen zum Traditionellen Caminho zurück zukehren, es wird ein Stück zu laufen sein. Doch mein Herz & und mein Bauch sagen mir : Geh deinen Weg 💜

    Wie im richtigen Leben darf sich der Lebensweg und auch die Entscheidungen ändern - wenn es sich richtiger anfühlt 🥰
    Les mer

  • Rates

    16. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach 15 km such ich mir erstmal ein Plätzchen zum Frühstücken und Kaffee trinken ☺️
    Beim letzten mal waren Sabina und ich hier in einer Gruselherberge 😅 Erinnerung werden wach 🤪

  • Amigos da Montanha 🐚

    16. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 18 °C

    In Barcelinhos verbringe ich in dieser kleinen & feinen Herberge den Rest des Tages und die Nacht mit fünf MitpilgerInnen.
    Zum Abendessen ging s direkt über die Straße in ein kleines Restaurant, dort kam irgendwann Ted vorbei er kommt aus Amsterdam und läuft mit seinen 71 Jahren das erste mal den Caminho- nach einer ganzen Weile in der wir uns richtig gut unterhalten hatten, hat er mir erzählt warum er gerade jetzt den Caminho geht.
    Einer seiner vier Brüder hat in vor drei Jahren gefragt ob sie den Caminho zusammen gehen, der hatte zuvor einen Schlaganfall und sein Sprachzentrum war beschädigt- doch Ted verstand ihn und fand diese Idee großartig. Dann kam Corona und mittlerweile kann sein Bruder nur unsicher gehen da sein Gleichgewichtssinn nicht mehr richtig funktioniert. Und so kam es das er jetzt den Weg für seinen Bruder und sich geht.
    Irgendwann saßen wir beide am Tisch und hatten Tränen in den Augen 🥺😢
    Es hat mich sehr berührt 🤍
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  • Barcelinhos 💜

    16. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 21 °C

    Das kleine Barcelinhos gegenüber von Barcelos hat im Laufe seiner Geschichte mehrmals seinen Namen geändert, Barcelinhos ist die Verkleinerungsform und kann in etwa > Klein- Barcelos< übersetzt werden. Die fünf bockige Brücke wurde 1325-30 errichtet. An ihrem Anfang steht rechts die kleine Capela de Nossa Senhora da Ponte. Früher konnten die Pilger unter dem Vordach auf den Bänken rasten und ihre Füße in den steinernen, noch immer erkennbaren Trögen waschen. Links der Brücke begrüßt ein prächtiger portugiesischer Hahn die Besucher.Les mer

  • Die Legende vom Hahn von Barcelos

    16. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 21 °C

    Diese portugiesische Legende erzählt von einem Bauern, der aus der Stadt Barcelos aufbrach, um nach Santiago de Compostela zu pilgern. Am Stadtrand von Barcelos beschuldigte ihn ein reicher Landbesitzer des Silberdiebstahls. Der Bauer wurde vor Gericht gestellt, schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Vor seiner Hinrichtung verlangte der Bauer ein letztes Mal, mit dem Richter zu sprechen, der ihn verurteilt hatte. Der Richter war gerade dabei, gebratenen Hahn zu essen, als ihm der Verurteilte sagte, dass der Hahn als Zeichen seiner Unschuld vom Teller hüpfen und während seiner Hinrichtung krähen würde. Als dann der Verurteilte hingerichtet werden sollte, begann der Hahn tatsächlich zu krähen. Der Richter rannte zum Stadtplatz, um die Hinrichtung zu stoppen. Er sah, dass der Strang wie durch ein Wunder aufgegangen war. Einige Jahre später kam der Bauer nach Barcelos zurück und errichtete eine Gedenkstätte für den Heiligen Jakobus (San Tiago) und die Jungfrau Maria.

    Die Legende vom Hahn von Barcelos wird natürlich nicht wörtlich geglaubt, ist aber ein wichtiger Teil der portugiesischen Kultur aufgrund der moralischen Werte, die sie enthält. Die Legende (vgl. zu Santo Domingo de la Calzada in Spanien den Artikel Hühnerwunder) handelt von einem immer wiederkehrenden portugiesischen Thema (die meisten portugiesischen Legenden handeln von Bauern) und berührt Aspekte des täglichen Lebens, wie Gerechtigkeit, Stolz, Schicksal und dialektischen Wunderglauben, die in Portugal hohe Wertschätzung genießen. Zugleich spiegelt die Legende den spielerischen und distanzierten Umgang der Portugiesen mit weltlichen und religiösen Hierarchien wider. So steht hier die Menschlichkeit und der Humor der einfachen Bevölkerung gegen den ihr gegenüber distanzierten, oft willkürlich wirkenden Eliten.
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  • Albergue de Peregrinos

