• Weinsberg - Burg Weibertreu

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    Zum Schluss ging es noch nach Weinsberg hinauf zur Burg Weibertreu, einem Ort, der stark von Geschichte und Symbolik lebt. Die Burg liegt oberhalb der Stadt auf einem markanten Hügel und ist schon von weitem sichtbar. Auch wenn heute nur noch Ruinen erhalten sind, ist ihre Bedeutung für die regionale und nationale Geschichte bis heute präsent.

    Die Burg entstand vermutlich im 11. Jahrhundert und war strategisch wichtig, weil sie den Zugang ins Weinsberger Tal und die Verkehrswege Richtung Heilbronn und Neckar kontrollierte. Berühmt wurde sie jedoch nicht durch militärische Stärke, sondern durch eine Begebenheit aus dem Jahr 1140. Nach einer Belagerung im Konflikt zwischen den Staufern und den Welfen erlaubte König Konrad III. den Frauen der Burg, diese mit dem zu verlassen, was sie tragen konnten. Statt Wertgegenständen trugen die Frauen ihre Männer hinaus. Diese Tat begründete den Namen Weibertreu und machte die Burg zu einem Symbol für Loyalität, Klugheit und Menschlichkeit inmitten von Krieg und Machtpolitik.

    Historisch wechselte die Burg mehrfach den Besitzer und verlor mit der Zeit ihre militärische Bedeutung. Sie verfiel schließlich und wurde nicht wieder aufgebaut, was ihr heutiges Erscheinungsbild als Ruine erklärt. Genau das verleiht dem Ort aber eine besondere Wirkung. Die Mauern, Türme und Grundrisse sind noch gut ablesbar, ohne geschlossen zu wirken. Man bewegt sich durch Geschichte, nicht durch ein rekonstruiertes Denkmal.

    War doch ein netter Ausflug. 24 Schilder/ Sehenswürdigkeiten zwischen Schwabach um dem Stuttgarter Kreuz an der A6. Müssen wir bei Gelegenheit fortführen. Jetzt geht es die A81 nach Stuttgart zu Abendessen … die A81 ist dann eine weitere Reise wert, von Würzburg zum Schloss Neuschwanstein. Sicherlich hat es hier auch viele braune Schilder.
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