Bandelier Canyon
May 9, 2024 in the United States ⋅ 🌬 16 °C
Es wird richtig kalt in der Nacht, die Temperatur fällt auf unter 9°C, wir machen am Morgen erst einmal die Heizung an. Nach dem Frühstück fahren wir nochmals nach Santa Fe, wo wir heute das State Capitol besichtigen wollen. Wir parken wieder genau am selben Platz wie gestern und gehen in die andere Richtung zum Capitol. Es ist eines der wenigen in den USA ohne Kuppel. Stattdessen ist es rund gebaut (daher auch der Name „Roundhouse“) und symbolisiert die Sonne des Staatswappens von New Mexico, bei der aus der runden Mitte in alle vier Richtungen jeweils vier Strahlen ausgehen. Vier ist für die Pueblo eine wichtige Zahl, sie steht für die vier Jahreszeiten, die vier Himmelsrichtungen, die vier Lebensalter (Kindheit, Jugend, Erwachsenendasein und Alter) etc. Es gibt keine Führung, sondern man bekommt eine Broschüre und kann dann selbst herumgehen. Man startet in der zentralen Rotunde, mit dem Staatswappen auf dem untersten Boden, man hat Zutritt zu den Besuchertribünen des Senats und des Repräsentantenhauses, alles sehr schön und wenig pompös, eher bescheiden, aber sehr sympathisch. Wir gehen zurück zum Buschen und fahren weiter, zunächst zum White Rock, einem Aussichtspunkt mit Blick über einen Canyon und bis weit über die Ebene und in die Berge und dann zu unserem Ziel für heute Abend, dem Bandelier National Monument. Das ist ein Canyon, in dessen Gestein sich viele natürliche Höhlen gebildet haben, in denen sich in präkolumbianischer Zeit (zwischen 1200 und 1550) die Pueblo-Indianer angesiedelt haben. Zudem gibt es viele Ruinen aus dieser Zeit, alles nur die Grundmauern. Man sieht rund gebaute Kultstätten („Kiva“), aber auch (viereckige und kleinere) Wohn- und Lagerhäuser. Sehr interessant und hier besonders wichtig, das sind eben andere Zeitskalen als in Europa. Der Campingplatz ist oben, so daß wir in den Canyon hinunterwandern. Da sind schon einige Höhlenbauten zu besichtigen. Weiter geht es dann am Talgrund entlang bis zu einer besonders großen Höhle, die zudem über eine sehr hohe Leiter zu erreichen ist. Das ist schon sehr interessant. Allerdings ziehen dunkle Wolken auf, so daß wir für den Rückweg eher die Beine in die Hand nehmen müssen. Da geht es nun ja bergauf, aber wir schaffen es trocken zum Buschen. Es gibt dann zwar ein paar Tropfen Regen, aber nicht sehr viel. In der Nacht regnet es dann doch noch etwas und wieder ist es eher kühl.Read more