    17. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Da in der Casa Fernanda kein Platz mehr frei war, war weiter laufen keine Option für heute. Die Strecke über den Berg ist sehr anstrengend- dann morgen mit neuer Kraft einen längeren Weg. Heute bin ich an meinem vierten Lauftag mit trockenen Füßen angekommen. Die weniger Kilometer werden meinen Füßen🦶 und meinem Rücken gut tun 🙏🏻
    Die Herberge ist sehr gut ausgestattet und nach dem Duschen, lief ich zum Supermarkt und hab mal was leckeres zum kochen gekauft. Ganz Pilgrim Style gibt es heute Nudeln mit Tomatensoße und TomatenGurkenSalat 😋
    Was ein guter Tag 🥰
    In der Herberge hier sind wirklich tolle Menschen & der Abend verging wie im Fluge. Ab ins Bettchen und schlafen 😴 morgen früh klingelt der Wecker um 5.30 Uhr ⏰
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  • Zum Abend… Hermann Hesse 🤍

    17. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 15 °C

    Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
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  • Facha

    18. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 17 °C

    Hier habe ich heute meinen ersten Stein für Mama abgelegt. Kraft & Zuversicht um den Weg zu gehen und zu schaffen… wie auf dem Caminho für mich, geht es ihr Tag für Tag 🙏🏻
    Bom Caminho Mama 💜

  • Ponte de Lima

    18. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

    Ponte de Lima – Wo ein römischer Prokonsul einen Mythos zerstörte

    Im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung übernahmen die Römer die Herrschaft in der Region um Ponte de Lima und bauten die namensgebende Brücke über den Fluss Lima. Dies machte die Gegend strategisch bedeutsam.
    Die Römer erkannten im Lima den mythischen Fluss Lethe, einen der fünf Flüsse zum Hades, der Unterwelt aus der antiken Mythologie. Lethe war in dieser Sagenwelt der Fluss des Vergessens und der Hinterhältigkeit. Die Seelen der Verstorbenen mussten das Flusswasser trinken um die Erinnerungen an ihre irdische Existenz auszulöschen.
    Doch wurde dieser Mythos im Jahre 137 vor unserer Zeitrechnung durch den römischen Prokonsul Decimus Iunius Brutus Callaicus jäh zerstört, als der Fluss den Vormarsch seiner Truppen zu verhindern drohte. Der Prokonsul durchquerte deshalb den Lima allein und rief seine Soldaten dann nacheinander beim Namen. Die Soldaten folgten nun ihrem Heerführer, da dieser ja offensichtlich sein Gedächtnis behalten hatte und durchquerten unbesorgt den Fluss. Heute findet man in Ponte de Lima in Erinnerung an die Episode auf der einen Flussseite eine Figur eines reitenden römischen Heerführers und auf der anderen römische Legionäre in Marschformation.

    Ponte de Lima in Portugal - Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten
    ► Die Ponte de Lima – die namensgebende Brücke der Stadt
    Ponte de Lima – Stadt mit langer Geschichte und historischen Sehenswürdigkeiten

    Archäologische Funde belegen, dass die Region um Ponte de Lima bereits in der Altsteinzeit besiedelt wurde. Nach der römischen Herrschaft wechselten sich die Goten, Sueben und Araber ab, bevor die Reconquista die Region wieder für die Christen zurückeroberte. Als Teil der Grafschaft Portucale erhielt der Ort unter seinem damaligen Namen Terra de Ponte im Jahr 1125 die Stadtrechte und gilt seitdem als älteste Stadt Portugals. Durch die Brücke über den Lima blieb die Stadt auch die folgenden Jahrhunderte strategisch wichtig, bevor sie dann nach und nach an Bedeutung verlor. Heute ist Ponte de Lima eine Kleinstadt mit etwa 3.000 Einwohnern.

    Der historische Ortskern Ponte de Limas steht unter Denkmalschutz und bietet die perfekte Kulisse für einen Einkaufsbummel durch die kleinen Läden oder für ein Getränk in einem der gemütlichen Straßencafes. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten erinnern dabei an die einst glorreiche Vergangenheit der Stadt. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist natürlich die namensgebende Brücke. Diese wurde im Laufe der Zeit immer wieder erneuert und erweitert, aber von der ursprünglichen römischen Brücke sind immer noch acht Rundbögen auf etwa 100 Metern erhalten. Im 14. Jahrhundert wurde die Brücke dann um 31 weitere Bögen und 277 Meter verlängert. Weitere historische Sehenswürdigkeiten in Ponte de Lima sind die beiden gotischen Türme, die die letzten Reste der mittelalterlichen Stadtmauer darstellen, eine ganze Reihe von Sakralbauten und eine Vielzahl historischer Herrenhäuser. Das Museu dos Terceiros, dessen Sammlung unter unter anderem im ehemaligen Kloster Santo Antonio dos Frades untergebracht ist, zeigt sakrale, ethnographische und archäologische Exponate aus der Region.

