• Presidio und Big Bend Ranch State Park

    26. april 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 30 °C

    Am nächsten morgen suchen wir die Toilette auf und begegnen einer Frau, welche wild in ihrem Auto nächtigt und nun das Bad des Campingplatzes für ihre Morgentoilette benutzt. Wir kommen ins Gespräch und sie erzählt uns, dass sie eigentlich von der Krim stammt und in den 90er Jahren in die USA ausgewandert ist. Sie hat einen Amerikaner geheiratet und hat einen Sohn und liebt die tolle und freie Landschaft des Big Bend Ranch State Parks. Interessante Geschichte. Wir fahren weiter und halten noch an einem tollen Aussichtspunkt an dem wir in einen von bizarren Bouldern geformten Canyon schauen können. Diese Straße 170 ist wirklich einzigartig. Sie endet in Presidio, einer kleine Grenzstadt direkt an der mexikanischen Grenze. Wir suchen eine mexikanische Bäckerei auf, welche super Rezessionen im Internet hat. Es duftet herrlich, die Frau ist freundlich und wir suchen uns mehr Stückchen und Brot aus als geplant. In der Theke sind Geldscheine aus aller Welt ausgestellt. Interessant und so kommen wir auf spanisch ins Gespräch. Da zeigt sie uns eine Mappe mit losen DINA4 Blättern in der alle möglichen Kunden aus aller Welt einen netten Gruß hinterlassen haben. Thomas schreibt etwas nettes auf Spanisch und Deutsch. Sie freut sich und holt ihren Man aus der Backstube, der es auch lesen muß. Der freut sich auch und schenkt uns noch einen Schlüsselanhänger. Wir verabschieden uns von dieser netten Bäckerei und essen unter einem Baum vor der Türe gleich den frischen Donut. Der schmeckt super. Auf der Weiterfahrt in den State Park verspeisen wir noch einige andere Stückchen und sind begeistert. Besonders die Empanada schmeckt genial. Der Park ist nur über eine Schotterstraße befahrbar welche zu einem ausgefahrenen Waschbrett mutiert ist. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und auch das Buschen ächzt. Zwischendurch gibt es noch einen Stopp um einen Canyon zu erwandern. Der Canyon führt noch etwas Wasser und so ist der Bewuchs grün und saftig und hebt sich gegen die vertrocknete Steppenlandschaft richtig ab. Am Visitor Center angekommen, erklärt uns die Rangerin, dass der für heute Nacht gebuchte Campingplatz mit unserem Buschen nur schwer zu erreichen ist. Es seien sehr ausgewaschene, steile und steinige Stellen davor. Sie würde es definitiv nicht empfehlen und schimpft auf die Kollegin, welche uns den Platz gebucht hat. Dafür bietet sie uns mehrere freie Plätze an, welche besser zu erreichen sind. Wir nehmen den Platz der vor dem eigentlich gebuchten liegt. Nach einer langen Erklärung über die im Park lebenden Schlangen begeben wir uns zu unserem Platz, der wirklich schön gelegen ist. Hinter uns die halbrunde Felswand und vor uns die Weite der Prärie. Wir genießen wieder einen tollen Sonnenuntergang und einen einzigartig klaren Sternenhimmel.Læs mere