Big Bend Ranch State Park - Los Ojitos
27. april 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 31 °C
Bei einem guten Frühstück mit den Brötchen aus der mexikanischen Bäckerei fällt uns plötzlich ein, dass wir diese gestern gar nicht bezahlt haben. Wir haben uns so herzlich mit den Leuten unterhalten, dass wir das vergessen haben und die Frau hat es offensichtlich auch vergessen einzufordern. Peinlich. Wenn wir weiterfahren, wollten wir da ohnehin nochmal anhalten und Stückchen kaufen, da müssen wir das dann nachholen. Wir gehen dann zu einer Wanderung, welche uns zunächst über die Straße zu unserem ursprünglich gebuchten Platz führt. Die Straße hat tatsächlich zwei Stellen, welche für unser Buschen sehr schwierig geworden wären. Thomas meinte, dass sei zu schaffen gewesen, aber ich finde, dass das das Risiko wirklich nicht wert sei. Von dort geht es über die eindrucksvolle Ebene durch zwei verschiedene Canyons und durch den losen Sand der Bachbetten. Erst ist das sehr einfach, aber mit der Zeit ist der lose Sand sehr kräftezehrend zu laufen. Wir machen eine Rast unter einem Baum und genießen eines der unbezahlten mexikanischen Stückchen. Dann wird der Canyon eng und Thomas klettert akrobatisch über eine glattgespülte Felskante und ein tiefes Wasserloch mit abgestandenem Wasser. Das schaffe ich nicht. Dafür sind meine Beine zu kurz. Also suche ich mir einen Weg darum herum. Das bedarf nicht so viel Krakselei, da ich immer den Kuhfladen folge. Kühe können ja bekanntlich nicht so gut klettern. Auf der anderen Seite der Canyonspalte angekommen, sehe ich eine zweite glattpolierte Spülkante und eine noch tiefere Pfütze mit schmutzigen Wasser. Da kommt Thomas niemals rüber. Ich rufe ihm das zu, aber er hat es schon selber bemerkt und klettert zurück. Was sich als noch schwieriger erweist als hin. Der Umweg entlang der Kuhfladen hingegen ist einfach. Man merke, immer den Kühen folgen, die sind gar nicht so blöd. Auf dem folgenden Weg durch das Flußbett treffen wir einige dieser Kühe mit Jungtieren. Müde und ausgepowert kommen wir am ursprünglichen Campingplatz an. Wir trinken das Wasser aus und machen im Schatten des Schutzdaches eine Pause. Vor uns liegt noch etwa 1 Stunde Fußmarsch zu unserem Campingplatz durch die sengende Mittagssonne. Aber wir schaffen auch das und legen uns erst mal in der Hängematte zur Ruhe. Doch schon nach kurzer Zeit treffen auf dem Gruppencampingplatz unter uns in Sichtentfernung mehrere Campingbusse ein. Es werden dann fünf und wir haben keine Lust, heute Nacht bei denen zu stehen. Also verlassen wir den Platz und fahren zu dem Platz Nummer drei, den wir ursprünglich gebucht hatten. Diese Entscheidung entpuppt sich als Glücksgriff. Der Platz ist nur 1,5 km von der Hauptstraße entfernt, aber etwas erhöht mit einem bombastischen Blick über die ganze Ebene. Wir verlieben uns augenblicklich beide in dieses schöne Fleckchen Erde. Unser Buschen können wir direkt neben dem Schutzdach mit dem Picknicktisch parken, nachdem Thomas den schweren Stein am Eingang etwas zur Seite gewälzt hat. Wir verbringen wieder einen herrlichen Abend unter einem tollen Sternenhimmel, bis uns der plötzlich aufkommende starke Wind ins Buschen treibt.Læs mere