    Auf dem Jakobsweg durch Portugal

    Ponte de Lima liegt auf dem Camino Portugues, dem portugiesischen Jakobsweg. Diesen gibt es in zwei Varianten, einmal in der großen Variante von Lissabon bis Santiago de Compostela, dieser hat eine Länge von 620 Kilometer und eine kleine Variante von Porto nach Santiago de Compostela mit 250 Kilometer Länge. Der „kleine“ Jakobsweg ist der deutlich beliebtere, auch ist auf diesem die Infrastruktur besser ausgebaut. Klassischerweise benötigt man für den kleinen Jakobsweg zwei Wochen und das Ziel der vierten Etappe ist Ponte de Lima.

    Ponte de Lima – Im Herzen der Region Minho

    Ponte de Lima liegt im Norden Portugals in der Subregion Minho-Lima, etwa 80 Kilometer nördlich von Porto. Die Gegend wird begrenzt vom Atlantik mit seinen weißen Sandstränden im Westen und den Gebirgen von Peneda und Geres im Osten. Im Norden liegt die Grenze zu Spanien. Die Region ist als unberührtes und ursprüngliches grünes Paradies bekannt, nicht umsonst liegt der einzige Nationalpark Portugals, Peneda-Geres, hier. Für Wanderer ist das Minho ein Eldorado. Aber auch Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten, denn geschichtsträchtige Städte, wie Braga, Guimaraes oder eben Ponte de Lima, die zu den ältesten Portugals gehören, liegen ebenfalls dort. Auch kulinarisch bietet die Region einiges und bereichert damit die gesamte portugiesische Küche nachhaltig. Etwa mit dem Nationalgericht Caldo Verde. Die einfache Kartoffelsuppe wird meist mit Broa, dem typischen Maisbrot aus dem Minho serviert. Oder mit dem berühmten Vinho Verde. Der leichte und spritzige Wein ist das perfekte Getränk für laue Sommerabende.
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  • Zum ersten mal mit Sonne starten 🥰

    19. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer erholsamen Nacht in einer wunderschönen Unterkunft, die ich mir mit Moni geteilt habe… starten wir in einen neuen Tag. Heute erwartet mich eine der anspruchsvollsten Strecken auf dem portugiesischen Caminho.
    Mittlerweile habe ich schon so liebe Menschen kennengelernt, denen ich am Tag ein paar mal begegne ☺️ Zumeist bei den Pausen und das miteinander ist so herzlich 😍
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  • Oben angekommen 😍

    19. mai 2022, Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach 605 Höhenmetern sehr steiler Anstieg erreiche ich das eingefasste Felsplateau des Alto da Portema Grande de Labruja (800hm) und werde mit einer richtig tollen Weitsicht belohnt.
    Nach Süden bietet bietet sich ein schöner Blick in das bewaldete Labruja Tal.
    Labruja = laborioso, mühsam, anstrengend 🥵
    Am Cruz dos Franceses lege ich heute einen Stein für meinen großen Bruder ab. Ich bin so dankbar dafür dass es ihn gibt 💜
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  • Pause

    19. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 21 °C

    Bevor wir das letzte Stück nach Rubiães laufen, legen wir eine letzte Pause ein.
    Ich bin so stolz und glücklich im wahrsten Sinne des Wortes überm Berg zu sein 😅
    In Rubiães angekommen fährt mich der Herbergsvater zum Supermarkt , spontan schließt sich Leonie an mitzukommen, sie kommt aus München und ist mit ihrer Schwester Carolin & ihrer Mutter hier. Im Supermarktchen angekommen kaufen wir ein paar leckere Sachen zum Vespern ein und setzen uns in der Herberge mit den MitpilgerInnen alle gemütlich zusammen. Den Abend über erzählen wir uns einige lustige Caminho Erlebnisse und lachen bis uns die Bäuche weh tun 😅
    Das Leben kann „einfach“ so schön sein ☺️
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  • Beppo Straßenkehrer

    19. mai 2022, Portugal ⋅ ☁️ 14 °C

    Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude.

    Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.
    Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit.

    Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter: Schritt – Atemzug – Besenstrich.

    Während er sich so dahinbewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat.

    Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. “Siehst du, Momo”, sagte er dann zum Beispiel, “es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.”

    Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: “Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.”

    Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: “Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.” Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: “Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.”

    Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: “Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.”
    Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: “Das ist wichtig.”

    Aus dem Buch “Momo“* von Michael
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