Ushguli
August 23 in Georgia ⋅ ☀️ 21 °C
Von Mestia aus ging es für uns weiter Richtung Ushguli – immer tiefer hinein in die spektakuläre Bergwelt Swanetiens. Schon die Dörfer unterwegs sind ziemlich faszinierend: uralte Steinhäuser, enge Gassen und überall die typischen swanetischen Wehrtürme, die teilweise schon seit dem Mittelalter über den Häusern aufragen. Die Türme gehörten früher einzelnen Familien und dienten nicht nur zur Verteidigung gegen Angreifer, sondern auch als Rückzugsort bei den berüchtigten Familienfehden. Viele dieser alten Häuser und Türme stehen bis heute – und werden teilweise tatsächlich noch genutzt.
Auf dem Weg nach Ushguli mussten wir mit unserem Lovebus natürlich am Love Tower anhalten. Wenn schon ein Turm so heißt, können wir ja schlecht einfach vorbeifahren. Und so hatten wir auch endlich die Gelegenheit, einen dieser alten swanetischen Türme von innen zu bestaunen. Dicke Steinmauern, mehrere Stockwerke, winzige Öffnungen und steile Holzleitern – gemütlich ist anders, aber ziemlich beeindruckend, wenn man sich vorstellt, wie die Menschen hier früher gelebt haben.
Ushguli selbst wirkt auf den ersten Blick fast wie ein verlassenes mittelalterliches Dorf. Kleine, ziemlich rustikale Steinhäuser, dazwischen die alten Wehrtürme und kaum etwas, das nach einem „normalen“ bewohnten Ort aussieht. Aber sobald man ein bisschen durch die Gassen schlendert, merkt man: Hier wird tatsächlich noch gelebt. Hinter den jahrhundertealten Mauern befinden sich Wohnhäuser, Ställe, kleine Unterkünfte, Cafés und Restaurants – manchmal alles irgendwie gleichzeitig.
Die Dörfer von Ushguli gehören zum UNESCO-Welterbe und liegen auf über 2.000 Metern Höhe, eingerahmt von den gewaltigen Gipfeln des Großen Kaukasus. Die jahrhundertelange Abgeschiedenheit hat dafür gesorgt, dass hier unglaublich viel von der traditionellen swanetischen Architektur erhalten geblieben ist.
Und verlassen ist Ushguli spätestens auf den zweiten Blick sowieso nicht. Überall laufen Wanderer mit Rucksäcken herum, Pferde werden für Touren gesattelt, Geländewagen kommen und gehen und in den kleinen Cafés und Guesthouses herrscht ordentlich Betrieb. Ein ziemlich trubeliger Ort – nur eben in einer Kulisse, die aussieht, als wäre seit dem Mittelalter kaum Zeit vergangen.Read more



















TravelerSehr Idyllisch und wieder mal schöne Fotos😘
TravelerSehr beeindruckend 🙏🙏