Shkhara Gletscher
August 24 in Georgia ⋅ ☀️ 19 °C
Den letzten richtig sonnigen Tag wollten wir unbedingt noch nutzen, um zum Shkhara-Gletscher zu wandern. Der liegt am Fuß des Shkhara, mit 5.193 Metern der höchste Berg Georgiens und einer der höchsten Gipfel des gesamten Kaukasus. Der Gletscher selbst ist – wie die meisten großen Gletscher des Kaukasus – über viele Jahrtausende entstanden und ein Überbleibsel deutlich kälterer Klimaperioden. Heute zieht er sich allerdings immer weiter zurück.
Also hieß es mal wieder: früh aufstehen. Auf dem Weg zum Wanderparkplatz kamen uns drei deutsche Wanderer entgegen, die sich gerade mit einer Wasserdurchquerung beschäftigten. Da im Lovebus noch Platz war, haben wir sie kurzerhand eingesammelt und ihnen zumindest diesen Teil der Wanderung erspart.
Auf der kurzen gemeinsamen Fahrt haben wir dann beschlossen, einfach zusammen weiterzuwandern. Und das war eine ziemlich gute Entscheidung. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und vor lauter Quatschen war unser Wandertempo eher gemütlich. Trotzdem waren wir mit die Ersten, die morgens am Gletscher ankamen – und das sollte sich noch auszahlen.
Wir konnten bis ganz nach vorne zur Eishöhle laufen und standen plötzlich direkt vor dieser riesigen Eismasse. Schon von weitem ist der Gletscher beeindruckend, aber wenn man unmittelbar davorsteht, bekommt das Ganze noch einmal eine völlig andere Dimension. Über einem türmt sich das Eis, überall knackt und tropft es und aus der Gletscherhöhle schießt das Schmelzwasser ins Tal. Ein wirklich spektakulärer Moment.
Während unserer ausgiebigen Fotosession wurde uns dann allerdings ziemlich schnell vorgeführt, warum man an so einem Gletscher nicht allzu sorglos herumstehen sollte. Mit der stärker werdenden Sonne fing das Eis ordentlich an zu tauen und plötzlich kam Geröll über den Gletscher herunter. Für uns definitiv das Zeichen, langsam wieder Abstand zu gewinnen. Wir waren genau rechtzeitig dort gewesen – die Besucher nach uns konnten schon nicht mehr so nah an die Eishöhle heran. Früh aufstehen hat sich also mal wieder gelohnt!
Mit gebührendem Abstand zum Eis gab es erst einmal eine ausgiebige Frühstückspause mit Gletscherblick, bevor wir uns wieder auf den Weg ins Tal machten. Und da merkten wir dann auch, wie gut unsere frühe Startzeit gewesen war: Uns kamen inzwischen große Wandergruppen entgegen und auf dem vorher noch ziemlich leeren Weg wurde es zunehmend voller.
Unten angekommen, haben wir die Wanderung ganz entspannt in einem kleinen Bergcafé in der Sonne ausklingen lassen. Danach ging es zu fünft zurück zu unserem Stellplatz am Fluss – inklusive eigenem kleinen Privatstrand.
Und nach einer Wanderung zum Gletscher gibt es natürlich kaum einen besseren Abschluss als ein Bad im eiskalten Bergfluss. Also wurde noch eine Runde eisgebadet. Kalt genug war das Wasser jedenfalls – Gletscherfeeling bis zum Schluss.Read more


















Das sind Eindrücke die werdet ihr nie vergessen. Wie bereits gesagt, genießt es und passt auf euch auf. [Tante Renate]
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