• Serres bis Potamoi

    June 13 in Greece ⋅ ⛅ 17 °C

    Von Thessaloniki aus ging es für uns zunächst nach Serres. Die erste Nacht haben wir ganz unspektakulär, aber herrlich ruhig an einem alten Steinbruch verbracht, bevor wir am nächsten Morgen weiter ins Gebirge aufgebrochen sind.
    Unterwegs haben wir noch einen Abstecher zur Zesta Nera Cave gemacht. Dort fließt der Fluss Krousovitis unter einer natürlichen Felsbrücke hindurch und bildet eine Höhle mit warmen Quellen – daher auch der Name „Zesta Nera“, also „warmes Wasser“. Das Gebiet ist ein geschütztes Geotop und gleichzeitig ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Fledermausarten. Statt Fledermäusen hat uns allerdings etwas anderes überrascht: Direkt am Ufer ist Anja fast auf eine Hornotter getreten.
    Weiter ging es bergauf Richtung Wasserfall – nach dem ersten Stopp mussten wir aber erstmal auf einen Rastplatz rollen und den gerissenen Keilriemen wechseln. Zum Glück war das schnell erledigt.
    Für die Nacht haben wir einen richtig schönen Platz an einer kleinen Schutzhütte gefunden. Morgens sind wir noch zum Wasserfall hinuntergewandert, haben uns danach eine kalte Dusche gegönnt und sind anschließend tiefer ins Gebirge gefahren: dichter Urwald, sumpfige Abschnitte und überall unzählige Blumen und Schmetterlinge.
    Als wir später etwas planlos an einem Zeltplatz herumstanden, kamen zwei Offroader mit vier jungen Leuten vorbei. Nach einer kurzen Runde Fachsimpelei war klar: Wir fahren zusammen weiter. Gemeinsam ging es hinauf bis zur Bergstation eines alten Skilifts auf dem Gipfel.
    Unser Camp haben wir anschließend auf dem Waldzeltplatz auf 1.524 Metern Höhe eingerichtet. Abends wurde es dort oben schon ordentlich frisch. Also gab es Hühnersuppe, ein gemütliches Lagerfeuer und am nächsten Tag eine entspannte Wanderung mit anschließendem Grillen.
    Von diesem wunderschönen Waldplatz aus führte uns die Strecke schließlich wieder bergab Richtung Nestos-Stausee. Über eine unerwartet anspruchsvolle Offroad-Piste erreichten wir Potamoi, wo wir direkt am Wasser in einer kleinen Taverne richtig lecker gegessen haben.
    Eigentlich sollten es von dort nur noch 15 Minuten bis zum nächsten Nachtlager sein, aber wie so oft auf Reisen kam es dann doch etwas anders.
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