Pueblo Ruinen und Santa Fe
May 8, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 17 °C
Kalt war die Nacht wieder, wir sind hier ziemlich hoch gelegen, das merkt man dann schon an der Temperatur. Trotzdem können wir in der Sonne draußen am Pecos frühstücken. Wir überlegen kurz, ob wir einfach noch einen Tag bleiben sollen, aber beschließen dann, weiterzufahren. Unser Ziel heute ist Santa Fe, die Hauptstadt von New Mexico. Vorher kommen wir aber noch in Pecos vorbei, einer Ausgrabungsstätte der Pueblo-Indianer aus präkolumbianischer Zeit, etwa 1200 bis 1550. Es ist ein Rundgang über ein sehr interessantes Gelände, es gibt viele Ausgrabungen und einige Bauten wurden auch rekonstruiert. Das war der Geist der damaligen Zeit, heute ist das ja für archäologische Stätten absolut unmöglich. Es gibt aber einen guten Eindruck über die Kultur der Pueblo und man hat solche Rekonstruktionen früher in Europa auch an manchen Stellen gemacht, in Knossos oder Phaistos in Kreta gibt es das ja auch. Santa Fe ist nun nicht mehr weit und wir sind schnell dort. Wir bekommen einen guten Parkplatz direkt am Platz vor dem Kapitol. Dort ist auch das Visitor Center und – natürlich – schauen wir da kurz vorbei. Die Dame dort ist sehr nett und sehr auskunftsfreudig, sie erzählt uns eine ganze lange Liste von Dingen, die wir unbedingt sehen müssen. Santa Fe ist sehr speziell: Es gibt dort keine Hochhäuser. Alle Häuser sind im Pueblo-Stil gebaut und maximal 4-5 Stockwerke hoch, die meisten niedriger. Das macht ein sehr schönes und einheitliches Stadtbild. Wir gehen los in Richtung Innenstadt, zunächst in die direkt um die Ecke gelegenen Kirche Mission San Miguel, die älteste Kirche der USA. Die stammt aus dem Jahr 1610 und ist sehr schön, sowohl von außen als auch von innen. Santa Fe ist damit – nach Saint Augustine, wo wir ja schon waren – die zweitälteste Stadt der USA. Wir gehen weiter in die Innenstadt und zunächst zur Kathedrale St Francis of Assisi, deren Glockentürme zwar über die normale Bebauung hinausragen, die aber auch im selben beigen Farbton gehalten ist. Weiter geht es dann zur Plaza, an der der Gouverneurspalast liegt, der ebenfalls aus dem Jahr 1610 stammt, lange der Sitz des Gouverneurs und später der Regierung von New Mexico war und heute ein Museum beherbergt. An Museen ist Santa Fe übrigens besonders gut ausgestattet, es gibt auch eine weite Kunstszene und viele Aktivitäten dazu. Wir streifen durch die Straßen und lassen die Atmosphäre auf uns wirken, sehr angenehm. Auf dem Rückweg gehen wir an einer mexikanischen Churreria vorbei, die Claudia über Google gefunden hat, und gönnen uns ein paar Churros. Anders als in Spanien, sind diese hier gefüllt, wir bestellen die Standardversion, das sind je einer mit Erdbeercreme, mit Schokolade und – eigentlich eine argentinische Spezialität – Dulche de Leche, alle drei sehr lecker und auch der Cappuccino dazu ist top. Man sieht und spürt den mexikanisch lateinamerikanischen Einfluß hier schon sehr deutlich. Wir gehen zurück zum Buschen und fahren auf dem Weg zu unserem heutigen Campingplatz noch an einem Marienkreuz vorbei, das hoch über der Stadt liegt und einen wunderbaren Blick über Santa Fe bis weit in die schneebedeckten Rocky Mountains bietet. Heute haben wir einen Platz im Santa Fe National Forest gebucht, das ist nahe am Skigebiet von Santa Fe. Der Campingplatz ist auf über 2.600m Höhe, die Straße zum Skigebiet geht sogar über 3.150m hoch, das Skigebiet ist aber aktuell geschlossen. Unser Platz ist nahe bei der Straße, aber da sollte es ja nachts eher weniger Verkehr geben.Read more
















