• Ananuri

    September 7 in Georgia ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf unserem Weg Richtung Norden haben wir natürlich auch einen Stopp in Ananuri eingelegt. Die alte Festungsanlage liegt an der Georgischen Heerstraße und thront über dem türkisblauen Zhinvali-Stausee.
    Ananuri besteht aus einer ziemlich gut erhaltenen Burganlage mit Wehrtürmen, Mauern und Kirchen. Besonders beeindruckend ist die große Muttergotteskirche aus dem 17. Jahrhundert mit ihren aufwendig verzierten Steinreliefs, die Kreuze und Weinreben darstellen. Man kann auch auf die Mauern und Türme klettern um die Aussicht zu genießen.
    Direkt unterhalb liegt der riesige Zhinvali-Stausee, der in den 1980er-Jahren entstand - bei niedrigem Wasserstand sollen sogar noch Überreste der damals überfluteten Siedlungen auftauchen.
    Die Kombination aus mittelalterlicher Festung, Kirchen, Bergen und dem leuchtend blauen Wasser im Hintergrund war auch bei trübem Wetter ziemlich spektakulär.

    Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Stop beim Denkmal der 300 Aragvier. Es erinnert an die georgischen Kämpfer aus dem Aragvi-Tal, die 1795 bei der Schlacht von Krtsanisi gegen die persische Armee kämpften und dabei fast vollständig fielen.
    Spannend fanden wir vor allem das Denkmal selbst: Es wurde 1959, also mitten in der Sowjetzeit errichtet. Der hohe, kantige Obelisk mit den steinernen Reliefs und den nach oben ragenden Speerspitzen wirkt monumental und typisch für die sowjetische Gedenkarchitektur. Ein interessanter Mix aus georgischer Nationalgeschichte und sowjetischer Monumentalarchitektur – und damit wieder ein Stück Geschichte, das man unterwegs so ganz nebenbei entdeckt.
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