Palo Duro Canyon - Lighthouse Rock
6. maj 2024, Forenede Stater ⋅ 🌬 29 °C
Am nächsten Morgen ist das Wetter tatsächlich so perfekt wie angesagt, wolkenloser Himmel und Sonnenschein laden uns ein, nach einem guten Frühstück auf die für heute geplante Wanderung zum Lighthouse, dem Wahrzeichen des Palo Duro Canyon loszuwandern. Der Ranger hatte uns empfohlen, auch hier über einen weiteren Wanderweg, den Givens-Spicer-Lowry-Trail zu gehen, der besonders schön sein soll. Wahrscheinlich hätten wir das ohnehin gemacht, da dieser direkt am Campground startet. Auch hier startet es zunächst eher flach und steigt dann langsam an. Das Wetter ist optimal, kein Wölkchen am Himmel, Sonnenschein, nur ein relativ starker Wind – der aber den Vorteil hat, daß wir nicht so sehr ins Schwitzen geraten. Der Weg geht diesmal an der Südwand des Canyon entlang, wieder bieten sich wunderbare Ausblicke auf den Canyon und immer geht es ganz eng an den roten, weiß geaderten Felswänden entlang, einfach klasse.Unterwegs kommen wir an einem Abzweig vorbei, der in den Little Fox Canyon führt, den heben wir uns für den Rückweg auf. Weiter geht es und nach etwa drei Meilen (auch hier wieder gut ausgeschildert) geht es dann etwas steiler bergan. Das letzte Stück vor dem Lighthouse geht es dann ziemlich steil bergan, aber es lohnt sich. Der Lighthouse Rock steht vor uns, er sieht tatsächlich aus wie ein Leuchtturm: Eine hohe Säule aus Sandstein, auf der oben nochmals eine kleinere Säule draufgestellt ist, wir ein Leuchtturm mit breitem Turm und oben dem Lampenhaus. Wir gehen einmal drumherum, machen viele Fotos und setzen uns dann in den Schatten der gegenüberliegenden Felswand, um unsere mitgebrachten Pausenbrote und den Tee zu genießen – diesmal habe ich mir am Abend vorher einen grünen Tee gemacht, der nun kalt in der Thermoskanne ist und nicht nur sehr gut schmeckt, sondern auch noch Mineralien liefert, die man sonst so ausschwitzt. Claudia hat kühles Wasser in der Thermoskanne, das trotz des heißen Wetters immer noch angenehm frisch ist. Neben uns sind zwei junge Männer, die auch ihre Pause machen. Einer von ihnen fragt, ob es uns stört, wenn sie hier ihre Bibelandacht halten – ganz und gar nicht, wir finden das sehr gut. Sie lesen die Geschichte vom verlorenen Sohn. Danach kommen wir ins Gespräch. Joe und Tim, so heißen sie, sind beide unabhängig voneinander losgelaufen, um die USA von Ost nach West zu durchwandern und dabei für das Land zu beten. Sie haben sich unterwegs getroffen und beschlossen, nun gemeinsam weiter zu wandern. Wir bekunden unseren Respekt, das ist eine echte Leistung und sie tun damit tatsächlich etwas für ihr Land. Wenn es mehr solcher Menschen gäbe, wären viele der aktuellen Probleme sehr viel leichter zu lösen. Sie fragen, ob sie auch für uns beten können, was sie dann auch machen, bevor sie dann weitergehen. Wir wünschen uns gegenseitig Gottes Segen und sie gehen los. Das war tolles Erlebnis, eine echte Krönung eines bereits so schon eindrucksvollen Wandertages. Wir bleiben noch ein Weilchen und genießen die Aussicht, bevor wir dann auch den Rückweg antreten. Wir machen tatsächlich den Abstecher zum Little Fox Canyon. Der Weg ist über weite Teile in dichtem Gebüsch, mehr am Talgrund entlang. Kurz vor dem Ende erhebt sich ein Felsbrocken aus dem Tal, etwa 10-15m hoch, der „Petit Teton“. Wir gehen hinauf uns die Aussicht ist einfach klasse. Das war toll, hat sich richtig gelohnt. Wir wandern zurück und kommen geschafft, aber glücklich am Buschen an. Der Schrittzähler ist auf über 26.000 geklettert, und jeder einzelne davon war es wert, ein wirklich eindrucksvoller Canyon. Wir sind froh, daß wir den doch eher langen Umweg gemacht haben. Wieder machen wir uns ein gutes Abendessen und wieder wird es eine ruhige Nacht.Læs mere




















